Roma

Bevölkerungsgruppe, die die Sprache Romanes gemeinsam hat From Wikipedia, the free encyclopedia

Roma ist ein Oberbegriff für Bevölkerungsgruppen, denen die Sprache Romanes gemeinsam ist.

Musikgruppe beim Internationalen Tag der Roma, Toledo, 2021

Die Roma stammen mutmaßlich vom indischen Subkontinent und leben seit mindestens 700 Jahren in Europa. Sie teilen sich in Gruppen auf, die sich durch Sprache, Kultur und Geschichte unterscheiden und gehören in ihren jeweiligen Heimatländern zu den Minderheiten. In ihrer Gesamtheit bilden sie jedoch die größte ethnische Minderheit Europas.[1]

Die im deutschsprachigen Raum ehemals verbreitete Bezeichnung „Zigeuner“ gilt als diskriminierend.[2] Viele Angehörige der Roma werden ausgegrenzt und waren antiziganistischer Verfolgung ausgesetzt.

Bezeichnungen

Flagge der Roma, 1933 geschaffen und vom ersten Weltromakongress 1971 angenommen

Die Deklination des Romanes Wortes „Rom“ lautet wie folgt: „Rom“ (Einzahl, männlich), „Roma“ (Mehrzahl, männlich), „Romni“ (Einzahl, weiblich), „Romnja“ (Mehrzahl, weiblich).

Roma ist die Eigenbezeichnung der Minderheit in der Sprache Romanes.[3] Historisch belegt sind rom und romni im deutschen Sprachraum 1726 im Waldheimer Lexikon der rothwelschen und der zigeunerischen Sprache mit der Übersetzung „Manns-Person“ und „Frau“.[4] In einer Schrift über „Zigeuner“ aus Preußisch-Litauen von 1793 wird „Rom oder Romma in der mehrern Zahl; Rom in der einfachen.“ als Eigenbezeichnung genannt.[5] Das Romani-Projekt der Universität Graz meint Roma hätten die Eigenbezeichnung Roma aus Indien mitgebracht.[6] Die International Roma Union empfiehlt die Bezeichnung „Roma“ (englisch „Romani“) seit 1971 für alle Menschen mit Roma-Herkunft.[7] Auch der Roma National Congress[8] und die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz verwenden diesen Oberbegriff.[9]

Mit dem Wortpaar „Sinti und Roma“ sind die in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Norditalien und Südosteuropa[10] beheimateten Angehörigen dieser Volksgruppen gemeint. In Österreich bilden Sinti eine kleine Minderheit innerhalb der Gesamtminderheit, weshalb sie dort an zweiter Stelle genannt werden.[11] Auch der Begriff „Romvölker“ ist ein Oberbegriff.[12]

Die Eigenbezeichnung Kale leitet sich von „kalo“ ab, dem Romanes-Wort für „dunkel, schwarz“. Sie wird für albanische Aschkali, finnische Kaale, iberische Calé oder walisische Kaale (Welsh Kale/Volsenenge Kale) verwendet.[13] Die Durchsetzung von Eigenbezeichnungen wie Roma, Aschkali, Beasch, Burgenland-Roma, Lalleri, Kalderasch, Lovara, Manouches, Sinti und Xoraxane[6] im allgemeinen Sprachgebrauch geht auf die Bürgerrechtsbewegung seit den 1970er-Jahren zurück.[2]

Roma bezeichnen Nichtroma meist mit dem Ausdruck Gadzo für Männer und Gadzi für Frauen,[14] wobei es unterschiedliche Schreibweisen gibt, beispielsweise Gadje. Der Begriff bedeutet „Bauer“[15] und hat oft eine negative Konnotation. Im archaischen Sinti-Romanes sind „raklo“ und „rakli“ Bezeichnungen für „Junge“ und „Mädchen“ der Mehrheitsgesellschaft. Im walisischen Romanes beschränkt sich die Bezeichnung zumeist auf die Landbevölkerung mit niedrigerem sozialen Status und wird im Sinne von „Knecht“ oder „Magd“ gebraucht. In den südosteuropäischen Sprachvarietäten können „rakló“ bzw. „rakli“ auch „Sohn“, „Tochter“, „Liebster“ oder „Jungfrau“ bedeuten.[16]

Sprache

Die Linguistik rechnet die vor allem mündlich weitergegebene Sprache Romanes oder Romani zu den neuindischen Sprachen innerhalb der indoarischen Sprachengruppe. Romanes ist keine Amtssprache, obwohl sie nach zurückhaltender Schätzung von weit mehr als 3,5 Millionen Menschen gesprochen wird.[17] Das Romanes stand während der Migration unter starkem Einfluss der Kontaktsprachen und entwickelte als Para-Romani ca. 60 Dialekte.

