Albert Eggers

deutscher Historiker und Archivar (1867–1942) From Wikipedia, the free encyclopedia

Johann Albert Eggers (* 16. August 1867 in Heiligenbruch; † 23. Oktober 1942) war ein deutscher Archivar. Von 1921 bis 1931 war er Leiter des Preußischen Staatsarchivs in Aurich.

Leben

Albert Eggers wurde am 16. August 1867 als Sohn des Kaufmanns Johann Heinrich Eggers in Heiligenbruch geboren. Er besuchte das Gymnasium in Bremen, wo er im Frühjahr 1887 die Reifeprüfung ablegte.[1]

Im Anschluss begann Eggers ein Studium an der Universität Marburg, wo er sich zunächst auf Geschichte und Philologie konzentrierte. Im Herbst 1888 wechselte er an die Universität Berlin und erweiterte seine Fächer um die Geographie. Diese Studien setzte er von Ostern 1890 bis 1892 an der Universität Göttingen fort. Während seiner akademischen Ausbildung besuchte er Vorlesungen und Übungen bei u. a. Wilhelm Dilthey, Adolf von Harnack, Heinrich von Treitschke, Julius Wellhausen und Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff.[1]

Nachdem Eggers den Entschluss gefasst hatte, die archivarische Laufbahn einzuschlagen, kehrte er zu Ostern 1896 für drei weitere Semester an die Universität Marburg zurück. Dort hörte er ergänzend historische, germanistische und juristische Vorlesungen. Am 4. August 1897 legte er erfolgreich die Staatsprüfung für Archivaspiranten ab. Seine ersten beruflichen Erfahrungen im Archivwesen sammelte er als Volontär am Fürstlich Waldeckischen Archiv in Marburg sowie ab Juli 1898 in Beetzendorf, wo er mit der systematischen Ordnung eines Familienarchivs betraut war.[1]

Am 2. Februar 1899 bestand er sein Rigorosum und wurde im selben Jahr an der Universität Marburg zum Dr. phil. promoviert. Seine Dissertation wurde von Georg von Below gefördert.

Anschließend trat Eggers als Hilfsarbeiter bei der Badischen Historischen Kommission in Karlsruhe ein, wo er unter der Leitung von Alexander Cartellieri und Friedrich von Weech an der Bearbeitung der Regesten zur Geschichte der Bischöfe von Konstanz mitwirkte.[2]

Zum 1. April 1901 wechselte Eggers in den preußischen Archivdienst. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte er im Jahr 1921, als er in der Nachfolge von Franz Wachter die Leitung des Preußischen Staatsarchivs in Aurich übernahm. Er leitete das Archiv als Staatsarchivrat bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1931. Er führte dort die Herausgabe der Schriftenreihe „Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands“ fort. Zudem etablierte Eggers in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Emden eine neue Schriftenreihe mit dem Titel „Arbeiten zur Landeskunde und Wirtschaftsgeschichte Ostfrieslands“. Während seiner Amtszeit erschienen davon sieben Hefte.[3] Eggers war Vorstandsmitglied der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer.[4] Er verstarb im Jahr 1942.[5]

Schriften

Einzelnachweise

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