13 Miniatures for Albert Ayler
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13 Miniatures for Albert Ayler ist ein Musikalbum, das ein Konzert von 16 Musikern dokumentiert, welches der Musik von Albert Ayler gewidmet ist. Die am 2. Dezember 2010 in der Fondation Cartier in Paris entstandenen Aufnahmen erschienen 2012 auf RogueArt. Die Aufnahmen sind ein Ausschnitt aus einem Tributkonzert anlässlich des 40. Todestages von Albert Ayler.
| 13 Miniatures for Albert Ayler | |
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| Livealbum von Verschiedene Künstler | |
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download |
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Titel (Anzahl) |
13 |
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1:04:24 | |
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
Fondation Cartier, Paris |
Hintergrund
Das Album enthält 13 Stücke, die nach den beteiligten Musikern benannt sind und von jeweils ein bis fünf Musikern aus einem Ensemble von sechzehn Musikern dargeboten wurden. Es handelt sich um Auszüge aus einem von Joëlle Léandre organisierten Konzert, das im Dezember 2010 in der Fondation Cartier in Paris anlässlich des vierzigsten Todestages von Ayler stattfand. Am dem Projekt 13 Miniatures for Albert Ayler beteiligt waren der Trompeter Jean-Luc Cappozzo, die Holzbläser Sylvain Kassap (cl, bcl), Michel Portal (bcl), Urs Leimgruber (ss), John Tchicai (as), Joe McPhee (ts, flh), Evan Parker (ts, ss), Raphaël Imbert (ts, as), die Bassisten Jean-Jacques Avenel, Didier Levallet, Barre Phillips und Joëlle Léandre, die Schlagzeuger Simon Goubert, Ramón López und Christian Rollet sowie die Vokalistin Lucia Recio und Jacqueline Caux und Steve Dalachinsky als Spoken-Word-Künstler.
Titelliste
- 13 Miniatures for Albert Ayler (RogueArt ROG-0040)[1]
- Jacqueline Caux (Text: Daniel Caux) 3:57
- Raphaël Imbert, Urs Leimgruber, Joe McPhee, Evan Parker, John Tchicaï 5:49
- Jean-Luc Cappozzo, Sylvain Kassap, Christian Rollet 4:37
- Steve Dalachinsky, Joëlle Léandre, Barre Phillips 7:41
- Ramon Lopez 3:13
- Ramon Lopez, Barre Phillips, Michel Portal 4:10
- Jean-Jacques Avenel, Simon Goubert, Joe McPhee 3:23
- Jean-Luc Capozzo, Joe McPhee 3:49
- Evan Parker 3:44
- Joëlle Léandre, Urs Leimgruber, John Tchicaï 6:44
- Simon Goubert, Raphaël Imbert, Sylvain Kassap, Didier Levallet 5:31
- Joëlle Léandre, Urs Leimgruber, Lucia Recio 6:40
- Joe McPhee 5:13
Die Kompositionen stammen von den jeweils genannten Musikern.
Rezeption

Nach Ansicht von John Sharpe, der das Album in All About Jazz rezensierte, würde kein einziges dieser Stücke auch nur annähernd wie der Saxophonist Albert Ayler klingen, der Bezugspunkt des Projekts, obwohl jeder der Musiker klanglich zweifellos in einer von Aylers Einfluss geprägten Welt agiere. Obwohl Kürze in der improvisierten Musik eine Tugend sein kann – man denke nur an die erfolgreichen Alben des Pianisten Matthew Shipp auf Hatology und Thirsty Ear, die ausschließlich aus kurzen Stücken bestehen –, erschwere die hier ständig wechselnde Besetzung die Betrachtung der einzelnen Stücke als Bausteine einer zusammenhängenden Suite. Folglich würden nur wenige Stücke im Gedächtnis haften bleiben. Zwei davon seien Trios. „Ramon Lopez, Barre Phillips, Michel Portal“ lasse sich Zeit und gewinne dadurch an Wirkung; Phillips spiele zielstrebig und konzentriert. Bei „Jean-Jacques Avenel, Simon Goubert, Joe McPhee“ hingegen ermögliche die Vertrautheit mit dem Stück, McPhees Kombination aus dissonantem Schrillen und leidenschaftlicher Melodik schnell zu erfassen.[2]
Doch das abschließende „Joe McPhee“ sei die berührendste Würdigung von Aylers Vermächtnis, so Sharpe weiter. Es würde mit fast unmerklichen Atemgeräuschen beginnen, bevor es in einer zarten, verletzlichen und zitternden Interpretation von Aylers Komposition „Voices“ aus den 1970er-Jahren erblüht. Durch das Einweben von breitem Vibrato gewinne das Stück eine emotional aufgeladene Dimension. Seine Direktheit und seine unmittelbare Intensität würden sich zu einer wunderschönen Meditation vereinen, die Ayler in seiner Blütezeit würdig wäre.[2]
Chrysta Cherrie verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, dieser Livemitschnitt würde einige der besten Musiker der kreativen Improvisationsmusik vereinen, die dem legendären Free-Jazz-Saxophonisten ihre Ehre erwiesen. Ganz im Sinne des kompromisslosen Geistes des Künstlers präsentiere sich 13 Miniatures for Albert Ayler als eine Reihe von Improvisationen. Auch wenn die Besetzung von Titel zu Titel variiert – die Musiker würden zwischen Solo-, Duo- bis Quintett-Besetzungen wechseln – sei das Ziel von 13 Miniatures for Albert Ayler klar: Das Leben dieses visionären Künstlers zu feiern, indem man mit Klängen, die seine wilde, spirituelle, transzendente Musikalität widerspiegeln, die Hütte zum Beben bringe und veranschauliche, wie seine Musik auch 40 Jahre nach seinem Tod noch immer ein Leitstern sei.[3]

Mit 13 Miniatures For Albert Ayler biete das Label RogueArt in Form von zwölf Ausschnitten, denen ein Text des Musikkritikers Daniel Caux (1940–2008), gelesen von seiner Witwe Jacqueline Caux, vorangestellt ist, ein authentisches Echo des Geistes jenes Abends, meint Franpi Barriaux (Citizen Jazz). Der Atem der Saxophone von Raphaël Imbert, Urs Leimgruber, Evan Parker und John Tchicai würde gemeinsam einen subtile Textur aus Quietschgeräuschen und gebrochenen Melodien erschaffen, der Aylers turbulente Persönlichkeit erinnere. Dann werde ein energiegeladener Ausbruch entfacht, wenn das großartige Trio Simon Goubert, Jean-Jacques Avenel und Joe McPhee in den Klangkollisionen die suggestive Kraft des Saxophons suche. Ein Hauch von Lyrik würde schließlich wehen, wenn die beiden Kontrabassisten Joëlle Léandre und Barre Phillips gemeinsam mit dem Dichter Steve Dalachinsky ein mitreißendes Gedicht vortragen. Der Begriff „Miniatur“ sei hier im übertragenen Sinne zu verstehen, denn die Stücke sind zwar nicht besonders kurz, aber sie erzeugten die Albert Ayler so wichtigen Atmosphären „wie eine topografische Karte.“ Mit einer Detailfülle, die einer illuminierten Handschrift würdig sei, begleiteten diese dreizehn Miniaturen seine Musik mehr, als dass sie sie herbeiführen würden. „Dreizehnmal jedoch ist seine Musik in jedem Ton präsent und durchdringt den gesamten musikalischen Austausch.“[4]
Weblinks
- 13 Miniatures for Albert Ayler von Various Musicians and Artists. In: Bandcamp. (englisch).