Altenritte

Stadtteil von Baunatal From Wikipedia, the free encyclopedia

Altenritte ist ein Stadtteil von Baunatal im nordhessischen Landkreis Kassel.

Schnelle Fakten Stadt Baunatal ...
Altenritte
Stadt Baunatal
Koordinaten: 51° 16′ N,  24′ O
Höhe: 213–278 m ü. NHN
Fläche: 2,4 km²[1]
Einwohner: 2479 (31. Aug. 2022)[2]
Bevölkerungsdichte: 1.033 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1964
Postleitzahl: 34225
Vorwahl: 0561
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Geographische Lage

Altenritte liegt im Ostteil des Naturparks Habichtswald westlich bis südwestlich des 413,4 m ü. NHN hohen Baunsbergs. Etwa nordwestlich von Altenritte liegt an der Bauna, die als westlicher Fulda-Zufluss südliche Bereiche von Altenritte durchfließt und dort von der Lützel gespeist wird, für den städtischen Hochwasserschutz der Polder Schefferfeld. Nördlich des Stadtteils verlaufen die Bundesautobahn 44 sowie die Landesstraße 3215 (ehemalige Bundesstraße 520). Südlich der Ortschaft trifft die L 3218 auf die L 3219.

Geschichte

Ortsgeschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahre 775. 1330 belehnt Landgraf Heinrich den Ritter Johann Riedesel mit Gütern in „Wenigen Ritte“ (Altenritte) und zu „Grosin-Ritte“ (Großenritte).

Die beiden Linden vor der Kirche sind Naturdenkmale. Unter ihnen steht der Rest eines Taufsteins von 1787 und ein alter Gemeindetisch.

Neuere Geschichte

Durch diese rasante Entwicklung in der Gemeinde Altenbauna war es wichtig, neue Kooperationen einzugehen, da durch die Werksansiedlung auch ein verstärkter Zuzug zu verzeichnen war. Dies bedeutete, dass eine entsprechende Wohninfrastruktur geschaffen werden musste. So entstand durch den Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden Altenbauna, Altenritte und Kirchbauna am 1. Januar 1964 die damalige Gemeinde Baunatal. Diese erhielt 1966, nach dem Zusammenschluss mit der Gemeinde Großenritte, die Stadtrechte.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Altenritte 2436 Einwohner. Darunter waren 99 (4,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 384 Einwohner unter 18 Jahren, 885 waren zwischen 18 und 49, 525 zwischen 50 und 64 und 645 Einwohner waren älter.[3] Die Einwohner lebten in 1134 Haushalten. Davon waren 318 Singlehaushalte, 411 Paare ohne Kinder und 297 Paare mit Kindern, sowie 87 Alleinerziehende und 18 Wohngemeinschaften. In 306 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 684 Haushaltungen leben keine Senioren.[3]

Einwohnerentwicklung

 Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

  • 1585: 244 Haushaltungen
  • 1639: 17 Haushaltungen
  • 1747: 37 Haushaltungen
Altenritte: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
 
302
1840
 
337
1846
 
366
1852
 
351
1858
 
344
1864
 
335
1871
 
329
1875
 
361
1885
 
370
1895
 
431
1905
 
537
1910
 
542
1925
 
565
1939
 
698
1946
 
888
1950
 
929
1956
 
873
1961
 
943
1970
 
1.041
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2011
 
2.436
2018
 
2.388
2020
 
2.427
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[4]; Stadt Baunatal[5]; Zensus 2011[3]

Religionszugehörigkeit

 1885:370 evangelische (= 100 %) Einwohner[4]
 1961:821 evangelische (= 87,06 %), 73 katholische (= 7,74 %) Einwohner[4]

Politik

Greben und Bürgermeister

Amtszeiten der Greben und Bürgermeister[6]

  • 1556–1574 Hannß Seibert
  • 1586–1604 Heinrich Seybert
  • um 1640 Johannes Henkes
  • um 1694 Jost Dittmar
  • um 1700 Wilhelm Henkes
  • um 1700 Heinrich Krug
  • um 1703 Johann Ditmar
  • um 1770 Johann Hermann Hellmuth
  • 1800–1820 Johann Hermann Hellmund
  • um 1830 Dietrich Brill
  • 1850–1890 Johann Hermann Hellmund
  • 1890–1900 Johann Krug
  • 1900–1919 Andreas Zahn
  • 1919–1933 Adam Wicke
  • 1933–1945 Hans Werner
  • 1945 Heinrich Krug
  • 1946 Jakob Ahrend
  • 1946–1948 Adam Wicke
  • 1948–1963 Kaspar Reinhardt

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Fachwerkgebäude in Altenritte
  • Im Wohnhaus über der alten Schmiede, Ritterstraße 1, veranschaulicht das Heimatmuseum Hessenstube und das Freilichtmuseum „Alte Schmiede“ die typischen früheren Wohn- und Lebens- und Arbeitsverhältnisse im 19. und 20. Jahrhundert.
  • Von den Bewohnern der Umgebung werden die Altenritter Kuckucke oder auch Stoppen genannt.

Infrastruktur

  • Für das Vereinsleben steht im Ort ein Gemeinschaftshaus seit 1981 zur Verfügung.
  • Die Kleinen können die örtliche Kindertagesstätte besuchen.
  • Bei der Heilandskirche im Ort handelt es sich um eine evangelische Kirche.
Commons: Altenritte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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