2. Schlacht von Düppel

Schlacht zwischen deutschen Bundestruppen und dänischen Verbänden während der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (1849) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Zweite Schlacht von Düppel (dänisch: Slaget ved Dybbøl) am 13. April 1849 war eine Schlacht während der Schleswig-Holsteinischen Erhebung zwischen dänischen Truppen und einer 11.000 Mann starken Streitmacht deutscher Bundestruppen, die vergeblich versuchte, auf die Insel Alsen überzusetzen.[1] Da sich die Kämpfe nicht allein in Düppel abspielten, wird die Schlacht mitunter auch als die Schlacht von Sundeved bezeichnet.

AusgangSieg der dänischen Truppen, deutsche Bundestruppen vor Als gebunden
Schnelle Fakten Datum, Ort ...
2. Schlacht von Düppel
Teil von: Schleswig-Holsteinische Erhebung

Albrecht Adam (1786–1862): Lithographie nach dem Gemälde Die Erstürmung der Düppeler Schanzen 1849.
Datum 13. April 1849
Ort Sundeved/Düppel, Dänemark
Ausgang Sieg der dänischen Truppen, deutsche Bundestruppen vor Als gebunden
Konfliktparteien

Schleswig-Holstein

Danemark Dänemark

Befehlshaber

Karl von Prittwitz

DanemarkDänemark Christian Julius de Meza

Truppenstärke

11.000 Mann

4.000 Mann

Verluste

78 Gefallene & Verwundete

200 Gefallene & Verwundete

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Hintergrund

Nach dem Ende des Waffenstillstands am 3. April wollte Dänemark seine absolute Seeherrschaft auf der Ostsee nutzen, um Eckernförde anzugreifen. Dieser Angriff erfolgte am 5. April, endete jedoch mit dem Verlust zweier Schiffe. Zwar änderte der Verlust nichts an Dänemarks uneingeschränkter Kontrolle über die Ostsee, doch die Niederlage dämpfte die optimistische Stimmung nach Wiederaufnahme des Krieges erheblich. Gleichzeitig bestärkte dieser Sieg die Schleswig-Holsteiner in ihrem Glauben an die militärischen Möglichkeiten in der neuerlichen Konfrontation mit den dänischen Streitkräften. Die Initiative lag somit bei den Deutschen und die dänische Hauptstreitmacht in Schleswig unter General Rye zog sich aus Sundewitt zum Grenzfluss Kongeå, Kolding und in Richtung der Festung Fredericia zurück.[2] Weiter südlich hatte eine kleinere dänische Streitmacht bei Alsen am 3. April die Düppel-Stellung besetzt.[3]

Die Schlacht

Schlacht von Düppel (Zeichnung aus Gustav Kühnschers Bilderbogen.)

Den in Richtung der Insel Alsen zurückgehenden dänischen Truppen folgte eine 11.000 Mann starke deutsche Streitmacht aus bayerischen, hessischen und hannoverschen Bundestruppen, die in der Nacht vom 12. auf den 13. April die Düppel-Stellung erreichten.[2] Am 13. April 1849 trafen sie mit den dänischen Truppen aufeinander.[4] Dabei bombardierten die Deutschen die Dybbøl Banke, wodurch die Dybbøl Mølle getroffen wurde und niedergebrannte.[1] Die Stellung wurde noch am selben Tag von den Dänen aufgegeben. Die Bundestruppen, nunmehr auch noch durch die sächsische Brigade verstärkt, griffen den auf dem Westufer verbliebenen dänischen Brückenkopf am Ahlensund an, wurden jedoch durch massives dänisches Feuer zurückgeworfen. Einen weiteren Versuch, nach Als überzusetzen, unternahm Prittwitz in der Folge nicht,[3] womit der Feldzug im Sundewitt endete.[1]

Folgen

Trotz des Misserfolgs vor Alsen setzte sich der Vormarsch der Bundestruppen in Richtung Jütland fort. Am 23. April scheiterte ein dänischer Gegenangriff bei Kolding, um die schleswig-holsteinische Armee aus der Stadt zu vertreiben. Die dänischen Truppen mussten sich daraufhin weiter nach Norden zurückziehen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich also ein Teil der dänischen Armee (ca. 15.000 Mann unter General De Meza) auf der Insel Als, die 20.000 Mann deutscher Bundestruppen auf dem Festland gegenüberstanden. Die Schleswig-Holsteinische Armee (ca. 16.000 Mann) verfolgte einen Teil von Ryes Truppen und schloss diese in der Festung Fredericia ein.

Rye entkam seinen Verfolgern mit dem Rest seiner Truppen auf die Halbinsel Helgenæs südlich von Mols und band hierbei ein weiteres Kontingent deutscher Bundestruppen. Die deutschen Streitkräfte waren somit in Jütland, vor Fredericia und in Düppel/Sundeved verstreut.[5]

Das dänische Oberkommando verlegte in der Folge Ryes Truppen auf dem Seeweg nach Fünen und weiter nach Fredericia. Auch von Alsen wurden Einheiten dorthin verlegt, was den Dänen durch die lokale Übermacht den erfolgreichen Ausbruch aus Fredericia in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 1849 ermöglichte.[3]

Gedenken

Auf dem Friedhof von Dybbøl befinden sich mehrere Gräber aus dem Krieg von 1848–51 und dem Krieg von 1864. Unter anderem gibt es zwei Grabsteine mit sieben bzw. fünf Namen deutscher Soldaten, die in der Schlacht am 13. April 1849 fielen und auf dem Friedhof beigesetzt wurden.

Literatur

  • Den dansk-tydske Krig i Aarene 1848-50. 2den Del. Krigen i 1849. Boghandler V. Schonemanns Forlag. Nyborg. 1875. S. 452–457. PDF (dänisch). Abgerufen am 12. Februar 2026.
  • Helmuth Graf von Moltke: Moltkes militärische Werke. Geschichte des Krieges gegen Dänemark 1848/49. Berlin, 1893.
  • Claus Bjørn: Fra Eckernförde til ny våbenstilstand. In: Gyldendal og Politikens Danmarkshistorie auf lex.dk. 2012. Link (dänisch). Abgerufen am 12. Februar 2026.

Einzelnachweise

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