Bachdenkmal (Eisenach)
Denkmal in Eisenach
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Das Bachdenkmal in Eisenach wurde 1884 auf dem Markt eingeweiht und 1938 auf den Frauenplan verlegt. Das Denkmal ehrt den Komponisten Johann Sebastian Bach, der am 31. März 1685 in Eisenach geboren wurde. Es wurde von dem Bildhauer Adolf von Donndorf geschaffen.

Geschichte
In einer kleinen parkähnlichen Anlage vor dem Eisenacher Bachhaus steht das Bachdenkmal. Es ist das älteste figürliche Denkmal für Johann Sebastian Bach und wurde von Adolf von Donndorf geschaffen und von Hermann Heinrich Howaldt in Braunschweig gegossen. Den Auftrag hierzu hatte 1878 ein Bürgerverein, das „Denkmal-Comitee“, erteilt, dem u. a. der damalige Stadtkantor Carl Müller-Hartung und der in Eisenach lebende Dichter Fritz Reuter angehörten. Zur Finanzierung gaben unter anderem Clara Schumann, Hans von Bülow, Joseph Joachim und Franz Liszt Benefizkonzerte. Die Einweihung erfolgte am 28. September 1884 mit einer Aufführung der h-Moll-Messe BWV 232 unter der Leitung Joseph Joachims.
Das zunächst vor dem Portal der Georgenkirche, Bachs Taufkirche, auf dem Markt errichtete Denkmal wurde 1938 im Zuge einer Umgestaltung des Frauenplans vor das Bachhaus verlegt.[1] Das Denkmal zeigt den Komponisten stehend, in der rechten Hand eine Schreibfeder haltend, vor einem von einem Engel gestützten Notenpult. Auf dem Sockel steht folgende Inschrift:
- IOH. SEB. BACH.
Da der Sockel bei der Verlegung stark gekürzt wurde, befindet sich das ursprünglich darauf angebrachte Relief nun an der rückwärtigen Mauer. Es zeigt die orgelspielende Hl. Cäcilia als Schutzpatronin der Kirchenmusik und darunter die lateinische Wendung Soli Deo Gloria („Gott allein [sei] die Ehre“), mit der Bach seine Werke signierte.[2] Im Zuge der Verlegung verlor das Denkmal außerdem sein den Sockel umgebendes Ziergitter.
Auf dem Denkmalvorplatz wird in jedem Jahr am Vormittag des 21. März der Geburtstag Bachs mit einem Festakt begangen. Im Jahr 2019 wurde das Bachdenkmal umfassend restauriert. Anlässlich des Bachgeburtstags 2026 wird das Denkmalumfeld derzeit erneuert.[3]
Literatur
- Martin Petzoldt: Bachstätten. Ein Reiseführer zu Johann Sebastian Bach. Insel, Frankfurt am Main 2000, ISBN 978-3-458-34220-5.