Aus dem 16. Jahrhundert sind Wortlisten und einzelne Sätze überliefert. 1782 publizierte Johann Christian Christoph Rüdiger Sprache und Herkunft der Zigeuner aus Indien.[18] Seit dem 19. Jahrhundert wird in der englischsprachigen wissenschaftlichen Literatur der Terminus „Romani“ verwendet, der wie „Romanes“ den diskriminierenden Begriff „Zigeunersprache“ ablöst. Seit den 1970er Jahren bemühen sich vor allem intellektuelle Roma um die Emanzipation und Verschriftlichung ihrer Sprache.[19]

Der Wortschatz und Syntax des Romanes wird von der jeweiligen Umgebungsgesellschaft beeinflusst. Ins Deutsche übernommen sind Lehnwörter wie „Bock“ (im Sinne von „auf etwas Bock haben“) als Entlehnung von bok für „Hunger“[20]; „Kaff“ als Entlehnung von gab oder gaw für „Dorf“[21]; „Kohle“ (im Sinne von „Geld“) als Entlehnung von kalo für „schwarz“ über das Rotwelsche „abgebrannt sein“, „schwarz sein“[22]; „Kaschemme“ als Entlehnung von katčima für „Wirtshaus“[23]; „Schund“ als Entlehnung von skunt für „Schmutz“, „Dreck“,[24]; „Zaster“ als Entlehnung von sáster für „Eisen“.[25] Die Rekonstruktion der Migrationsbewegungen der Roma durch Erfassung der Lehnwörter ist nur bedingt möglich.

Die regionalspezifischen Sinti-Dialekte[26] des Romanes bzw. vereinheitlichend „das deutsche Romanes“[27] werden auch als Sintikanes (sintengheri tschib) bezeichnet.

Geschichte und Herkunft

Sprachwissenschaftliche Untersuchungen seit dem 18. Jahrhundert weisen darauf hin, dass die Vorfahren der europäischen Roma aus Zentralindien stammen, von dort nach Nordwesten auswanderten und sich dort länger aufhielten.[28] Genetische Studien aus dem Jahr 2012 bestätigen Nordindien als Herkunftsregion.[28]

Herkunft, Zeitpunkt und Gründe der Abwanderung sind jedoch umstritten. Zu den Kulturen der Vorfahren fehlen gesicherte Belege.[29] Lebendige Verbindungen zu den Herkunftsregionen bestehen seit Jahrhunderten nicht mehr. Versuche, die Roma-Herkunft mit einzelnen indischen Gruppen wie Dom,[28] Jat, Zott oder Luri zu verbinden, sind nicht überzeugend. Die frühe Geschichte der Roma bleibt hypothetisch und lückenhaft.[30] Viele Fragen können Linguisten nicht abschließend klären.[31] Da die Vorfahren der Roma durch verschiedene Regionen mit unterschiedlichen Kulturen wanderten und dort Minderheiten waren, ist ihre Geschichte nicht einheitlich, und bisher wenig erforscht.

Vermutlich leben die Roma spätestens seit dem 14. Jahrhundert in Südosteuropa, nachdem sie Kleinasien durchquerten.[32] Der Wortschatz der Roma enthält keine arabischen Wörter, was gegen eine zweite Migrationsroute über arabischsprachige Gebiete spricht.[33][34]

Diskriminierung, Versklavung und Verfolgung

Antiziganistische Demonstration in Sofia, 2011

In der etwa 700-jährigen Geschichte der Roma in Europa war diese häufig der Versklavung, Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Roma in den Donaufürstentümern Moldau und Walachei als Sklaven gehalten und wie eine Handelsware verkauft oder getauscht. Durch Gesetze wurden 1855/56 etwa 250.000 Roma in eine mittellose Freiheit entlassen. Ihre Besitzer erhielten 4 bis 10 Goldstücke als Entschädigung für den Verlust. Für Neugeborene und Kranke wurde keine Entschädigung gezahlt.[35][36]

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde eine unbekannte Zahl von Roma Opfer des Völkermords an den Sinti und Roma.

In einigen südosteuropäischen Ländern waren Roma in den vergangenen zwei Jahrzehnten mitunter offener Verfolgung ausgesetzt. So wurden während des Kosovo-Krieges ganze Siedlungen von Roma, Aschkali und Balkan-Ägyptern (diese beiden sind ebenfalls der Romaethnie zuzuordnen) von Angehörigen der albanischen Mehrheitsbevölkerung geplündert und niedergebrannt und die Bewohner vertrieben.[37] Aus Bosnien wurden im Zuge „ethnischer Säuberungen“, die alle Ethnien betrafen, die meisten Roma vertrieben. Viele wurden während des Bürgerkriegs Opfer tödlicher Übergriffe.[38]

Bis heute wird von europäischen Politikern über Ausschluss und Abschiebung von Roma diskutiert. Gemeint sind in aller Regel Roma aus Osteuropa, vornehmlich aus Bulgarien, Rumänien, Serbien und Nordmazedonien. Weit über die Grenzen der jeweiligen Länder hinaus wurden derartige Erscheinungen im westlichen Europa aus der Schweiz, Italien, Österreich und Frankreich bekannt.[39]

