Ali Ghaleb Himmat
italienischer Geschäftsmann
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Ali Ghaleb Himmat (arabisch علي غالب همت; * 16. Juni 1938 in Damaskus, Syrien) ist ein syrischstämmiger[1] italienischer Geschäftsmann.[2][3][4] Er lebt in Campione d’Italia in Italien, in der Nähe des Youssef Nada.[2] Zumindest 2001 lebte er dort in einer luxuriösen Villa.[5] Er lebte wie Nada in den späten 1970er Jahren und den frühen 1980er Jahren in den USA.[4] 1990 erhielt er die italienische Staatsbürgerschaft.[6] Seine Tochter Huda Himmat war stellvertretende Vorsitzende des Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO).[6]
Religiöse Aktivität
Laut Ian Johnson, dem Autor des Buches Die vierte Moschee gehört Himmat zum ägyptischen Teil der Muslimbrüder.[2] Er leitete von 1973 bis 2002 die Islamische Gemeinschaft in Deutschland.[7]
Himmat war Geschäftsführer und einer der Gründer der 1988 gegründeten Firma al-Taqwa.[4][8][9] Al-Taqwa hatte ihren Sitz in Lugano, und ihr wurde vorgeworfen, Al-Qaida unterstützt zu haben.[10][11] Ein ehemaliger Aktionär von Al-Taqwa war Ibrahim El-Zayat, sein Nachfolger als Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland.[12]
2005 stellte die schweizerische Bundesanwaltschaft das Strafverfahren wegen Verdachts auf Beteiligung und/oder Unterstützung einer kriminellen Organisation gegen die beiden Nada/Al-Taqwa-Verantwortlichen Youssef Nada und Ghaleb Himmat ein.[10] Der zur rechten Szene gehörende Ahmed Huber saß im Verwaltungsrat von al-Taqwa.[13]
Im April 2008 wurde Himmat in Abwesenheit zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt bei einem ägyptischen Militärgerichtsverfahren wegen Mitgliedschaft und Unterstützung einer verbotenen Organisation und Geldwäsche.[14][15]