Alle Toten fliegen hoch
Romanreihe von Joachim Meyerhoff
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Alle Toten fliegen hoch ist der Titel einer sechsteiligen autobiografischen Romanreihe des deutschen Schauspielers, Regisseurs und Schriftstellers Joachim Meyerhoff, die zwischen 2011 und 2024 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Grundlage der ersten drei Werke war ein erfolgreiches Projekt des Autors am Burgtheater Wien mit Erzählungen über sich und seine Familie.[1]
Die Romane
Die Geschichten werden im Grundsatz chronologisch erzählt, allerdings sind in sie auch zahlreiche Rückblenden eingeflochten. Der Autor versteht es dabei neben tragischen Momenten die Komik vieler Situationen herauszustellen.
Der erste im Jahr 2011 erschienene Roman Amerika behandelt die Erlebnisse von Joachim Meyerhoff als 18-jähriger Austauschschüler bei einer Familie in Laramie im US-Bundesstaat Wyoming.
Der folgende Roman Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war erschien im Jahre 2013. In diesem wird die Kindheit und Jugend des Autors beschrieben. Seine Familie lebte auf dem Gelände der Psychiatrie in Schleswig, deren Chefarzt der Vater von Joachim Meyerhoff gewesen ist.
Der dritte Teil der Romanreihe wurde 2015 veröffentlicht und trägt den Titel Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. Er beschäftigt sich mit der Zeit seiner Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München. Großen Raum nehmen dabei zudem die Schilderungen des Lebens seiner Großeltern ein, bei denen er untergekommen war. Der Titel ist ein Zitat aus dem Roman Die Leiden des jungen Werthers von Johann Wolfgang von Goethe.
2017 erschien der vierte Roman, der Die Zweisamkeit der Einzelgänger heißt. Das Werk beschäftigt sich mit der Zeit seines frühen Engagements beim Stadttheater Bielefeld und seinen ersten Beziehungen zu verschiedenen Frauen.
Im Jahr 2020 veröffentlichte Joachim Meyerhoff den fünften Teil des Romanzyklus. Der Titel lautet Hamster im hinteren Stromgebiet. Darin wird beschrieben, wie der inzwischen am Burgtheater in Wien engagierte Autor nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und nach produktiven Berufsjahren auf sich selbst zurückgeworfen wird.
Das letzte Werk Man kann auch in die Höhe fallen, ein Zitat von Friedrich Hölderlin, publizierte er 2024. Nach einer persönlichen Krise verbringt Joachim Meyerhoff mehrere Wochen auf dem Land bei seiner 86-jährigen Mutter in Schleswig-Holstein. Er beschreibt deren ungewöhnliches Leben und blickt auf seine bisherige Zeit als Schauspieler und Schriftsteller zurück.
Adaption
Der zweite Band Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war wurde im Jahre 2023 von Sonja Heiss mit Arsseni Bultmann (Joachim), Laura Tonke (Mutter) und Devid Striesow (Vater) verfilmt.[2] Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke ist 2026 von Simon Verhoeven filmisch adaptiert worden. Joachim Meyerhoff wurde von Bruno Alexander gespielt; die Großeltern sind von Senta Berger und Michael Wittenborn dargestellt worden.[3]
Bücher
- Amerika. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 1. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04292-4.
- Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 2. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2013, ISBN 978-3-462-04516-1.
- Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 3. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2015, ISBN 978-3-462-04828-5.
- Die Zweisamkeit der Einzelgänger. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 4. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017, ISBN 978-3-462-04944-2.
- Hamster im hinteren Stromgebiet. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 5. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-00024-5.
- Man kann auch in die Höhe fallen. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 6. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2024, ISBN 978-3-462-00699-5.