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(930) Westphalia

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(930) Westphalia ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 10. März 1920 vom deutschen Astronomen Walter Baade an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf bei einer Helligkeit von 14 mag entdeckt wurde. Es war seine erste von insgesamt zehn Asteroidenentdeckungen. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits am 24. Februar 1916 am Krim-Observatorium in Simejis fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(930) Westphalia
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Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,431 AE
Exzentrizität 0,144
Perihel – Aphel 2,082 AE – 2,781 AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 15,3°
Länge des aufsteigenden Knotens 340,8°
Argument der Periapsis 330,7°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 31. August 2027
Siderische Umlaufperiode 3 a 289 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 19,00 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 34,9 km ± 0,2 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,03
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 4 d 5 h
Absolute Helligkeit 11,4 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Ch
Geschichte
Entdecker Walter Baade
Datum der Entdeckung 10. März 1920
Vorläufige Bezeichnung 1916 DD, 1920 EE
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid wurde vom Entdecker nach dessen Heimatregion Westfalen im Westen Deutschlands benannt.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (930) Westphalia, für die damals Werte von 36,5 km bzw. 0,04 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 35,6 km bzw. 0,04.[2] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 44,5 km bzw. 0,03 geändert worden waren,[3] wurden sie 2014 auf 34,9 km bzw. 0,04 korrigiert.[4] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 38,5 km bzw. 0,03 angegeben[5] und dann 2016 korrigiert zu 35,3 oder 38,2 km bzw. 0,04 oder 0,03, diese Angaben beinhalten aber zum Teil hohe Unsicherheiten.[6]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 24. März bis 4. April 2011 am Oakley Observatory des Rose-Hulman Institute of Technology in Indiana. Die Daten konnten aber nicht weiter ausgewertet werden.[7] Im Jahr 2015 waren noch für 18 Asteroiden mit einer Ordnungszahl unter 1000 keine Rotationsparameter bekannt, darunter auch (930) Westphalia. Daher erfolgten neue Beobachtungen vom 28. März bis 4. April 2015 am Observatorio Los Algarrobos (OLASU) in Uruguay. Aus der während 14 Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 100,66 h bestimmt. Damit handelt es sich bei dem Asteroiden um einen sehr langsamen Rotator, es wurden aber keine Anzeichen für eine Taumelbewegung gefunden.[8]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 176 h berechnet werden.[9]

Eine Auswertung der astrometrischen Daten von Gaia DR3 wies in einer Untersuchung von 2024 auf eine mögliche Binarität von (930) Westphalia hin.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

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