Gesellschaftlicher Benachteiligung und einer erheblichen Unterdrückung bis hin zu offener Verfolgung unterliegen die osteuropäischen Roma auch in ihren Heimatländern, in denen antiziganistische Haltungen in der Mehrheitsbevölkerung weit verbreitet sind.[40][41]

Demografie

Großgliederung Europas nach Vorschlag des StAGN

In keinem Land der Welt stellen Roma die Bevölkerungsmehrheit. Die größten Gemeinschaften leben in Europa, vor allem in Südosteuropa, Ostmitteleuropa, Südwesteuropa und Russland. Außerhalb Europas leben Roma vor allem in den USA, Brasilien und der Türkei.

In Deutschland lebten 1999 ungefähr 70.000 Roma mit deutscher Staatsbürgerschaft.[42] Die Zahl der Roma mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht aus dem ehemaligen Jugoslawien wurden 1998 auf 40.000 und 50.000 geschätzt.[43][44] Die Zahlen sind mit Unsicherheit behaftet,[45] da sie durch Flüchtlingsströme schwanken und es Schwierigkeiten bei der Datenerhebung gibt. So darf beispielsweise nicht nach der ethnischen Herkunft gefragt werden. Außerdem sind viele Roma assimiliert.[46]

Der Roma-Bevölkerungsanteil ist seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stark gewachsen, insbesondere in Rumänien, Ungarn und der Slowakei.[47][48] In der folgenden Tabelle wurde Europa unterteilt nach Nordeuropa, Westeuropa, Mitteleuropa (mit Südosteuropa und Osteuropa) und Südeuropa. Dabei wurde der Großgliederung Europas nach dem Vorschlag des Ständigen Ausschuss für geographische Namen gefolgt.Laut Statista-Portal wurde 2025 die Anzahl der Roma in einzelnen europäischen Ländern wie folgt geschätzt:

Weitere Informationen Land, Geschätzte Anzahl der Roma ...
LandGeschätzte Anzahl der Roma[49]weitere ReferenzenTeil Europas
Rumänien 1.950.000 [50] Südost
Bulgarien 750.000 Südost
Spanien 700.000 Süd
Ungarn 600.000 Mittel
Slowakei 500.000 Mittel
Serbien 500.000 Südost
Frankreich 310.000 West
Tschechien 275.000 Mittel
Makedonien 185.000 Südost
Griechenland 175.000 [51] Südost
Italien 130.000 Süd
Deutschland 120.000 Mittel
Vereinigtes Königreich 100.000 West
Albanien 100.000 Andere Quelle[52] Südost
Bosnien-Herzegowina 60.000 Südost
Niederlande 40.000 West
Österreich 37.500 [53] Mittel
Portugal 37.500 Süd
Kroatien 35.000 Mittel
Polen 32.500 [54] Mittel
Montenegro 24.000 Südost
Schweden 17.500 Nord
Belgien 12.500 West
Slowenien 10.000 Mittel
Finnland 10.000 Nord
Norwegen 5.000 Nord
Lettland 4.500 Mittel
Litauen 3.350 Mittel
Irland 3.000 West
Estland 1.250 Mittel
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In den Nachfolgestaaten der Sowjetunion leben schätzungsweise folgende Zahlen an Roma: über 400.000 in der Ukraine, um 250.000 in Russland, um 7.000 in Belarus (Zensus 2009) und um 25.000 in Moldau.

Die Schätzungen zur weltweiten Roma-Bevölkerung reichen von zwei bis zwölf Millionen.[55][56] Zuverlässige Angaben zum Bevölkerungsanteil – sei es regional, sei es europaweit oder universal – sind somit ebenfalls in aller Regel schwer möglich.

Untergruppen

Die Rudari sind eine Untergruppe der Roma.[57][58][59] Es gibt eine Vielfalt von Roma-Kulturen, die von den jeweiligen Migrationserfahrungen geprägt sind.[60] Wichtige Kategorien der Selbstbeschreibung sind historische Berufsgruppen (Kalderasch (Kupferschmied), Lovara (Pferdehändler)), die Sprache (z. B. Türkisch in Südosteuropa), die Religionszugehörigkeit (z. B. Moslem in christlichem Umfeld: Xoraxane) oder geografische Herkunftszuschreibungen wie Ägypter oder Sinti Extraixaria für österreichische Sinti.

