A Reality Tour

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Die A Reality Tour war die letzte weltweite Konzerttournee des britischen Singer-Songwriters David Bowie zur Unterstützung seines 2003 veröffentlichten und namensgebenden Album Reality.

PräsentationsalbumReality
Anfang der Tournee7. Oktober 2003
Ende der Tournee25. Juni 2004

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Schnelle Fakten Präsentationsalbum, Anfang der Tournee ...
A Reality Tour
von David Bowie
Präsentationsalbum Reality
Anfang der Tournee 7. Oktober 2003
Ende der Tournee 25. Juni 2004

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Konzerte insgesamt 113
Chronologie
Heathen Tour
(2002)
A Reality Tour
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Hintergrund

Bereits im Juni 2003 kündigte Bowie seine erste große Welttournee seit seiner Outside World Tour (1995/96) an mit der Absicht, in 17 Ländern vor insgesamt über einer Million Zuschauern spielen zu wollen.[1][2] Bowie begann seine A Reality Tour am 7. Oktober 2003 in Frederiksberg und endete abrupt am 25. Juni 2004 mit seinem Auftritt beim Hurricane Festival in Scheeßel. Die Tournee führte Bowie und seine Band durch Nordamerika, Europa, Australien, Neuseeland, Asien und Mittelamerika und war mit insgesamt 113 Konzerten die längste und umfangreichste Tournee in Bowies Karriere.[3]

Die Proben für die Tour begannen im Juli 2003, wobei die Band seiner vorherigen Heathen Tour größtenteils unverändert blieb; lediglich Mark Plati war aufgrund anderen Aufträgen verhindert, wodurch Gitarrist Gerry Leonard schließlich zum neuen musikalischen Leiter der Band ernannt wurde.[4]

Die Tour selbst wurde vom Bowie-Biografen Nicholas Pegg als „in mancher Hinsicht [...] noch theatralischer“ als die „Sound+Vision Tour“, eines von Bowies eher theatralischen Unternehmungen, beschrieben.[5] Die Bühne umfasste einen riesigen LED-Bildschirm mit einem erhöhten Laufsteg, mehrere Plattformen, die sich ins Publikum erstreckten, Treppen und „riesige, weißgebleichte Äste“, die „anmutig von beiden Seiten der Bühne herabhingen“.[6] Bowie selbst half bei der Gestaltung der Bühne zusammen mit der Designerin Therese Depreze, dem Lichtdesigner Tom Kenny und der visuellen Leiterin Laura Frank.[7]

Als Vorgruppen der Konzerte traten unter anderem Macy Gray, The Dandy Warhols, Brooke Fraser, die Stereophonics und The Polyphonic Spree auf.

Die A Reality Tour war nicht nur finanziell erfolgreich (sie spielte 46 Millionen US-Dollar ein und war damit die neunterfolgreichste Tour des Jahres 2004[8]), sondern wurde auch von Publikum wie Konzertkritikern äußerst positiv aufgenommen. So meinte ein Kritiker zu Bowies Auftritt am 24. Januar 2004 in Vancouver: „Mit Bowies nahezu makellosem Gesang, seiner brillanten Band und seiner raffiniert umgesetzten Show endete das Konzert mit einem der besten Old-School-Rockkonzerte, die das Heimstadion der Canucks je veranstaltet hat.“[9] Die Kritik zum nächsten Konzert in Seattle einen Tag später fiel ähnlich positiv aus. Bowie sei „immer noch durch und durch ein Superstar … und versprühe immer noch Charme und Sexappeal“, und die Setlist sei eine „Huldigung seines gesamten Lebenswerks“.[10] Bowies Konzert in Las Vegas am 6. Februar 2004 wurde so beschrieben, als würde er „zwischen den Liedern lachen und scherzen“, während das Publikum „in den Gängen tanzte“. Die Kritik war insgesamt positiv.[11]

Der überwiegend positive Verlauf der Tournee wurde durch einschneidende Ereignisse getrübt: So mussten im Dezember 2003 mehrere Konzerte aufgrund einer Halsentzündung bei Bowie in Nordamerika abgesagt und verschoben werden. Am 6. Mai 2004 wurde der Auftritt in Miami abgesagt, nachdem der Lichttechniker Walter „Wally Gator“ Thomas während der Installierung der Lichtanlage in den Tod stürzte.[12] Am 25. Juni 2004 klagte Bowie während eines Auftritts beim Hurricane Festival über Schmerzen im Brust- und Schulterbereich. Zunächst wurde fälschlicherweise angenommen, handele sich um einen eingeklemmten Nerv in der Schulter, doch später stellte sich heraus, die Ursache für die Schmerzen eine akut verstopfte Koronararterie handelte, die bei Bowie beinahe zu einem Herzinfarkt geführt hätte und eine Notfall-Angioplastie in einer Hamburger Klinik erforderlich machte. Die restlichen vierzehn Konzerte der europäischen Festival-Tournee wurden daraufhin abgesagt.[13] In den Jahren nach seiner Genesung reduzierte Bowie seine musikalische Produktivität, unternahm keine Tourneen mehr und trat nur noch vereinzelt auf der Bühne auf. Bis zu seinem Tod am 10. Januar 2016 veröffentlichte er nur noch zwei Studioalben.

