(915) Cosette

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(915) Cosette ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 14. Dezember 1918 vom französischen Astronomen François Gonnessiat am Observatoire d’Alger in Algerien bei einer Helligkeit von 12,8 mag entdeckt wurde. Es war seine erste von zwei Asteroidenentdeckungen.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(915) Cosette
Berechnetes 3D-Modell von (915) Cosette
Berechnetes 3D-Modell von (915) Cosette
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,228 AE
Exzentrizität 0,140
Perihel – Aphel 1,916 AE  2,539 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 5,546°
Länge des aufsteigenden Knotens 9,2°
Argument der Periapsis 39,6°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 29. Januar 2025
Siderische Umlaufperiode 3 a 119 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 19,86 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 11,7 km ± 0,1 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,26
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 4 h 42 min
Absolute Helligkeit 11,7 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker François Gonnessiat
Datum der Entdeckung 14. Dezember 1918
Andere Bezeichnung 1918 XB, 1933 FB2
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt zu Ehren der jüngsten Tochter des Entdeckers.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (915) Cosette zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 12,3 km bzw. 0,23.[1] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 11,5 km bzw. 0,43 geändert worden waren,[2] wurden sie 2014 auf 11,7 km bzw. 0,26 korrigiert.[3] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 11,0 km bzw. 0,35, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[4]

Spektroskopische Untersuchungen im sichtbaren Bereich vom 10. August 2004 am Observatório do Pico dos Dias (OPD) in Brasilien ergaben für (915) Cosette eine taxonomische Klassifizierung als S-Typ.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 23. und 24. August 1985 am La-Silla-Observatorium in Chile. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 4,445 h bestimmt.[6]

Aus archivierten Daten des Uppsala Asteroid Photometric Catalogue (UAPC) wurde dann in einer Untersuchung von 2009 für (915) Cosette erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,46974 h berechnet.[7] Eine Auswertung von archivierten Lichtkurven des United States Naval Observatory (USNO) in Arizona, der Catalina Sky Survey und der Siding Spring Survey ermöglichte in einer Untersuchung von 2011 ebenfalls die Erstellung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,46974 h.[8]

Weitere Beobachtungen waren in den Jahren 2004, 2006, 2008/2009, 2010 und 2011/2012 an den Observatorien Borówiec und Poznań in Polen sowie am Observatorium auf dem Pic du Midi in Frankreich erfolgt. Die Lichtkurven aus insgesamt 14 Beobachtungsnächten wurden in einer Untersuchung von 2012 zu einer Rotationsperiode von 4,4702 h ausgewertet.[9] Außerdem wurde in einer Untersuchung von 2013 aus archivierten Daten aus dem Zeitraum 1984–2012 erneut ein dreidimensionales Modell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,46974 h berechnet.[10]

Im Jahr 2021 wurde aus archivierten Daten und photometrischen Messungen von Gaia DR2 wieder ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 4,46974 h erstellt.[11] Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (915) Cosette, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,46975 h berechnet wurde.[12] Messungen vom 11. bis 13. Dezember 2021 durch eine Gruppe von spanischen Amateurastronomen an verschiedenen Observatorien führte in der Auswertung zu einer Rotationsperiode von 4,467 h.[13]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 4,46976 h bestimmt werden.[14] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 4,46974 h berechnet.[15]

Siehe auch

Commons: (915) Cosette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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