Gitanos

Die spanische Bezeichnung Gitano (von spanisch egiptano Ägypter)[61] für die iberischen, insbesondere südspanischen Roma, deren Vorfahren seit ihrem ersten dokumentierten Auftreten im Jahre 1425 in das Gebiet des heutigen Spaniens einwanderten, wird von den Gitanos auch als Eigenbezeichnung verwendet wird.[62]

Xoraxane

Xoraxane-Roma, auch türkische Roma, ist die Bezeichnung der muslimischen Roma vom Balkan und aus der Türkei.[63]

Soziale Organisation, Kultur

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten Roma und Sinti in Autobiografien und Romanen als historische Subjekte auf.[64] Bekannte Autoren sind unter anderem die Deutschen Philomena Franz und Otto Rosenberg, die Slowakin Ilona Lacková, die Österreicherin Ceija Stojka, der Franzose Matéo Maximoff und der Ungar Menyhért Lakatos. Sie reflektieren ihre Geschichte und hinterfragen bestehende Stereotype.[64] Thematisch behandeln sie Verfolgung, Generationenkonflikte, Identität, Umbruch, Tradition und gesellschaftliche Stellung.[64]

Traditionell basiert der Zusammenhalt der Roma-Gemeinschaft auf großfamiliären verwandtschaftlichen Beziehungen,[65] wie bei den Gruppen „Sinti, Roma, Lalleri, Lowara oder Manusch“.[66] Ob diese Strukturen heute noch in ähnlicher Form bestehen, ist unklar.

Sesshaftigkeit

Migration ist eine allgemeine Erscheinung in der Geschichte vieler Bevölkerungsgruppen und kein besonderes Merkmal der Roma.[67] Die meisten Roma in Europa, besonders in Osteuropa und Spanien, leben seit vielen Generationen sesshaft, etwa in der Slowakei[68] oder im Burgenland.[69] Nur ein kleiner Teil, vor allem in West- und Mitteleuropa, lebt teils nomadisch oder mit temporärer Abwesenheit vom Wohnort.[70] Bereits 1893 zeigten Zählungen in Ungarn und der Slowakei nur 3,3 % „Wanderzigeuner“ ohne festen Wohnsitz.[71] Ähnliche Zahlen gab es in den 1960er und 1970er Jahren.[72] Der Anteil traditionell reisender Roma nimmt weiter ab. Heute schätzt man, dass höchstens fünf Prozent der Roma weltweit saisonal oder dauerhaft migrieren.[56]

Seit den 1960er Jahren migrieren viele Roma aus Süd- und Südosteuropa als Arbeitsmigranten nach West-, Mittel- und Nordeuropa. Diese Migration blieb unauffällig, da sie als Staatsangehörige ihrer Länder auftraten.[73] Nach dem Systemumbruch in den 1990er Jahren flohen zahlreiche Roma wegen Arbeitslosigkeit, Armut und Krieg als Bürgerkriegsflüchtlinge und Arbeitsmigranten nach Europa.

Wirtschaftliche und soziale Organisation

Noch zu Beginn der 1980er Jahre bezeichnete der Ethnologe Rüdiger Vossen die lose strukturierte kumpania als romatypischen wirtschaftlichen, sozialen und auch politischen Zusammenschluss „mit gruppenbezogener wirtschaftlicher und moralischer Kontrollfunktion“.[74] Inwieweit diese Aussage heute noch zutreffend ist, muss offenbleiben. Das weithin anerkannte Informationsangebot der Seite rombase der Universität Graz reduziert die Bedeutung dieser Organisationsform inzwischen auf die Teilgruppe der Kalderasch und betont den Aspekt der Vielfalt. Die Ethnologin Katrin Reemtsma spricht die kumpania gar nicht an und verweist auf den allgemeinen Wandel der Erwerbsstrukturen, der auch im Falle der Kalderasch die Aufgabe des traditionellen, oft noch ambulant ausgeübten Schmiedehandwerks und den Wechsel in ortsfest ausgeübte andere Berufe zur Folge gehabt habe.[75] Die bereits seit dem 12. Jahrhundert im Kosovo ortsfest lebenden Roma gründeten laut rombase bereits früh anerkannte Gewerbevereinigungen, vergleichbar mit den mittel- und westeuropäischen Handwerkszünften. Dabei hebt die Seite die Bedeutung der Arlije-Roma für die wirtschaftliche und soziale Selbstorganisation hervor.[76]

Nur wenige Roma, welcher Teilgruppe auch immer, üben als Marktbeschicker, Schausteller, Artist, Zirkusfachkraft oder -unternehmer usw. einen Reiseberuf aus.[77] Diese Eigenschaft teilen sie jeweils mit einer Mehrheit von Menschen anderer „ethnischer“ Zuschreibung, wie sie meist aus der Mehrheitsbevölkerung kommen. Im einen wie im anderen Fall schließt das in aller Regel einen ortsfesten Lebensmittelpunkt nicht aus, sondern ein.

In vielen Staaten Europas, zum Beispiel in Bulgarien oder Serbien, gehören die Roma zu den am stärksten von Marginalisierung betroffenen Bevölkerungsgruppen. Ihre soziale Lage ist oftmals von Armut, einem zumeist niedrigen Ausbildungs- und Erwerbsniveau sowie sozialer Stigmatisierung geprägt. Diese Lebenssituation trifft besonders die Roma-Frauen, die sowohl unter sozialer Perspektivlosigkeit als auch unter patriarchalen Familienstrukturen zu leiden haben.

