203. Ausbildungsfliegerbrigade
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Die 203. Ausbildungsfliegerbrigade benannt nach Wladyslaw Rykow (Militäreinheit Nr. А4104; ukrainisch 203 навчальна авіаційна бригада імені Владислава Рикова, 203 НАБр, в/ч: А4104) ist eine Brigade der ukrainischen Luftstreitkräfte, gehört zu der Nationalen Luftwaffenuniversität Iwan Koschedub in Charkiw, und ist somit für die Ausbildung neuer Piloten zuständig. Sie bildet auf verschiedenen Varianten der Flugzeuge Su-27, L-39 Albatros, An-26, Mi-2 und Mi-8 aus.
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203. Ausbildungsfliegerbrigade | |
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| Aufstellung | 1946 |
| Staat | |
| Streitkräfte | |
| Teilstreitkraft | |
| Truppengattung | |
| Typ | Brigade |
| Unterstellung | |
| Standort | Tschuhujiw, Oblast Charkiw |
| Spitzname | Wladyslaw Rykow-Brigade |
| Motto | Geboren um zu fliegen |
| Schlachten | Russisch-Ukrainischer Krieg |
| Website | Offizielle Facebookseite |
| Führung | |
| Kommandeur | Jewhen Schukrat |
| Insignien | |
| Ehemaliges Verbandsabzeichen | |
| Luftfahrzeuge | |
| Ausbildung | L-39, Su-27UB, Mi-8, Mi-2, An-26 |

Geschichte

Die Brigade geht auf das 810. Ausbildungsfliegerregiment der Sowjetischen Luftwaffe zurück und schwor 1992 nach dem Zerfall der Sowjetunion den Treueid auf das ukrainische Volk.
Im Dezember 1995 wurde sie zur 203. Ausbildungsfliegerbasis umstrukturiert und umfasste das Ausbildungsregiment, ein Fernmeldebataillon, die Funktechnische Unterstützung und ein Flugplatztechnisches Unterstützungsbataillon. Im August 2004 wurde sie dann zur 203. Ausbildungsfliegerbrigade umbenannt und im September 2004 der nationalen Luftwaffenuniversität unterstellt.[1]
Die Brigade nahm an der Operation Northern Falcon teil, um Dänemark beim Gütertransport in Grönland zu unterstützen.[2]
Im Herbst 2013 erhielt die Brigade zusätzlich zu den An-26-, An-26Sh- und Mi-8-Übungsflüglern die L-39S-Schulflugzeuge für die Pilotenausbildung.
Zum Jahr 2014 verfügte die Brigade über 11 L-39M/M1/S, 2 An-26Sh, 2 Mi-8T und 1 An-26. Die von der Brigade genutzte Start- und Landebahn war 2,5 km lang. Im selben Jahr nahm die Brigade auch an Kampfeinsätzen im Donbass-Krieg teil, wofür zwei ihrer Angehörigen, Jewhen Schkurat und Hennadij Dubowyk, mit dem Orden für Tapferkeit III. Grades ausgezeichnet wurden.[3]
Im Sommer 2016 erhielt die Brigade eine reparierte An-26.[4]
Die Brigade erhielt am 1. Dezember 2018 zwei generalüberholte L-39S-Schulflugzeuge.[5]
Am 20. März 2019 erhielt die Brigade einen An-26Sh und zwei Mi-2MSB Mehrzweckhubschrauber.[6][7] Am 28. März 2019 stürzte einer der Mi-2MSB-Hubschrauber der Brigade bei einem routinemäßigen Trainingsflug ab, es gab jedoch keine Verletzten, der Hubschrauber wurde leicht beschädigt, konnte aber repariert werden.[8]
Dann am 25. September 2020 stürzte eine An-26Sh ab. Das Unglück ging als An-26-Absturz von Tschuhujiw 2020 in die Geschichte ein. 26 Menschen (7 Besatzungsmitglieder der Brigade und 19 Kadetten der Luftwaffenniversität) starben, nur ein Kadett überlebte.[9][10][11][12][13][14] Zu den getöteten zählen: Major Bohdan Pocket, Hauptmann Oleksij Ostapenko, Hauptmann Dmytro Dobrelja, Oberleutnant Msuja Aschraf, Oberleutnant Oleh Kosatschenko, Flugtechniker Oleh Schirotschuk und Flugmechaniker Jewhen Iwanow.[15] Am 22. Dezember 2020 wurden der Brigadekommandeur Wjatscheslaw Hlasunow und der Flugleiter Oleksandr Schuk wegen des Verdachts auf Verstoß gegen die Flugausbildungsvorschriften sowie wegen Fahrlässigkeit, die zum Absturz führte, festgenommen.[16][17]
Am 6. Dezember 2021 wurde ein weiteres Flugzeug vom Typ L-39 an die Brigade übergeben.[18]
Am 1. September 2024 stürzte eine Mi-2 der Brigade ab, wobei zwei Menschen ums Leben kamen.[19]
Am 5. Dezember 2024 wurde der Brigade per Dekret von Präsident Wolodymyr Selenskyj der Ehrentitel benannt nach Wladyslaw Rykow verliehen.[20]
Kommandeure
- Oberst Serhij Babenko (Juli–Dezember 2012)
- Oberst Hennadij Dubowyk (Dezember 2012–September 2014)
- Oberst Wjatscheslaw Hlasunow (September 2014–Dezember 2020)
- Oberst Wjatscheslaw Hlasunow (Dezember 2020–Dezember 2021)
- Oberst Andrij Twarkowskyj (Dezember 2021–)
