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2,6-Lutidin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Das 2,6-Lutidin (2,6-Dimethylpyridin) ist eine organische Verbindung, die zu den Heterocyclen (genauer: Heteroaromaten) zählt. Es besteht aus einem Pyridinring, der mit zwei Methylgruppen substituiert ist. Es gehört zur Stoffgruppe der Lutidine, einer Gruppe von sechs Konstitutionsisomeren mit der Summenformel C7H9N. Es besitzt einen charakteristischen nussartigen Geruch.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von 2,6-Lutidin
Allgemeines
Name 2,6-Lutidin
Andere Namen

2,6-Dimethylpyridin (PIN)

Summenformel C7H9N
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit unangenehmem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 108-48-5
EG-Nummer 203-587-3
ECHA-InfoCard 100.003.262
PubChem 7937
Wikidata Q209284
Eigenschaften
Molare Masse 107,16 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,923 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−6 °C[1]

Siedepunkt

144 °C[1]

Dampfdruck

5,5 hPa (20 °C)[1]

pKS-Wert

6,60 (25 °C)[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Brechungsindex

1,4953 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 226302315319
P: 210260302+352305+351+338[1]
Toxikologische Daten

400 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

Pfefferminze enthält 2,6-Lutidin

2,6-Dimethylpyridin kommt natürlich in Teeblättern und den Blättern der Pfefferminze vor.[4] Es wurde aus Steinkohlenteer[5] und Knochenöl isoliert.[6]

Darstellung

Die Darstellung erfolgt analog der Hantzschschen Dihydropyridinsynthese aus Acetessigsäureethylester (als β-Ketocarbonylverbindung), Formaldehyd und Ammoniak im Verhältnis 2:1:1 in Gegenwart von etwas Diethylamin.[7] Durch Oxidation der Methylgruppen entsteht die Dipicolinsäure.

In der organischen Synthese dient das 2,6-Lutidin als sterisch gehinderte Base, beispielsweise bei der Schützung von Alkoholen als Silylether.[8]

Einzelnachweise

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