Reinheits- und Meidungsvorschriften

Manche traditionalistische Roma unterscheiden zwischen ritueller ritueller Reinheit und Unreinheit.[78] Für Frauen gelten eigene Regeln. Menstruation und Geburt gelten als „unrein“. Im Katholizismus gab es ähnliche Vorstellungen bei der Aussegnung der Wöchnerin und bei Mariä Lichtmess.[79]

Für muslimische Roma ist Chitan, die religiöse Beschneidung der männlichen Vorhaut, äußerst wichtig, um die rituelle Reinheit Tahāra für das Gebet und die Haddsch zu gewährleisten. Ein unbeschnittener Mann gilt als unrein[80].

Religion

Die Religionszugehörigkeit von Roma korrespondiert in hohem Maße mit der umgebenden Mehrheitsreligion. Dementsprechend gehören sie im europäischen Südosten vielfach den Muslimen oder Orthodoxen an, in Mitteleuropa den Katholiken und Protestanten; auch gibt es Sinti und Roma überall in der Welt, die Mitglieder von Freikirchen sind.[81]

Die Kalderasch gelten in Europa überwiegend als christlich-orthodox.[75] In den USA bekennen sie sich aber auch zur römisch-katholischen Glaubensrichtung. Die Mehrheit deutscher Sinti ist katholisch, wenige sind evangelisch oder gehören einer Freikirche an, zum Beispiel der Pfingstbewegung.[75] Xoraxane-Roma, die in der Türkei, Albanien sowie den vormals osmanischen Teilen der Balkanhalbinsel leben, sind Muslime und praktizieren eine eher liberale Form des Islam, besonders den Sufismus, auch gehören etliche den Bektaschi an.[82]

Politische Entwicklungen seit 1967

1967 gründete sich das Internationale Zigeunerkomitee. 1971, beim ersten Weltromakongress in London, wurde der Begriff Roma verabschiedet, eine Flagge, die Hymne Gelem, Gelem und der Internationale Tag der Roma am 8. April eingeführt.

1978 wurde auf dem zweiten World Romani Congress (WRC) in Genf die International Romani Union (IRU) als Dachverband regionaler und nationaler Interessenvertretungen gegründet.[83] Seit 1979 ist die IRU als nichtstaatliche Organisation (NGO) Mitglied im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen und hat beratenden Status in der UNESCO. Seit 1986 ist sie Mitglied von UNICEF. Ehrenpräsident der IRU war in der Gründungsphase der bekannte Schauspieler Yul Brynner. Er spielte in den 1970er Jahren eine aktive Rolle bei den Bestrebungen der Roma, sich international zusammenzuschließen und internationale Anerkennung zu finden.[83] Eine zweite internationale Vereinigung ist der Roma National Congress (RNC).[84]

In Europa gibt es seit 2005 das European Roma and Travellers Forum (ERTF)[85], dessen Sprecher beide Zusammenschlüsse repräsentieren. Es ist durch ein Partnerschaftsabkommen mit dem Europarat verbunden. Es setzt sich nicht nur für Roma, sondern zugleich für Nichtromagruppen wie Pavee oder Jenische in ähnlichen sozialen, ökonomischen und bildungsmäßigen Problemlagen ein.

Deutschland

1972 wurde in Heidelberg der Sinto Anton Lehmann von einem Polizisten erschossen, es kam zu einer Demonstration zahlreicher Sinti, und es konstituierte sich daraufhin der Verband deutscher Sinti. 1982 schlossen sich dessen Landes- und Ortsverbände zum Dachverband Zentralrat deutscher Sinti und Roma mit Sitz in Heidelberg zusammen. Er ist die staatlich anerkannte Spitzenvertretung der Roma deutscher Staatsbürgerschaft und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Jugend, Frauen und Familie finanziert. Seine Landesverbände werden als Projekte der Landesministerien gefördert. Sein langjähriger Vorsitzender war Romani Rose.

Die Rom und Cinti Union, deren bekanntester Vertreter Rudko Kawczynski war, die Roma-Union-Frankfurt und Bundes Roma Verband[86] vertreten Roma, die in den letzten Jahrzehnten in die Bundesrepublik migriert sind, und setzen sich für deren Bleibe- und Asylrechte ein. Weitere regionale Zusammenschlüsse mit sozialem Schwerpunkt sind die Sinti Allianz Deutschland, Roma Union Grenzland (Aachen), Rom e. V., der Förderverein Roma und die Roma-Union e. V. (Essen).[87] Das feministische Romaniphen Archiv in Berlin setzt sich für Romnja und Sintezze ein. Es versteht sich als progressive Vereinigung und akademisches Zentrum der Sinti und Roma in Deutschland. Unter der Leitung von Isidora Randjelovic wurden 2020 großflächige Studien zur Verbreitung von Rassismus gegen Sinti und Roma sowie zu Ressourcen zu dessen Bekämpfung durchgeführt.[88] Mitglieder des vom Archiv geleiteten IniRromnja-Netzwerks sind unter anderem die Wissenschaftlerin Hajdi Barz und der niedersächsische Jugend-Landesvorsitzende der Grünen, Nino Novakovic. Sie veröffentlichten 2020 die erste akademische Schrift zu Empowerment und Powersharing von Sinti und Roma.[89]

