(924) Toni

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(924) Toni ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 20. Oktober 1919 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 11,8 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er am gleichen Ort bereits am 20. und 22. Januar 1906 sowie am 25. und 29. Januar 1906 an der Universitätssternwarte Wien und am 16. Oktober 1914 am Krim-Observatorium in Simejis fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(924) Toni
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,939 AE
Exzentrizität 0,153
Perihel – Aphel 2,489 AE  3,388 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 8,987°
Länge des aufsteigenden Knotens 150,2°
Argument der Periapsis 220,6°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 9. Juli 2025
Siderische Umlaufperiode 5 a 14 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,27 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 85,5 km ± 2,5 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,04
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 19 h 26 min
Absolute Helligkeit 9,6 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
CX
Spektralklasse
(nach SMASSII)
X
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Reinmuth
Datum der Entdeckung 20. Oktober 1919
Andere Bezeichnung 1906 BA, 1914 UD, 1919 UF
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Karl Reinmuth entdeckte so viele Kleinplaneten, dass es ihm oft schwerfiel, Namen für die nummerierten zu finden. Daher verwendete er häufig Mädchennamen aus dem Kalender „Lahrer Hinkender Bote“. Diese Namen müssen keine Verbindung zu seinen Zeitgenossen haben.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (924) Toni, für die damals Werte von 85,5 km bzw. 0,04 erhalten wurden.[1] Mit dem Satelliten Midcourse Space Experiment (MSX) wurden 1996 bis 1997 im Rahmen der Infrared Minor Planet Survey (MIMPS) Daten gewonnen, aus denen Werte von 68,8 km bzw. 0,07 bestimmt wurden.[2] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 72,0 km bzw. 0,06 angegeben, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten,[3] und dann 2016 korrigiert zu 94,6 km bzw. 0,04.[4]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden statt vom 12. Juni bis 27. Juli 2014 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Aus der während zwölf Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 19,437 h bestimmt.[5]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 19,4373 h berechnet.[6]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (924) Toni, für die in einer Untersuchung von 2021 ein verbessertes dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 19,4374 h berechnet wurde.[7]

Aus den Daten von ATLAS konnte dann in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 19,438 h bestimmt werden.[8] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 19,4383 h berechnet.[9]

Photometrische Messungen vom 8. Juli bis 10. September 2024 durch eine Gruppe von spanischen Amateurastronomen an verschiedenen Observatorien führten in der Auswertung zu einer Rotationsperiode von 19,436 h.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

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