Altrock (Adelsgeschlecht)

ursprünglich aus Mecklenburg stammendes, später auch in Pommern und Sachsen ansässiges Adelsgeschlecht From Wikipedia, the free encyclopedia

Altrock ist der Name eines ursprünglich aus Mecklenburg stammenden, später auch in Pommern und Sachsen ansässigen Adelsgeschlechts.

Wappen derer von Altrock.

Geschichte

Die Stammlinie der Familie beginnt mit Jürgen (Georg) Altrock (* um 1672–1753), Amtmann in Feldberg, Mecklenburg. Kaiser Franz I. erhob im Zeitraum 1746–1751[1] nacheinander die folgenden drei in Herzoglich mecklenburg-strelitzsche Diensten befindlichen Personen in den erblichen Reichsadelsstand:[2]

  • den Stallmeister Daniel Altrock am 21. Juni 1746[3]
  • den Oberforstmeister Georg Altrock am 12. August 1749 und
  • den Hof- und Kanzleirat Joachim Altrock am 22. März 1751.

Diese waren die Söhne eines Freibauern und Brüder des bereits am 14. April 1744 von Friedrich dem Großen in den preußischen Adelsstand erhobenen Mecklenburg-Strelitzschen Geheimrats Johann August von Altrock. Letzterer war an den Strelitzschen Hof gekommen, hatte dort Karriere gemacht und anschließend seine Brüder nachgezogen.[2]

Angeblich verdanken die Altrock-Brüder der Herzogin von Mecklenburg-Strelitz die Erhebung in den Adelsstand. Sie sei von den breiten Schultern der Altrocks entzückt gewesen. Einer sei ursprünglich Küchenjunge der andere Stallknecht gewesen.[4]

Später entstanden pommersche[5] und sächsische Zweige des Adelsgeschlechts. In Pommern besaß die Familie die Güter Parpat im Landkreis Greifenberg sowie Roggow und Springe im Landkreis Regenwalde.[6] In Sachsen besaß sie das Gut Kesselshain und Schloss Gröba (von 1908 bis 1945).

Wappen

Das Wappen von 1740 ist gespalten. Es zeigt rechts in Silber einen gold bewehrten und rot bezungten halben schwarzen Adler am Spalt, links auf grünem Hügel einen rot bezungten silbernen Hund mit goldenem Halsband. Auf dem Helm mit rechts schwarz-silbernen und links rot-silbernen Decken ein im Nest stehender Pelikan, der sich die Brust aufritzt und mit seinem Blut seine drei Jungen tränkt, zwischen zwei rechts von Silber und Schwarz und links von Rot uns Silber geteilten Büffelhörnern.[7]

Bekannte Familienmitglieder

Literatur

  • Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preußisches Adels-Lexicon. Band 1, Verlag Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1836, S. 102 (books.google.de).
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 1, Friedrich Voigt, Leipzig 1859, S. 83 (books.google.de).
  • Constantin von Altrock: Geschichte des Geschlechts von Altrock. Ernst Siegfried Mittler und Sohn,[8] Berlin 1901 (Rambow.de).
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch, Justus Perthes, Gotha:
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1908. Jahrgang 2, Gotha 1907 (uni-duesseldorf.de).
    • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.). Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang 34, Gotha 1941.
  • Genealogisches Handbuch des Adels, (GHdA), Hrsg. Deutsches Adelsarchiv: Walter von Hueck, Christoph Franke, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn. ISSN 0435-2408:
    • Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser B (Briefadel). Band IX. Band 46 der Gesamtreihe GHdA. 1970.
    • GHdA, Adelslexikon, Band I, Band 53 der Gesamtreihe GHdA, S. 64, 1972.
    • Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser B. Band XXI, Band 108 der Gesamtreihe GHdA. 1995.
  • Gothaisches Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. Band 4, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv-Gottfried Graf Finck von Finckenstein, Selbstverlag des Deutschen Adelsarchivs, Marburg 2018. ISBN 978-3-9817243-7-0.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI