(829) Academia

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(829) Academia ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 25. August 1916 vom russischen Astronomen Grigori Nikolajewitsch Neuimin am Krim-Observatorium in Simejis bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde. Am 31. August gab es noch eine unabhängige Entdeckung an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits am 28. Februar 1914 in Heidelberg fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(829) Academia
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,580 AE
Exzentrizität 0,100
Perihel – Aphel 2,323 AE  2,838 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 8,279°
Länge des aufsteigenden Knotens 352,3°
Argument der Periapsis 42,5°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 16. Dezember 2024
Siderische Umlaufperiode 4 a 53 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,50 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 42,7 km ± 0,1 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 7 h 53 min
Absolute Helligkeit 11,2 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker G. N. Neuimin
Datum der Entdeckung 25. August 1916
Andere Bezeichnung 1914 DA, 1916 QF, 1958 XU
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid wurde benannt aus Anlass des 200. Jahrestags der Gründung der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (829) Academia, für die damals Werte von 43,8 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 43,6 oder 45,9 km bzw. 0,05 oder 0,04.[2] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 41,2 oder 42,7 km bzw. 0,05 korrigiert.[3] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 37,6 oder 37,8 km bzw. 0,04 angegeben[4] und dann 2016 korrigiert zu 34,8 oder 38,4 km bzw. 0,05 oder 0,04, diese Angaben beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[5] Eine Anwendung thermophysikalischer Modelle auf Beobachtungen des Asteroiden mit WISE vom 17. Januar und 3. Juli 2010 ergab in einer Untersuchung von 2021 Werte für den Durchmesser und die Albedo von 37,2 ± 1,5 km und 0,06. Außerdem konnten die Achsenverhältnisse für ein zweiachsig-ellipsoidisches Gestaltmodell und eine retrograde Rotation bestimmt werden.[6]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (829) Academia eine taxonomische Klassifizierung als Caa- bzw. Ch-Typ.[7]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 2. bis 10. Januar 2005 am Palmer Divide Observatory (PDO) in Colorado. Aus der während vier Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 7,891 h bestimmt.[8]

Im Jahr 2016 führte die Auswertung von archivierten Lichtkurven der Lowell Photometric Database erstmals zur Erstellung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 7,89321 h.[9]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (829) Academia, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 7,8933 h berechnet wurde.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

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