Alice Hasters

deutsche Journalistin, Buchautorin und Podcasterin From Wikipedia, the free encyclopedia

Alice Haruko Hasters (* 10. Juni[1] 1989 in Köln) ist eine deutsche Journalistin, Autorin, Hörbuchsprecherin und Podcasterin.[2]

Porträtfoto einer jungen schwarzen Frau
Alice Hasters (2024)

Leben

Als jüngste von drei Töchtern ihrer afroamerikanischen Mutter und ihres weißen deutschen Vaters[3] verbrachte Alice Hasters ihre Kindheit und Jugend größtenteils im Kölner Stadtteil Nippes. Im elften Schuljahr absolvierte sie ein Auslandsjahr in Philadelphia an der Central High School.[4]

Nach dem Abitur studierte sie zunächst an der Sporthochschule Köln und später an der Deutschen Journalistenschule in München.[5][6] Hasters schreibt und publiziert insbesondere über Identität, Rassismus, Feminismus und Intersektionalität. Auch in ihrem 2019 erschienenen autobiographischen Debütbuch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten.[7] Der Titel erreichte im Juni 2020 Platz 3 der Spiegel-Bestsellerliste im Ressort Bestseller Paperback Sachbuch 26/2020 und hielt diesen Platz auch in der Kalenderwoche 28/2020.[8][9][10] In der Spiegel-Jahresbestsellerliste Paperback Sachbuch erreichte das Buch Platz 5.[11]

Hasters arbeitete seit ihrem Abschluss u. a. für die Tagesschau und den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).[2]

Von Januar bis März 2023 war sie Fellow des Thomas-Mann-Hauses in Los Angeles.[12]

Seit 2016 produziert und publiziert Hasters mit ihrer Freundin und Kollegin Maximiliane Häcke den Podcast Feuer & Brot.[13] Außerdem moderierte sie 2020–2022 den Podcast Einhundert – Stories mit Alice Hasters, der bei Deutschlandfunk Nova ausgestrahlt wurde.[14][15]

2023 veröffentlichte Hasters ihr zweites Buch Identitätskrise.

Kontroverse

Für bundesweite Aufmerksamkeit sorgte Alice Hasters am 17. Oktober 2023, als sie im Zusammenhang mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel und Israels Reaktionen darauf einen Beitrag auf Instagram veröffentlichte. Darin verurteilte sie den Angriff der Hamas als „zutiefst antisemitisch“, warf aber auch Israels Regierung einen Bruch des Völkerrechts vor und verurteilte „die uneingeschränkte Solidarisierung“ anderer Länder mit Israel. Außerdem schrieb sie, es habe den Anschein, dass die deutsche Gesellschaft Antisemitismus nur durch die Verbreitung von antimuslimischem und antipalästinensischem Rassismus „bekämpfe“.[16][17] Nachdem die schleswig-holsteinische Integrations-Staatssekretärin Marjam Samadzade Hasters’ Beitrag mit einem zustimmenden Kommentar versehen und weiterverbreitet hatte, musste sie ihren Posten im Sozialministerium in Kiel vorzeitig räumen.[18][19]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Hörbücher

Auszeichnungen

Commons: Alice Hasters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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