Amalienhof (Uckerland)

Gemeindeteil von Uckerland From Wikipedia, the free encyclopedia

Amalienhof ist ein bewohnter Gemeindeteil im Ortsteil Wolfshagen der amtsfreien Gemeinde Uckerland im Landkreis Uckermark in Brandenburg.[2]

Amalienhof. Wasserturm. (2015).
Schnelle Fakten Gemeinde Uckerland ...
Amalienhof
Gemeinde Uckerland
Koordinaten: 53° 27′ N, 13° 41′ O
Höhe: 99 m ü. NHN
Einwohner: 16 (Dez. 2015)[1]
Postleitzahl: 17337
Vorwahl: 039745
Amalienhof (Brandenburg)
Amalienhof (Brandenburg)
Lage von Amalienhof in Brandenburg
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Geographie

Der Ort liegt drei Kilometer nordöstlich von Wolfshagen und sieben Kilometer südwestlich von Strasburg (Uckermark). Die Nachbarorte sind Carlslust im Norden, Hornshagen im Nordosten, Fahrenholz im Osten, Kleisthöhe und Lemmersdorf im Südosten, Schlepkow im Süden, Wolfshagen und Carolinenhof im Südwesten, Blücher im Westen sowie Pfarrhof und Mildenitz im Nordwesten.[3]

Orts- und Gutsgeschichte

Der Wohnplatz Amalienhof ist aus einem gutsherrlichen Vorwerk herorvorgegangen, spätestens um 1740, nach anderen Quellen 1725.[4] 1820 galt es als adliges[5] Vorwerk im Besitz der Familie von Schwerin, benannt nach der zweiten Ehefrau des Grafen Otto von Schwerin (1684–1755) auf Gut Wolfshagen, Charlotte Amalia Dorothea, geb. Gräfin von Dönhoff (1703–1762), Tochter der Wilhelmine Amalie von Dohna und des Otto Magnus von Dönhoff.[6][7] Amalienhof blieb lange größtenteils ein Nebengut, welches nachfolgend noch den Status eines Rittergutes erhielt. Um 1835 lebten 30 Einwohner in Amalienhof,[8] in 1860 bestätigt 45 Einwohner.[9]

Der Gutsherr Graf Otto Wilhelm Ludwig von Schwerin (1822–1897), Leutnant a. D.,[10] Sohn des Grafen Herrmann von Schwerin, betrieb in Amalienhof Mitte des 19. Jahrhunderts direkt eine Merino-Schafszucht[11] und bewohnte das Gutshaus Amalienhof,[12] mindestens bis 1896.

Im Jahr 1895 wurden die Amtsbezirke Wolfshagen und Amalienhof vereinigt.[13]

In der Erbfolge kam bis 1918 der 1851 geborene Neffe Hermann Otto Louis Karl Graf von Schwerin an das Gut,[14][15] ihm folgte der Sohn Alexander Graf von Schwerin.[16]

Das Gut Amalienhof und Yorckstath, eine Schäferei, mit 187 ha wurde Anfang des 20. Jahrhunderts verpachtet, an die Familie von Marschall (vom Gut Altengottern III). Zuerst lief die Pacht mit dem Major[17] Gerhard sen. von Marschall, vormals kurzzeitig Gutsbesitzer im mecklenburgischen Bellin und u. a. später in Rostock lebend, dann mit seinem gleichnamigen Sohn Gerhard jun. von Marschall.[18] Dessen jüngster Halbbruder wiederum, der in Amalienhof[19] aufgewachsene Friedrich Wilhelm von Marschall,[20] war später mehrere Jahrzehnte Kaffeeplantagen-Verwalter in Angola.[21][22]

Das alte Gutshaus ist erhalten. Im Jahr 2022 lebten acht Familien im Ort.[23]

Literatur

Einzelnachweise

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