Alexander Schum
deutscher Dramaturg
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Alexander Joseph Schum (* 12. August 1897 in Neunkirchen; † 6. Juni 1979 in Buchholz in der Nordheide) war ein deutscher Dramaturg und ab 1958 stellvertretender Intendant des Saarländischen Rundfunks.
Leben und Wirken
Er war Dramaturg, Spielleiter und Theaterintendant an verschiedenen Theatern in Deutschland.
In Dresden wurde er, von den Städtischen Bühnen Duisburg-Bochum kommend, 1931 Nachfolger des Oberspielleiters Otto Erhardt der Sächsischen Staatstheater. So wurde dort beispielsweise 1932 aus Anlass der Neustädter Woche die Iphigenia in Aulis von Christoph Willibald Gluck unter seiner Regie und der musikalischen Leitung von Fritz Busch mit großem Erfolg aufgeführt.
Im Juni 1933 legte er als Oberspielleiter am Sächsischen Staatstheater in Dresden gemeinsam mit Arthur Börner die Denkschrift Zur nationalen Volksoper! Plan des künstlerischen Neubaues der Dresdener Staatsoper vor, die als Manuskript von der Generalintendanz des Sächsischen Staatstheaters gedruckt wurde und einen Umgestaltungsplan zur Reichsoper beinhaltete.[1]
Im März 1934 wurde er vom Leiter der Landesstelle Sachsen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Heinrich Salzmann, als Regisseur für die „Sächsische Spielgemeinschaft für nationale Festgestaltung“ verpflichtet.[2]
Von September 1934 bis 1945 war er Intendant des Landestheaters Braunschweig.
1958 wurde er stellvertretender Intendant des Saarländischen Rundfunks. Außerdem war er Vorsitzender des Saarländischen Kulturkreises.
Schriften (Auswahl)
- (mit Arthur Börner): Zur nationalen Volksoper! Plan des künstlerischen Neubaues der Dresdener Staatsoper. Dresden 1933.
- (mit Heinrich Sievers, Albert Trapp): 250 Jahre Braunschweigische Staatstheater. Appelhans, Braunschweig 1941.
- Theater in bewegter Zeit: Erinnerungen und Begegnungen. Verlag Die Mitte, 1973.