Alexandre Ineichen

Schweizer römisch-katholischer Ordensgeistlicher, Abt der Territorialabtei Saint-Maurice From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Alexandre Ineichen ist heimatberechtigt in Inwil[1] und wuchs in Ollon im Chablais auf.[2] Er besuchte zunächst die Schule in Monthey[3] und von 1982 bis 1987 das Collège der Abtei Saint-Maurice.[2] 1987 erlangte er dort die naturwissenschaftliche Maturität.[3] Ineichen trat am 30. Januar 1988 der Ordensgemeinschaft der Augustiner-Chorherren in der Abtei Saint-Maurice bei und wurde eingekleidet.[4] Am 9. September 1989 legte er die zeitliche[5] und am 29. August 1992 die ewige Profess ab.[3] Er studierte Philosophie, Katholische Theologie und Mathematik an der Université de Fribourg.[6] Dort erwarb er 1994 mit der Arbeit Les «rationes seminales» chez saint Thomas d’Aquin: des origines à la synthèse scolastique («Die ‹rationes seminales› bei Thomas von Aquin: Von den Ursprüngen zur scholastischen Synthese») das Lizentiat im Fach Katholische Theologie.[7] Zudem erlangte er ein Diplom in Schulmediation und ein Certificate of Advanced Studies in Bildungsmanagement.[6] Durch den Abt der Territorialabtei Saint-Maurice, Bischof Henri Salina CRSA, empfing er am 16. Oktober 1993 die Diakonenweihe[8] und am 21. Mai 1994 das Sakrament der Priesterweihe.[3]

Ineichen unterrichtete ab 1996 die Fächer Mathematik, Physik und Religion am Collège der Abtei Saint-Maurice.[2] Dort wirkte er zudem von 1996 bis 2003 als Supervisor[6] und von 1996 bis 2005 als Präfekt am Internat.[2] Daneben erlangte er 1997 an der Université de Fribourg mit der Arbeit L’espérance conditionnelle en théorie des probabilités («Die bedingte Erwartung in der Wahrscheinlichkeitstheorie») das Lizentiat in den Fächern Mathematik und theoretische Physik.[9] Ab 2003 war er Prorektor und ab 2007 schliesslich Rektor des Collège der Abtei Saint-Maurice. Neben seinen Aufgaben am Collège gehörte er von 2006 bis 2024 dem Rat der Abtei an. Von 2011 bis 2018 fungierte er zusätzlich als Sektionssekretär und von 2023 bis 2025 als Delegat ad omnia. Ab 2025 war er Subprior der Abtei.[6]

Das Generalkapitel der Abtei wählte ihn zum 96. Abt von Saint-Maurice. Papst Leo XIV. bestätigte die Wahl am 31. Oktober 2025.[6] Damit wurde er zudem Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz.[10][11] Die Abtsbenediktion ist für den 19. März 2026 geplant.[12]

Einzelnachweise

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