Adrian Minune
rumänischer Sänger
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Adrian Minune (* 24. September 1974 in Ștefăneștii de Jos, Kreis Ilfov; bürgerlich Adrian Simionescu), auch bekannt als Adrian Copilul Minune und Adi de Vito, ist ein rumänischer Sänger. Er zählt seit den 1990er Jahren zu den bekanntesten Vertretern des rumänischen Manele.

Leben und Karriere
Simionescu ist Rom und begann bereits als Kind zu singen. Auf diesen frühen Karrierebeginn verweist sein ursprünglicher Künstlername Adrian Copilul Minune, der sinngemäß „Adrian, das Wunderkind“ bedeutet. Zeitweise trat er außerdem unter dem Namen Adi de Vito auf.[1]
Bekannt wurde Minune vor allem in den 1990er Jahren, als sich die moderne Manele nach dem Ende des kommunistischen Regimes zunehmend auf dem rumänischen Musikmarkt verbreitete. Die Musikrichtung verbindet Elemente rumänischer Volks- und Unterhaltungsmusik mit musikalischen Einflüssen aus dem Balkanraum sowie aus der türkischen Musik.[2][3] Zu seinen verbreiteten Liedern aus dieser Zeit gehören Of, viața mea!, das er gemeinsam mit Costi Ioniță interpretierte, sowie Așa sunt zilele mele und Chef de chef.[4][3][5]
Im Sommer 2019 erhielt Minunes Lied Așa sunt zilele mele erneut größere öffentliche Aufmerksamkeit. Der schwedische DJ Salvatore Ganacci spielte einen Ausschnitt des Liedes während seines Auftritts beim Musikfestival Neversea. Wenig später verwendete der estnische Musiker Tommy Cash das Stück bei seinem Auftritt auf dem Festival Electric Castle.[6][7][3]
Im Mai 2022 trat Minune beim rumänischen Red Bull SoundClash gemeinsam mit dem Rapper Spike auf. Dabei wurde Chef de chef in einer stilistisch veränderten, Elemente von Manele und Rock beziehungsweise Hip-Hop verbindenden Fassung präsentiert.[5]
Politische Tätigkeit
Bei den rumänischen Kommunalwahlen 2008 kandidierte Simionescu für die Partidul Social Democrat (PSD) und wurde in den Gemeinderat von Ștefăneștii de Jos gewählt.
Am 20. April 2011 legte er sein Gemeinderatsmandat nieder und erklärte zugleich, auch aus der PSD austreten und sich aus der Politik zurückziehen zu wollen.[8]
Privates
Adrian Minune heiratete seine langjährige Lebenspartnerin Elena im Jahr 2004 und hat mit ihr zwei Töchter und einen Sohn.[9]
Diskografie (Auswahl)
Alben
- 1998: Am și eu o domnișoară
- 1998: Băiatul și fata mea
- 1998: Succese lăutărești
- 2006: Inestimabil
- 2006: Yamale Yamale
- 2009: Asculta Muzica Buna
- 2009: Copiii mei
- 2014: M-am născut cu mir în frunte
- 2016: Adios Amor
- 2024: Manele nemuritoare
- 2025: Sunt cel mai fericit părinte
Gemeinschaftsveröffentlichungen
- 1997: Băieții de aur – mit Vali Vijelie
- 1999: Băieții de aur, Vol. 2 – mit Vali Vijelie
- 1999: Băieții de aur, Vol. 4 – mit Vali Vijelie
- 2000: Nu mă uita – mit Vali Vijelie und Tano
- 2000: Autoconcurență – mit Costi Ioniță
- 2000: Băieții de aur, Vol. 5: Eu sunt mare gagicar – mit Vali Vijelie
- 2001: Of, viața mea – mit Vali Vijelie
- 2002: Mă distrez și bine fac! – mit Vali Vijelie
- 2003: Cursa vedetelor continuă... – mit Vali Vijelie
- 2004: Adrian, Stana, Guță – mit Nicolae Guță und Stana Izbașa
Kompilationen
- 2006: The Very Best of Adrian Minune
- 2009: Best Of
- 2011: Best Of
- 2018: Best of Adrian Minune
- 2021: Best of Adrian Minune
Filmografie
Minune war auch in mehreren Filmproduktionen zu sehen. In Tony Gatlifs französisch-rumänischem Spielfilm Gadjo dilo aus dem Jahr 1997 trat er als Musiker auf. 1999 drehte der Regisseur Cătălin Mitulescu während seines Studiums den dokumentarischen Kurzfilm Adrian Copilul Minune, in dem der Sänger über sein Leben und seine Karriere berichtete.[1] In dem von Radu Muntean inszenierten Spielfilm Furia aus dem Jahr 2002 spielte Minune eine fiktionalisierte Version seiner selbst.
- 1997: Gadjo dilo
- 1999: Adrian Copilul Minune (Kurz-Dokumentarfilm)
- 2002: Furia
Literatur
- Margaret H. Beissinger, Speranța Rădulescu, Anca Giurchescu (Hrsg.): Manele in Romania. Cultural Expression and Social Meaning in Balkan Popular Music. Rowman & Littlefield, Lanham 2016, ISBN 978-1-4422-6707-7.
- Adrian Schiop: Șmecherie și lume rea. Universul social al manelelor. 2. Auflage. Editura Cartier, Chișinău 2017, ISBN 978-9975-86-238-7.
Weblinks
- Adrian Minune bei Discogs