(928) Hildrun

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(928) Hildrun ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 23. Februar 1920 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 12,3 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(928) Hildrun
Berechnetes 3D-Modell von (928) Hildrun
Berechnetes 3D-Modell von (928) Hildrun
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,139 AE
Exzentrizität 0,144
Perihel – Aphel 2,689 AE  3,590 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 17,653°
Länge des aufsteigenden Knotens 129,6°
Argument der Periapsis 21,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 25. Oktober 2025
Siderische Umlaufperiode 5 a 206 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,72 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 62,8 km ± 1,1 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 14 h 8 min
Absolute Helligkeit 10,0 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Reinmuth
Datum der Entdeckung 23. Februar 1920
Andere Bezeichnung 1920 DC, 1959 EE1
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Karl Reinmuth entdeckte so viele Kleinplaneten, dass es ihm oft schwerfiel, Namen für die nummerierten zu finden. Daher verwendete er häufig Mädchennamen aus dem Kalender „Lahrer Hinkender Bote“. Diese Namen müssen keine Verbindung zu seinen Zeitgenossen haben.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (928) Hildrun, für die damals Werte von 66,5 km bzw. 0,04 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 64,5 km bzw. 0,04.[2] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 60,6 km bzw. 0,05 geändert worden waren,[3] wurden sie 2014 auf 62,8 km bzw. 0,04 korrigiert.[4] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 55,7 oder 56,8 km bzw. 0,06, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[5]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (928) Hildrun eine taxonomische Klassifizierung als X-Typ.[6]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 28. April bis 4. Mai 2004 am Palmer Divide Observatory in Colorado. Aus der während vier Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 14,12 h bestimmt.[7]

Im Jahr 2016 führte die Auswertung von archivierten Lichtkurven des United States Naval Observatory (USNO) in Arizona und der Catalina Sky Survey erstmals zur Erstellung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 14,1163 h.[8]

Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (928) Hildrun wurde aus Messungen vom 19. Oktober bis 14. November 2018 eine Rotationsperiode von 14,112 h erhalten.[9]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 14,1162 h bestimmt werden.[10] Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 14,1162 h berechnet.[11]

Siehe auch

Commons: (928) Hildrun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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