(949) Hel

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(949) Hel ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 11. März 1921 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(949) Hel
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,996 AE
Exzentrizität 0,200
Perihel – Aphel 2,396 AE  3,596 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 10,642°
Länge des aufsteigenden Knotens 320,6°
Argument der Periapsis 251,5°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 31. August 2025
Siderische Umlaufperiode 5 a 68 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,04 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 63,5 km ± 0,7 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,06
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 16 h 26 min
Absolute Helligkeit 9,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 11. März 1921
Andere Bezeichnung 1921 EM, 1952 DN, 1954 SN1
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach Hel, der nordischen Totengöttin und Herrscherin der Unterwelt. Der Name wurde zwei Jahre nach dem Tod des Entdeckers von dessen Witwe Gisela Wolf vorgeschlagen.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (949) Hel, für die damals Werte von 69,2 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 66,7 km bzw. 0,05.[2] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 63,5 km bzw. 0,06 korrigiert.[3] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 61,9 km bzw. 0,05 angegeben[4] und dann 2016 korrigiert zu 52,2 oder 56,3 km bzw. 0,06 oder 0,05, diese Angaben beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[5]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (949) Hel eine taxonomische Klassifizierung als X- bzw. Xk-Typ.[6]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 23. August bis 21. September 2016 durch die Beobachtergruppe Observadores de Asteroides (OBAS) in Spanien. Aus der während vier Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 8,215 h bestimmt.[7] Neue photometrische Messungen vom 15. Februar bis 20. März 2020 im Rahmen einer Zusammenarbeit von fünf Observatorien der Grupo de Observadores de Rotaciones de Asteroides (GORA) in Argentinien wurden dann aber zu einer doppelt so langen Rotationsperiode von 16,43 h ausgewertet.[8]

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (949) Hel, für die in einer Untersuchung von 2021 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 16,4381 h berechnet wurde.[9]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 16,4387 h bestimmt werden.[10]

Abschätzungen von Masse und Dichte für den Asteroiden (949) Hel aufgrund von gravitativen Beeinflussungen auf Testkörper hatten in einer Untersuchung von 2012 zu als unrealistisch bewerteten Ergebnissen geführt.[11]

Siehe auch

Einzelnachweise

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