Agnes Giberne
britische Schriftstellerin
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Agnes Giberne (* 19. November 1845 in Belgaum, Britisch-Indien; † 20. August 1939 in Eastbourne, England) war eine britische Schriftstellerin, die etwa 130 Bücher vor allem für Jugendliche und über populärwissenschaftliche Themen schrieb.
Leben und Wirken
Agnes Giberne stammte väterlicherseits aus einer französischen Hugenottenfamilie, die nach England eingewandert war, ihre Mutter Lydia Mary Wilson kam aus Over Worton in Oxfordshire. Die Eltern heirateten 1838, zogen aber bald nach Britisch-Indien, wo Charles Giberne Offizier in der britischen Kolonialarmee wurde. Wenige Jahre nach Agnes’ Geburt 1845 zog die Familie mit ihren Töchtern wieder zurück nach England, wo die Eltern dann getrennt voneinander lebten. Agnes erhielt Privatunterricht und schrieb mit sieben Jahren ihre ersten Geschichten.
Etwa ab 1862 veröffentlichte sie die ersten Texte, wahrscheinlich in Zeitschriften, 1864 erschienen ihre ersten Bücher bzw. Broschüren.[1] Diese waren vor allem Erzählungen für junge Mädchen mit christlichen Ausrichtungen. Später wandte sich Agnes Giberne auch historischen und vor allem populärwissenschaftlichen Themen zu. Ihr erfolgreichstes Buch wurde Sonne, Mond und Sterne (1879), in dem sie in leicht verständlicher Sprache die neuesten Erkenntnisse über das Weltall darstellte, und das auch von Experten gelobt wurde.
Seit etwa 1905 litt Agnes Giberne trotz ihrer zahlreichen veröffentlichten Bücher unter finanziellen Problemen und war auf zusätzliche Unterstützungen angewiesen. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in einem Pflegeheim, wo sie 1939 im Alter von 93 Jahren starb.
Publikationen
Agnes Giberne veröffentlichte etwa 130 Bücher zwischen 1860/1864 und 1930, von denen einige auch in andere Sprachen übersetzt wurden.[2]
- Deutsche Übersetzungen
- Der Kampfplatz des Lebens, Eine Familiengeschichte, Böhme, Leipzig 1879, übersetzt von Marie Morgenstern
- Die Handlangerin des Herrn, Schneider, Basel 1879, übersetzt von Marie Morgenstern[3]
- Vater und Tochter. Eine Erzählung, Schneider, Basel 1881, übersetzt von Marie Morgenstern[4][5]
- Nebel im Thal. Eine Erzählung, 1884, übersetzt von Marie Morgenstern
- Der namenlose Schatten. Eine Familiengeschichte, Weichelt, Hannover 1885, übersetzt von Marie Morgenstern
- Will Forster, der alte Fährmann oder der Weg zum Frieden, Herborn 1892, übertragen von A. Hornung
- Geschichte von den fünf kleinen Vögelchen, Christliches Verlagshaus, Stuttgart 1894, übersetzt von Else Heim
- Sonne, Mond und Sterne, Mit 14 Farbtafeln, Cronbach, Berlin 1894, übersetzt von E. Kirchner, Neudruck 2022 (Digitalisat)
- Nicht verlassen, Calw, Stuttgart 1896, übersetzt von Emmy von Felitzsch
- Das Luftmeer, Cronbach, Berlin 1896, übersetzt von E. Kirchner
- Strahlende Sonnen, Cronbach, Berlin 1896, übersetzt von E. Kirchner
- Unter den Sternen, Cronbach, Berlin 1897, übersetzt von E. Kirchner[6]
- Die Grundfesten der Erde, Cronbach, Berlin 1902, übersetzt von E. Kirchner
Literatur
- Hilmar Schmuck, Will Gorzny (Bearb.): Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700–1910. Band 34. K. G. Saur, München 1982, S. 103, mit deutschsprachigen Ausgaben
Weblinks
- Literatur von und über Agnes Giberne im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Suche nach Agnes Giberne. In: Deutsche Digitale Bibliothek
- Werke von Agnes Giberne Booklooker
- (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven) Oxford Dictionary of National Biographies