Liveaufnahmen

Die beiden Auftritte in Dublin am 22. und 23. November 2003 wurden gefilmt und schließlich knapp ein Jahr später am 19. Oktober 2004 unter dem Titel A Reality Tour auf DVD veröffentlicht. Ein Livealbum derselben Konzertaufnahmen erschien am 25. Januar 2010 ebenfalls unter dem Titel A Reality Tour.

Setlist

Die Setliste umfasste Titel aus Bowies über 30-jähriger Karriere, von The Man Who Sold the World (1970) bis hin zu Reality (2003), sowie Kollaborationen wie Sister Midnight (ursprünglich 1977 auf Iggy Pops Album The Idiot erschienen) und Under Pressure (als Single im Jahr 1981 von Queen und David Bowie veröffentlicht, später auf Queens Album Hot Space von 1982 zu finden) und Ausschnitte von Bowie-Klassikern wie Space Oddity und Golden Years. Die Band hatte für die Tour rund 60 Lieder geprobt, und das große Repertoire an verfügbaren Liedern erlaubte es ihnen, die Setlist von Abend zu Abend zu ändern und manchmal spontan zu erstellen, was eine Abweichung von einigen von Bowies früheren und stark choreografierten Tourneen wie der Serious Moonlight Tour (1983), der Glass Spider Tour (1987) und der Sound+Vision Tour (1990) darstellte. Bowie und seine Band spielten während der Tour jeden Abend über zwei Stunden und spielten an manchen Orten mehr als 30 Lieder.

