(871) Amneris

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(871) Amneris ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 14. Mai 1917 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er am gleichen Ort bereits am 9. Mai 1907 fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(871) Amneris
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,223 AE
Exzentrizität 0,119
Perihel – Aphel 1,958 AE  2,488 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 4,254°
Länge des aufsteigenden Knotens 157,9°
Argument der Periapsis 66,3°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 12. September 2026
Siderische Umlaufperiode 3 a 115 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 19,91 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 8,0 km ± 0,1 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,38
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 3 d 7 h
Absolute Helligkeit 12,7 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 14. Mai 1917
Andere Bezeichnung 1907 JA, 1917 JD, 1930 DD, 1953 EZ
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach einer Figur aus der Oper Aida des italienischen Komponisten Giuseppe Verdi (1813–1901).

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (871) Amneris zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 8,0 km bzw. 0,38.[1]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 26. November bis 3. Dezember 2011 am Oakley Southern Sky Observatory, der australischen Außenstation des Rose-Hulman Institute of Technology in Indiana. Die aufgezeichneten Daten konnten aber nicht weiter ausgewertet werden.[2] Bei weiteren Beobachtungen am 17. und 18. März 2013 am Organ Mesa Observatory in New Mexico wies die dabei registrierte sehr unvollständige Lichtkurve auf eine Rotationsperiode von mehreren Tagen hin und es wurden weitere Messungen als notwendig erachtet.[3]

Diese erfolgten vom 15. Januar bis 29. März 2016 im Rahmen einer koordinierten Zusammenarbeit zwischen dem Organ Mesa Observatory, der Sternwarte Belgrad in Serbien und dem Blue Mountains Observatory in Australien. Aus der nun während 44 Nächten aufgezeichneten Lichtkurve ließ sich eine Rotationsperiode von 78,71 h bestimmen. Es konnten keine sicheren Hinweise auf eine Taumelbewegung gefunden werden, aber möglicherweise besitzt der Asteroid bedeutende Konkavitäten.[4]

Im Jahr 2019 wurde mit einer Auswertung von Daten des Lowell-Observatoriums in Arizona und des Gaia DR2-Katalogs erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 78,704 h berechnet.[5]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 78,715 h bestimmt werden.[6] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 78,70 h berechnet.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

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