Adolf von Donndorf

deutscher Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Adolf Donndorf, ab 1889 von Donndorf, (* 16. Februar 1835 in Weimar; † 20. Dezember 1916 in Stuttgart) war ein deutscher Bildhauer.

„Adolf Donndorf modelliert Bismarck“, Zeichnung von Christian Wilhelm Allers, 1892
Adolf Donndorf

Leben

Adolf von Donndorf war der Sohn des Tischlermeisters Martin Gottlieb Adolf Donndorf (auch Tonndorf) und der Caroline geb. Bäßle. Ursprünglich strebte Donndorf den Lehrerberuf an. Aufgrund seines außerordentlichen Zeichentalents konnte er neben dem Lehrerseminar die Großherzogliche freie Zeichenschule Weimar besuchen, wo er von Franz Jäde unterrichtet wurde. Als 18-Jähriger entschied er sich dann für die Künstlerlaufbahn und wurde Schüler Ernst Rietschels in dessen Atelier in Dresden (1853 bis 1861). Nach dessen Tod führte er gemeinsam mit Gustav Adolph Kietz das Lutherdenkmal für Worms zu Ende. Am 12. November 1864 erfolgte seine Ernennung zum Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie. In der Nachfolge Theodor Wagners war Donndorf von 1876 bis 1910 Professor der Bildhauerei an der Königlichen Kunstschule (ab 1901 Akademie der bildenden Künste) in Stuttgart.[1]

Beim Herstellen eines Gipsabgusses in Donndorfs Atelier in Stuttgart
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Hohensyburg im Ursprungszustand

Seine Söhne waren Karl Donndorf (1870–1941, deutscher Bildhauer) und Martin Donndorf (1865–1937, Weimarer Bürgermeister von 1910 bis 1920).

Ehrungen

  • 1889: Ehrenritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone,[2] verbunden mit dem persönlichen Adelstitel (Nobilitierung).
  • Ehrenbürger von Weimar (1875), Eisenach (1895) und Stuttgart (1910).[3]
  • Der Bildhauer hatte der Stadt seines langjährigen Wirkens angeboten, ihr alle Modelle seiner Werke zu schenken unter der Bedingung, dass eine Möglichkeit der öffentlichen Aufstellung geschaffen wird. Die Weimarer Stadtverwaltung akzeptierte das Geschenk suchte einen Platz für ein Donndorf-Museum aus. Favorisiert wurde ein Anbau an das Posecksche Haus.[3] 1907 wurde das Donndorf-Museum eröffnet. Es ging Ende der 1990er Jahre im Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimars auf.[4]
  • Zum 100. Todestag zeigten das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und die Klassik Stiftung Weimar vom 21. September bis 30. Dezember 2016 die Kabinettausstellung Prominenz in Gips. Das Weimarer Donndorf-Museum im heutigen Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens.[5][6]

Werk (Auswahl)

Herstellung der Form für das Bismarckdenkmal
Die Signatur Adolf von Donndorfs auf dem Bildnismedaillon auf dem Grabmal des Bildhauers Ernst Rietschel

Figurengruppe Mutterliebe:

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI