Akademie Graz

Kulturverein in Graz From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Akademie Graz ist ein österreichischer Kultur-Verein mit Sitz in Graz. Gründer war 1987 Emil Breisach. Seit November 2006 leitet Astrid Kury die Akademie.

RechtsformVerein
(ZVR: 224962334)
Gründung12. August 1987
SitzNeutorgasse 42, A-8010 Graz
ZweckKultur- und gesellschaftspolitische Aktivitäten und Initiativen
Schnelle Fakten Rechtsform, Gründung ...
Akademie Graz
Logo
Rechtsform Verein
(ZVR: 224962334)
Gründung 12. August 1987
Sitz Neutorgasse 42, A-8010 Graz
Zweck Kultur- und gesellschaftspolitische Aktivitäten und Initiativen
Vorsitz Astrid Kury
Website https://akademie-graz.at
Schließen

Beschreibung

Der Verein zur Pflege von Kultur und Wissenschaft wurde am 12. August 1987 von Emil Breisach gegründet und steht für eine Reihe von kultur- und gesellschaftspolitischen Aktivitäten und Initiativen, die mündige Bürger auffordert, die Verantwortung für unsere Gesellschaft zu tragen und aktiv an deren Gestaltung beizutragen.

Seit 1987 setzt die Akademie Graz Impulse für das kulturelle und gesellschaftspolitische Leben in Graz und in der Steiermark. Der Schwerpunkt liegt in interdisziplinären Recherchen an der Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft. Die Akademie Graz fördert und unterstützt v. a. junge Kunstschaffende in der Region bzw. mit Steiermark-Bezug und widmet sich der Vermittlung kultureller Bildung sowie der kritischen Reflexionen gesellschaftspolitischer Themen.

Kunst öffnet Türen, wo sie keiner sieht, so Peter Weibel. Kunst erschließt multiperspektivische Sichtweisen und öffnet Möglichkeitsräume. Diese Qualität von Kunst ist das tragende Element dieser Vermittlungsarbeit zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen. Es werden in interdisziplinären Kulturprogramme in variierender Zusammenarbeit entwickelt, z. B. mit Universitäten, Museen, Theatern, Kunst- und Sozialvereinen sowie fachspezifischen Initiativen und Interessensorganisationen. Die Akademie Graz ist damit kaleidoskopisch an verschiedenen Orten in Graz und Steiermark präsent. Seit 2017 hat die Akademie in der Neutorgasse auch einen eigenen Raum zur Erforschung kooperativer Prozesse in Kunst und Gesellschaft.

Die aktuellen Themenschwerpunkte der Akademie Graz:

Kunst und Bildung / Kunst und Gesellschaft Kulturelle Bildung, Kunstvermittlung Minderheitenpolitik – Roma in Europa Inklusion – Kunst und Aktivismus im Kontext von Behinderung Sprachenvielfalt in der Steiermark Armut und soziale Gerechtigkeit

Aktivitäten

Beispiele für die Aktivitäten des Vereins sind neben der Ausschreibung des Literaturpreises die Durchführung von künstlerischen Workshops, Ausstellungen und Kunstprojekte sowie 1998 die Mitbegründung des Sommerfestivals La Strada, die Ausstellung Meisterwerke der steirischen Moderne 2003 und das 2005 eröffnete LandArt-Projekt im Schlosspark und in der Au-Landschaft in Gleinstätten.[1]

Mit einer spontan organisierten Ausstellung thematisierte die Akademie Graz 2011 das steirische Bettelverbot und konnte dafür 21 Künstler motivieren, Arbeiten mit Bezug zum Thema Betteln und Bettelverbot herzustellen und in die Ausstellung einzubringen, worüber österreichweit berichtet wurde.[2][3][4]

Literaturpreis

Der Literaturpreis der Akademie Graz wird seit 1994 in Form eines thematischen Literaturwettbewerbs an junge Autoren bis zum 40. Lebensjahr verliehen. Er wurde von Emil Breisach begründet.[5]

Der mit 7400 Euro dotierte Literaturpreis wird von einer Jury vergeben. Fallweise haben sich bereits mehrere hundert Teilnehmer aus dem In- und Ausland beteiligt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen auch mittlerweile renommierte Autoren, u. a. Dimitré Dinev, Bettina Balàka oder Georg Petz.[6]

Preisträger

Weitere Informationen Jahr, Thema ...
Jahr Thema Einreichungen 1. Preis 2. Preis 3. Preis*bis 2019
1997 Kurzprosa[7] Bettina Baláka[8]
1998 Marietta Böning[9] Andrea Sailer[10]
1999 Helwig Brunner
2000 Drama Robert Woelfl[11] Daniela Egger
2001 Lyrik Christoph W. Bauer[12] Anja Utler[13] Arne Rautenberg[14]
2002 Satire Dimitré Dinev Michael Ziegelwagner Dagmar Jenner
2003 Poesie der Stille[15] Michael Staravic[16] Silke Andrea Schümmer[17] Steffen Popp[18]
2004 Erzählungen[19] Georg Petz Elke Papp[20] Ulrike Kotzina[21]
2005 Essay[22] Bettina Baláka[23] Robert Riedl Christopher Ebner[24]
2006 Vision Europa Helwig Brunner Joachim Vötter Robert Riedl[25]
2007 Short Stories Ian Kopacka[26] Andreas Unterweger Karl Michael Kreiner
2008 Theatertexte (Dramen)[5] Bernadette Schiefer Sara Schausberger Pia Hierzegger
2009 Kurzprosa 250 Andreas Unterweger Robert Prosser Valerie Katrin G. Fritsch[27][28]
2010 Streitschriften[29] 50 (!) Ingrid Blasge Gertraud Klemm Hans-Peter Meißnitzer[30]
2011 Zeitgenössische Liebesgedichte Marcus Pöttler Christian Teissl Reinhard Lechner[31]
2012 Roman[32] Sandra Gugić Isabella Feimer Barbara Zeman[33]
2013[34] Graphic Novel Stephan Roiss, Silke Müller Jasmin Puschacher A. Rastambi
2014 LIME LAB Helmut Schranz Kerstin Putz, Georg Reiter, Paul Reiter Sophie Reyer und A.J. Weigoni
2015 LIME LAB 2 Jörg Pieringer Johannes Schrettle Paul Divjak
2016[35][36] Kurzprosa Fast 200[37] Verena Dürr Andreas Pargger[38] Marie Gamillscheg
2017 LIME LAB 3 Georg Oberhumer Nayari Castillo, Reni Hofmüller,

Miriam Raggam, Hans-Holger Rutz

kein 3. Preis
2018[39] Kurzprosa Magdalena Schrefel Martin Peichl Marlene Gölz[40]
2019[41] Kurzprosa Constantin Schwab Alexandra Koch Martin Peichl
2020[42] Kurzprosa Christina Pirker Anna Felnhofer kein 3. Preis
2021 Kurzprosa Cornelia Hülmbauer Raoul Eisele kein 3. Preis
2022 Kurzprosa 180 Sabine Schönfellner Anna Silber kein 3. Preis
2023 Kurzprosa 260 Nina Maria Metzger Antonia Löffler kein 3. Preis
Schließen

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI