(966) Muschi

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(966) Muschi ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 9. November 1921 vom deutschen Astronomen Walter Baade an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf bei einer Helligkeit von 13 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(966) Muschi
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Eunomia-Familie
Große Halbachse 2,722 AE
Exzentrizität 0,128
Perihel – Aphel 2,372 AE  3,071 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 14,396°
Länge des aufsteigenden Knotens 72,4°
Argument der Periapsis 179,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 12. Mai 2027
Siderische Umlaufperiode 4 a 179 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,98 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 25,5 km ± 0,2 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,32
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 5 h 21 min
Absolute Helligkeit 10,0 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Walter Baade
Datum der Entdeckung 9. November 1921
Andere Bezeichnung 1921 VD
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Johanna (Hanni) Baade, geb. Bohlmann, der Frau des Entdeckers. Muschi ist ihr Kosename.

Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (966) Muschi zur Eunomia-Familie gezählt.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (966) Muschi, für die damals Werte von 23,4 km bzw. 0,35 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 30,7 km bzw. 0,21.[2] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 24,4 km bzw. 0,32 geändert worden waren,[3] wurden sie 2014 auf 25,5 km bzw. 0,29 korrigiert.[4]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (966) Muschi eine taxonomische Klassifizierung als S- bzw. Sl-Typ.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 9. Juli 2000 am Observatório do Pico dos Dias (OPD) in Brasilien. Aus der nur über einen Zeitraum von etwa sechs Stunden aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine als unsicher angesehene Rotationsperiode von 6,9 h abgeschätzt.[6] Bei weiteren Beobachtungen vom 4. bis 19. März 2004 am Santana Observatory in Kalifornien erbrachte die Auswertung der während drei Nächten aufgezeichneten Daten aber eine deutlich kürzere Rotationsperiode von 5,355 h.[7]

Aus archivierten Daten des Palmer Divide Observatory (PDO) in Colorado konnte in einer Untersuchung von 2009 für (966) Muschi zunächst nur eine retrograde Rotation mit einer Periode von 5,35531 h abgeleitet werden.[8] Um Daten zur Berechnung von Gestaltmodellen des Asteroiden zu liefern, gab es Messungen vom 16. April bis 3. Juni 2013 während sieben Nächten am Etscorn Campus Observatory (ECO) in New Mexico, dabei wurde eine Rotationsperiode von 5,3548 h bestimmt.[9]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde dann in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 5,35529 h berechnet.[10] Aus den gleichen Daten konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 5,35530 h bestimmt werden.[11]

Neue photometrische Beobachtungen des Asteroiden am 20. und 21. Dezember 2024 durch eine Gruppe von Amateurastronomen in Spanien bestätigten erneut die Periode mit einem abgeleiteten Wert von 5,35 h.[12]

Siehe auch

Einzelnachweise

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