Anerkennung als Minderheit

Seit Ende der 1990er Jahre sind in Deutschland vier nationale Minderheiten anerkannt: Dänen, Friesen, Sorben sowie die deutschen Sinti und Roma. Dies erfolgte nach der Ratifizierung des Rahmenübereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten und 1998 die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen (1998). Der Minderheitenschutz gilt nur für Sinti und Roma deutscher Staatsangehörigkeit und ist nach dem Abstammungsprinzip auf die „Alteingesessenen“ beschränkt.[90] Roma deutscher Staatsangehörigkeit mit Herkunft aus Südosteuropa oder Spanien sind davon ausgeschlossen.

2012 erkannte Schleswig-Holstein als erstes Bundesland neben Dänen und Friesen auch die deutschen Sinti und Roma als Minderheit in Artikel 5 der Landesverfassung an.[91] 2013 unterzeichneten der Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Baden-Württemberg und Ministerpräsident Winfried Kretschmann einen Staatsvertrag zur Stärkung der Kooperation und des Dialogs mit der Minderheit.[92][93][94]

Erinnerungskultur

Mahnmal in Ravensburg zum Gedenken an deportierte Sinti
Mahnmal am Paradeplatz in Würzburg mit Inschrift auf Romanes
Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin

Die Erinnerungskultur in Deutschland ist stark durch den Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus geprägt, der in der Gesellschaft jedoch weniger bekannt als die Verfolgung anderer Gruppen. Ende der 1970er Jahre führten verschiedene Initiativen von Roma zu Veränderungen: 1979 fand im KZ Bergen-Belsen die erste internationale Gedenkkundgebung von Roma statt, 1980 folgte ein Hungerstreik im KZ Dachau[95]. 1989 besetzten Roma das Gelände des ehemaligen Konzentrationslager Neuengamme aus Protest gegen drohende Abschiebungen und 1993 organisierten südwestdeutsche Roma zur KZ-Gedenkstätte Dachau.[96]

Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg eröffnete in den 1990er Jahren die erste Dauerausstellung zum „nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma“. Eine Wanderausstellung wurde bundesweit gezeigt.

Gedenkstätten und künstlerische Erinnerungszeichen finden sich in verschiedenen Städten, darunter Bad Berleburg, Bergen-Belsen, Bremen, Dreihausen, Düsseldorf, Flensburg, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Hildesheim, Kiel, Koblenz, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, Marburg, Merseburg, Mulfingen, Nürtingen, Ravensburg, Wiesbaden und Würzburg.[97] In Berlin wurde 2012 das von Dani Karavan entworfene Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas eingeweiht.[98]

Österreich

Am 15. Juli 1989[99] wurde in Oberwart der erste Roma-Verein Österreichs gegründet. 1999 entstand dort auch eine Roma-Volkshochschule als Teil der Burgenländischen Volkshochschulen.[100] 1995 ermordete der Rechtsextremist Franz Fuchs in Oberwart vier Roma.

In Österreich sind seit 1993 neben Kroaten, Slowaken, Slowenen, Ungarn und Tschechen auch die Roma als nationale Minderheit im Sinne des Volksgruppengesetzes anerkannt.[53][101] Die lokale Sprachvarietät Roman ist anerkannte Minderheitensprache mit Recht auf Schulunterricht, gewisse Verwendung der Sprache bei Amtsgängen und Vertretung in den öffentlich-rechtlichen Medien.[102] Die Volksgruppe bezeichnet sich selbst als österreichische Roma oder Roma und Sinti.[103]

Dieser Schutz autochthoner Minderheiten mit eigener Muttersprache und Volkstum betrifft nur die Burgenland-Roma, Sinti und Lovara, die schon lange vor Gründung der Republik, auf dem Gebiet des heutigen Österreichs leben (ungarisch-burgenländische Roma seit dem 15. Jahrhundert, meist tschechische und süddeutsche Sinti und slowakische Lovara im späten 19. Jahrhundert).[53][104] Von den etwa 8.000 Roma, die in den 1930er Jahren im Burgenland registriert waren, überlebten nur einige hundert den NS-Genozid.[53]

Daneben gibt es auch in den 1960ern als Gastarbeiter, teils aber auch nach Fall des eisernen Vorhangs ab den 1990ern als Flüchtlinge oder illegal[104] zugewanderte Kalderaš und Gurbet (Serbien)[105] sowie Arlije (Nordmazedonien)[106] und auch Angehörige anderer Gruppen, die nicht unter diesen Schutz fallen.[53][104][107] Die letzte Zählung der Statistik Austria 2001 erfasste 6273 Roman Sprechende, davon 4348 österreichische Staatsbürger.[104] Es besteht keine Verpflichtung, die Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe nachzuweisen (§ 1(3) Volksgruppengesetz). Insgesamt schätzt man die Zahl aller Roma in Österreich auf etwa 40.000[104] (25.000–50.000).[53] Damit stellt die anerkannte Minderheit nur einen kleinen Teil der Roma in Österreich.

