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Ahmadou Al Aminou Lo

senegalesischer Ökonom, Verwaltungsbeamter und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Ahmadou Al Aminou Mohamed Lo ist ein senegalesischer Ökonom, hoher Verwaltungsbeamter und Politiker.[1] Seit dem 25. Mai 2026 ist er Premierminister seines Landes; er folgte auf Ousmane Sonko, den Präsident Bassirou Diomaye Faye drei Tage zuvor entlassen hatte.[2]

Leben

Lo war bei seiner Ernennung zum Premierminister 60 Jahre alt.[3] Er besuchte das Prytanée militaire de Saint-Louis (Militärakademie Saint-Louis), legte dort 1985 ein naturwissenschaftliches Baccalauréat als Jahrgangsbester ab und studierte anschließend Wirtschaftswissenschaften an der Université Cheikh Anta Diop in Dakar.[4] Zusätzlich erwarb er ein Diplôme d’Études de Techniques Bancaires am Centre Ouest-Africain de Formation et d’Études Bancaires in Dakar und schloss 2023 ein Executive Master in Islamic Finance an der INCEIF University in Kuala Lumpur ab.[4] Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in Makroökonomie, Bankenregulierung, Finanzmärkten und islamischer Finanzwirtschaft.[3] Den Großteil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte Lo bei der Banque Centrale des États de l’Afrique de l’Ouest, bei der er ab 1987 beschäftigt war und in der er Aufgaben in der Treasury, im Marktgeschäft, in der Bankenfinanzierung sowie in Organisation und Informationssystemen übernahm.[4] Im Dezember 2016 wurde er Nationaldirektor der BCEAO für Senegal, ab Mai 2021 war er zugleich Berater des Gouverneurs, und im Februar 2024 stieg er zum Generalsekretär der Institution auf.[4] Zu seinen dort behandelten Dossiers gehörten senegalesische Eurobondemissionen, Kontakte zu Standard & Poor’s und Moody’s, Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds, Finanzierungsstrukturen für Öl- und Gasprojekte, islamische Finanzierungen, die geplante Einheitswährung der ECOWAS und die Restrukturierung des senegalesischen Bankensystems.[1]

Wirken

Nach dem Machtwechsel von 2024 wurde Lo am 5. April 2024 Minister und Generalsekretär der Regierung; in dieser Funktion war er mit der interministeriellen Koordination, der Nachverfolgung präsidialer Entscheidungen und der administrativen Organisation des Ministerrats betraut.[1] Im Juni 2024 stellte er als Generalsekretär der Regierung staatliche Maßnahmen zur Senkung der Preise für Zucker, Reis, Speiseöl und Brot vor.[5] In der Debatte über Senegals öffentliche Finanzen rief er im Februar 2025 zu Einschnitten beim Lebensstil des Staates auf, nachdem die Verschuldung und das Haushaltsdefizit des Landes stark in die Kritik geraten waren.[6] Am 30. April 2025 wurde er zum Minister beim Präsidenten der Republik ernannt und mit dem Monitoring, der Steuerung und der Evaluierung des nationalen Transformationsprogramms Sénégal 2050 betraut.[7] Präsident Faye ernannte Lo am Abend des 25. Mai 2026 zum Premierminister, nachdem die Entlassung Ousmane Sonkos zur Auflösung der Regierung geführt hatte.[8] Die Ernennung fiel in eine Phase schwerer finanzpolitischer Anspannung, in der der Internationale Währungsfonds ein Kreditprogramm über 1,8 Milliarden US-Dollar nach der Feststellung falsch ausgewiesener Schulden eingefroren hatte und Senegals Schuldenstand für Ende 2024 mit 132 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angegeben wurde.[2] In seiner ersten Erklärung als Premierminister beschrieb Lo die Lage des Landes als Notlage, betonte aber zugleich, seine Ernennung bedeute keinen Kurswechsel, sondern einen Methodenwechsel in der institutionellen Kohärenz und im Regierungshandeln.[1] Nach der Ernennung war Lo mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt, während Sonko am 26. Mai 2026 an die Spitze der Nationalversammlung wechselte.[1] Am 1. Juni 2026 wurden die 30 Minister des Kabinett Lô auf Vorschlag des Premierministers vom Präsidenten der Republik Bassirou Diomaye Faye per Dekret ernannt.[9]

Einzelnachweise

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