(931) Whittemora

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(931) Whittemora ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 19. März 1920 vom französischen Astronomen François Gonnessiat am Observatoire d’Alger in Algerien bei einer Helligkeit von 13,5 mag entdeckt wurde. Es war seine zweite und letzte Asteroidenentdeckung. Am 21. März erfolgte noch eine unabhängige Entdeckung durch Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits am 22. April 1904 in Heidelberg fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(931) Whittemora
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Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,167 AE
Exzentrizität 0,234
Perihel – Aphel 2,426 AE  3,907 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 11,5°
Länge des aufsteigenden Knotens 111,0°
Argument der Periapsis 315,7°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 13. Mai 2026
Siderische Umlaufperiode 5 a 232 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,51 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 45,3 km ± 0,1 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,17
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 19 h 11 min
Absolute Helligkeit 9,4 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
M
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker François Gonnessiat
Datum der Entdeckung 19. März 1920
Vorläufige Bezeichnung 1904 HB, 1920 FB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt zu Ehren des US-amerikanischen Gelehrten und Archäologen Thomas Whittemore (1871–1950), der Professor an der Harvard University in Massachusetts und an der Columbia University im Staat New York war.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (931) Whittemora, für die damals Werte von 45,3 km bzw. 0,17 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 56,8 km bzw. 0,11.[2] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 40,6 km bzw. 0,21 geändert worden waren,[3] wurden sie 2014 auf 45,3 km bzw. 0,17 korrigiert.[4]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 7. bis 13. Januar 2004 am Menke Observatory in Maryland. Aus der während vier Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 19,20 h bestimmt.[5] Weitere Beobachtungen erfolgten vom 21. April bis 10. Juni 2023 während 15 Nächten am New Mexico Skies Observatory in New Mexico bestätigten das frühere Ergebnis mit einer verbesserten Rotationsperiode von 19,177 h.[6]

Mit archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 19,176 h berechnet werden.[7]

Aus archivierten Lichtkurven wurden in einer Untersuchung aus 2025 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals dreidimensionale Gestaltmodelle des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 19,17589 h erstellt. Nach der Auswertung von drei Sternbedeckungen durch den Asteroiden vom 5. April 2018, 28. März 2021 und 24. August 2024 konnte eine der Rotationsachsen bevorzugt werden, für den mittleren Durchmesser wurde dafür ein Wert von 54 ± 2 km und mit einer thermophysikalischen Modellierung eine Albedo von 0,12 abgeleitet.[8]

Siehe auch

Einzelnachweise

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