Der Kulturverein Österreichischer Roma in Wien wurde 1991 gegründet und ist im Volksgruppenbeirat vertreten.[101]

2011 wurde Roman – die Sprache der Burgenland-Roma (für das Burgenland) und die Lieder der Lovara (für Wien und Burgenland) von der Österreichischen UNESCO-Kommission in das Verzeichnis des nationalen immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen.[108] Zweck dieser Ausweisung ist ein verbindlicher Schutz als lebendige Kulturtradition.

Die österreichischen Roma sind heute durchwegs sesshaft integriert. Für die wenigen Fahrenden gibt es zwei offizielle betreute Durchreiseplätze (Braunau und Linz),[104][109] weitere sind wegen der EU-Strategie zur Einbeziehung der Roma bis 2020 in Überlegung.[110]

In Wien gibt es seit 2001 im Gemeindebezirk Floridsdorf einen Romaplatz[111] und einen Sintiweg.[112]

Südosteuropa und Visegrád-Staaten

In den südosteuropäischen Ländern und den Visegrád-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn lebt die große Mehrheit der europäischen Roma-Bevölkerung. In der sozialistischen Phase eröffneten sich in einigen Ländern für Roma eine Reihe von individuellen Möglichkeiten der Qualifizierung und des sozialen Aufstiegs. Es entwickelten sich „Roma-Eliten mit hoher Qualifikation, wie sie in Westeuropa nicht zu finden sind.“[113]

In Rumänien waren die Roma unter Nicolae Ceaușescu jedoch denselben Restriktionen unterworfen wie die übrige rumänische Bevölkerung, so etwa dem Verbot der Abtreibung und dem Zwang, vier Kinder zu bekommen, was viele bereits in der sozialistischen Zeit in Analphabetismus und Elend trieb. Auch die ethnische Diskriminierung der Roma nahm unter Ceaușescu zu.[114] Seither verschlechterte sich die Lebenssituation der südosteuropäischen Roma auch durch die politischen und sozioökonomischen Auflösungs- und Neuformierungsprozesse der 1990er Jahre und durch die damit einhergehenden, durch Ethnisierung und neue Nationalismen ausgelösten Konflikte und Verdrängungen.[115] In Rumänien ereigneten sich zwischen 1990 und 1995 mehr als 30 Fälle von Lynchjustiz gegen Roma.[47]

Bis zu den Jugoslawienkriegen waren die Roma in Jugoslawien relativ gut integriert und hatten vergleichsweise gute Bildungschancen. Viele erreichten höhere Schulabschlüsse, einige sogar einen Hochschulabschluss. Heute ist die Minderheit jedoch wieder auf den vorsozialistischen Stand der Bildungsdiskriminierung zurückgefallen. Im Zuge der Konflikte unter den Nachfolgestaaten Jugoslawiens waren Roma häufig Ziel kollektiver Angriffe durch Angehörige der Mehrheitsbevölkerung. Ihre Wohnstätten wurden zerstört und geplündert, mit dem Ziel, sie zu vertreiben. Ein Beispiel ist die 1999 von albanischen Nationalisten geplünderte und niedergebrannte Romska Mahala in Mitrovica (Kosovo), die von rund 5000 Roma, Aschkali und Balkan-Ägyptern bewohnt war.[116] Viele südosteuropäische Roma flohen vor diesen Angriffen nach West- und Mitteleuropa oder Nordamerika.[117]

