(861) Aïda

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(861) Aïda ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 22. Januar 1917 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er am gleichen Ort bereits am 24. Januar und 15. Februar 1906 sowie am 18. Februar 1906 an der Universitätssternwarte Wien fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(861) Aïda
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,142 AE
Exzentrizität 0,099
Perihel – Aphel 2,830 AE  3,454 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 8,056°
Länge des aufsteigenden Knotens 114,9°
Argument der Periapsis 192,1°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 3. Oktober 2025
Siderische Umlaufperiode 5 a 208 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,76 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 66,9 km ± 3,7 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,06
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 11 h 3 min
Absolute Helligkeit 9,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 22. Januar 1917
Andere Bezeichnung 1906 BG, 1917 BF, 1918 GA, 1939 BL, 1947 OF, 1950 BW1
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach der Titelheldin aus der Oper Aida des italienischen Komponisten Giuseppe Verdi (1813–1901).

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (861) Aïda, für die damals Werte von 66,9 km bzw. 0,06 erhalten wurden.[1] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 62,2 oder 65,2 km bzw. 0,06 angegeben[2] und dann 2016 korrigiert zu 62,5 km bzw. 0,07, diese Angaben beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[3]

Im Jahr 2019 wurde mit einer Auswertung von Daten des Lowell-Observatoriums in Arizona und des Gaia DR2-Katalogs erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 11,05658 h berechnet.[4]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (861) Aïda, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 11,0566 h berechnet wurde.[5]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 11,0565 h bestimmt werden.[6] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 11,0564 h berechnet.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

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