Beispiel-Setlist

Tourdaten

Weitere Informationen Nr., Datum ...
Nr. Datum Stadt Land Veranstaltungsort Anmerkungen
Leg 1 – Europa
1 7. Oktober 2003 Frederiksberg DanemarkDänemark Forum København
2 8. Oktober 2003 Stockholm SchwedenSchweden Globen
3 10. Oktober 2003 Helsinki Finnland Hartwall Areena
4 12. Oktober 2003 Oslo Norwegen Spektrum
5 15. Oktober 2003 Rotterdam NiederlandeNiederlande Sportpaleis Ahoy’
6 16. Oktober 2003 Hamburg DeutschlandDeutschland Color Line Arena
7 18. Oktober 2003 Frankfurt am Main Festhalle
8 20. Oktober 2003 Paris FrankreichFrankreich Palais Omnisport de Bercy
9 21. Oktober 2003
10 23. Oktober 2003 Assago ItalienItalien FilaForum
11 24. Oktober 2003 Zürich Schweiz Hallenstadion
12 26. Oktober 2003 Stuttgart DeutschlandDeutschland Schleyerhalle
13 27. Oktober 2003 München Olympiahalle
14 29. Oktober 2003 Wien OsterreichÖsterreich Stadthalle
15 31. Oktober 2003 Köln DeutschlandDeutschland Kölnarena
16 1. November 2003 Hannover Preussag Arena
17 3. November 2003 Berlin Max-Schmeling-Halle
18 5. November 2003 Antwerpen Belgien Sportpaleis
19 7. November 2003 Lille FrankreichFrankreich Le Zénith
20 8. November 2003 Amnéville Le Galaxie
21 10. November 2003 Nizza Palais Nikaia
xx 12. November 2003 Toulouse Le Zénith Métropole
22 14. November 2003 Marseille Le Dôme
23 15. November 2003 Lyon Halle Tony Garnier
24 17. November 2003 Manchester EnglandEngland Manchester Evening News Arena
25 19. November 2003 Birmingham National Exhibition Centre
26 20. November 2003
27 22. November 2003 Dublin Irland The Point Depot
28 23. November 2003
29 25. November 2003 London EnglandEngland Wembley Arena
30 26. November 2003
31 28. November 2003 Glasgow Schottland SECC
Leg 2 – Nordamerika/Mittelamerika
xx 6. Dezember 2003 Atlantic City Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Borgata Event Center verlegt auf den 29. Mai 2004
xx 7. Dezember 2003 Fairfax Patriot Center verlegt auf den 16. Mai 2004
xx 9. Dezember 2003 Boston FleetCenter verlegt auf den 30. März 2004
xx 10. Dezember 2003 Philadelphia Wachovia Center verlegt auf den 29. März 2004
xx 12. Dezember 2003 Toronto Kanada Air Canada Centre verlegt auf den 29. März 2004
32 13. Dezember 2003 Montréal Centre Bell
33 15. Dezember 2003 New York City Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Madison Square Garden
34 16. Dezember 2003 Uncasville Mohegan Sun Arena
35 20. Dezember 2003 Nassau Bahamas Atlantis Paradise Island
Leg 3 – Nordamerika
36 7. Januar 2004 Cleveland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten CSU Convocation Center
37 9. Januar 2004 Auburn Hills Palace of Auburn Hills
38 11. Januar 2004 Minneapolis Target Center
39 13. Januar 2004 Rosemont Rosemont Theatre
40 14. Januar 2004
41 16. Januar 2004
42 19. Januar 2004 Denver Fillmore Auditorium
43 21. Januar 2004 Calgary Kanada Pengrowth Saddledome
44 24. Januar 2004 Vancouver General Motors Place
45 25. Januar 2004 Seattle Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Paramount Theatre
46 27. Januar 2004 San Jose HP Pavilion at San Jose
47 30. Januar 2004 Paradise The Joint
48 31. Januar 2004 Los Angeles Shrine Auditorium
49 2. Februar 2004
50 3. Februar 2004 Wiltern Theatre
51 5. Februar 2004 Phoenix Dodge Theatre
52 6. Februar 2004 Paradise The Joint
53 7. Februar 2004 Los Angeles Wiltern Theatre
Leg 4 – Australasien
54 14. Februar 2004 Wellington Neuseeland Westpac Stadium
55 17. Februar 2004 Brisbane AustralienAustralien Entertainment Centre
56 20. Februar 2004 Sydney Entertainment Centre
57 21. Februar 2004
58 23. Februar 2004 Adelaide Entertainment Centre
59 26. Februar 2004 Melbourne Rod Laver Arena
60 27. Februar 2004
61 1. März 2004 Perth Supreme Court Gardens
62 4. März 2004 Singapur Singapur Indoor Stadium
63 8. März 2004 Tokio JapanJapan Nippon Budokan
64 9. März 2004
65 11. März 2004 Osaka Osaka-jō Hall
66 14. März 2004 Hongkong HongkongHongkong Convention and Exhibition Centre
Leg 5 – Nordamerika
67 29. März 2004 Philadelphia Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wachovia Center
68 30. März 2004 Boston FleetCenter
69 1. April 2004 Toronto Kanada Air Canada Centre
70 2. April 2004 Ottawa Corel Centre
71 4. April 2004 Quebec City Colisée Pepsi
72 7. April 2004 Winnipeg Winnipeg Arena
73 9. April 2004 Edmonton Rexall Place
74 11. April 2004 Kelowna Prospera Place
75 13. April 2004 Portland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rose Garden Arena
76 14. April 2004 Seattle KeyArena
77 16. April 2004 Berkeley Community Theatre
78 17. April 2004
79 19. April 2004 Santa Barbara County Bowl
80 22. April 2004 Los Angeles Greek Theatre
81 23. April 2004 Anaheim Arrowhead Pond
82 25. April 2004 Loveland Budweiser Events Center
83 27. April 2004 Bee Cave The Backyard
84 29. April 2004 The Woodlands Cynthia Woods Mitchell Pavilion
85 30. April 2004 New Orleans Saenger Theatre
86 5. Mai 2004 Tampa Carol Morsani Hall
xx 6. Mai 2004 Miami James L. Knight Center
87 8. Mai 2004 Atlanta Chastain Park Amphitheater
88 10. Mai 2004 Kansas City Starlight Theatre
89 11. Mai 2004 St. Louis Fox Theatre
90 13. Mai 2004 Hershey Star Pavilion
91 14. Mai 2004 London Kanada John Labatt Centre
92 16. Mai 2004 Fairfax Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Patriot Center
93 17. Mai 2004 Pittsburgh Benedum Center
94 19. Mai 2004 Milwaukee Milwaukee Theatre
95 20. Mai 2004 Indianapolis Murat Theatre
96 22. Mai 2004 Moline The MARK of the Quad Cities
97 24. Mai 2004 Columbus Veterans Memorial Auditorium
98 25. Mai 2004 Buffalo Shea’s Performing Arts Center
99 27. Mai 2004 Scranton Ford Pavilion
100 29. Mai 2004 Atlantic City Borgata Event Center
101 30. Mai 2004
102 1. Juni 2004 Manchester Verizon Wireless Arena
103 2. Juni 2004 Uncasville Mohegan Sun Arena
104 4. Juni 2004 Wantagh Jones Beach Theater
105 5. Juni 2004 Holmdel PNC Bank Arts Center
Leg 6 – Europa
106 11. Juni 2004 Amsterdam NiederlandeNiederlande Amsterdam Arena
107 13. Juni 2004 Newport EnglandEngland Seaclose Park Isle of Wight Festival
108 17. Juni 2004 Bergen Norwegen Koengen Bergen Festival
109 18. Juni 2004 Oslo Frognerbadet Norwegian Wood Festival
110 20. Juni 2004 Seinäjoki Finnland Törnävä Provinssirock
111 23. Juni 2004 Prag Tschechien T-Mobile Arena
112 25. Juni 2004 Scheeßel DeutschlandDeutschland Eichenring Hurricane Festival
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Band

Einzelnachweise

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