Allgemein führten die Privatisierung der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion, Massenentlassungen und die Entstehung eines unregulierten Arbeitsmarktes zu hoher Arbeitslosigkeit und allgemeiner Verarmung und Verelendung der Roma. Die Entlassungen auf dem Land und in kleineren Orten verstärkten zudem die Landflucht in die ohnehin übervölkerten und schlecht ausgestatteten Roma-Viertel („Mahala“) der großen Städte. Die Mahala in Südosteuropa haben Ghetto-Charakter. So gelten die Schulen in den bulgarischen Romavierteln beispielsweise als „in höchstem Maße vernachlässigt“. Der Analphabetismus unter jungen Roma nimmt rapide zu.[118] Die aus der Arbeitswelt Ausgeschlossenen versuchen, ihrer Verelendung vor allem mit Noterwerb zu entrinnen: Sie betreiben kleinen Handel, sammeln und verarbeiten Reste und nehmen Gelegenheitstätigkeiten an. Damit gehen drastisch sinkende Bildungschancen sowie ein erhöhtes Risiko, alkohol- oder drogenabhängig zu werden, einher. Vergleichbare Lebensbedingungen bestehen in südafrikanischen oder südamerikanischen Elendsvierteln. Die Kriminalitätsgefahr sei in den südosteuropäischen Roma-Quartieren jedoch niedriger, bemerkt der Südosteuropaexperte Norbert Mappes-Niediek. „In den großen Vierteln der Roma, in Shuto Orizari in Skopje, Ferentari in Bukarest, Stolipinowo in Plowdiw oder Fakulteta in Sofia, kann sich jeder Besucher frei und unbehelligt bewegen.“[119]

Die verbreitete Vorstellung einer minderheitstypischen Delinquenz lässt sich durch Zahlen nicht belegen. Europäische Kriminalitätsstatistik differenzieren nicht nach „Volksgruppen“, Nationalitäten oder Primärsprachen. „Dass Verbrechen und die Zugehörigkeit zu einer Minderheit nichts miteinander zu tun haben, gehört zu den Standardannahmen moderner polizeilicher Ermittlungsarbeit.“ Ethnic Profiling ist zudem meist verpönt oder verboten. Es gibt daher keine verlässlichen Zahlen. Aussagen zu diesem Thema unterliegen einer typischen statistischen Verzerrung, dem Survivorship Bias, und sind schwer zu interpretieren. Zum anderen müssten solche Zahlen mit denen von Gruppen unter ähnlichen sozialen Bedingungen verglichen werden, die es aber in ganz Europa sonst nicht gibt.[120]

Literatur

Überblicksdarstellungen
Speziell zur Zeitgeschichte
  • Herbert Heuß, Arnold Roßberg (Hrsg.): Schonung für die Mörder? Die justizielle Behandlung der NS-Völkermordverbrechen und ihre Bedeutung für die Gesellschafts und die Rechtskultur in Deutschland (= Zentralrat Deutscher Sinti und Roma-Schriftenreihe; 9). Heidelberg 2015.
  • Wold In der Maur: Die Zigeuner. Wien 1969.
  • Norbert Mappes-Niediek: Arme Roma, böse Zigeuner. Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt. Links, Berlin 2012, ISBN 978-3-86153-684-0.
  • Michael Zimmermann: Rassenutopie und Genozid. Die nationalsozialistische „Lösung der Zigeunerfrage“ (= Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Band 33). Christians, Hamburg 1996, ISBN 3-7672-1270-6.
  • Michael Zimmermann (Hrsg.): Zwischen Erziehung und Vernichtung. Zigeunerpolitik und Zigeunerforschung im Europa des 20. Jahrhunderts. Franz Steiner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-515-08917-3.
Speziell zu Deutschland
  • Hajdi Barz, Asiye Kaya, Gilda Horvath, Dotschy Reinhardt, Riham Abed-Ali: Studie zum Empowerment von Sinti*ze und Rom*nja. Mittweida 2020.
  • Oliver von Mengersen (Hrsg.): Sinti und Roma. Eine deutsche Minderheit zwischen Anpassung und Ausgrenzung (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1573). Bonn 2015, ISBN 978-3-8389-0573-0.
  • Daniel Strauß (Hrsg.): Ungleiche Teilhabe. Zur Lage der Sinti und Roma in Deutschland. RomnoKher-Studie, Mannheim 2021.
  • Susan Tebbutt (Hrsg.): Sinti und Roma in der deutschsprachigen Gesellschaft und Literatur (= Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte. Band 72). Peter Lang, Frankfurt 2001, ISBN 3-631-35349-9.
Speziell zu Österreich
  • Dieter W. Halwachs. Roma and Romani in Austria. In: Romani Studies 5/15/2 (2005), S. 145–173.
Speziell zum Osmanischen Reich
  • Kai Merten: Untereinander, nicht nebeneinander: Das Zusammenleben religiöser und kultureller Gruppen im Osmanischen Reich des 19. Jahrhunderts. Band 6 von Marburger religionsgeschichtliche Beiträge. LIT Verlag, Münster 2014, ISBN 978-3-643-12359-6, 9. Die Roma („Zigeuner“) im Osmanischen Reich, S. 265–279 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Rundfunkberichte

  • Rainer Link: Sinti und Roma in Deutschland – Zwischen Integration und Abschiebung. In: Deutschlandfunk-Sendung „Hintergrund“. 16. September 2018;.
    • Sinti und Roma in Deutschland – Zwischen Integration und Abschiebung. (mp3-Audio; 17,2 MB; 18:49 Minuten) In: Deutschlandfunk-Sendung „Hintergrund“. 16. September 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. September 2018;.
Commons: Roma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Roma – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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