Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck
Amtsgericht in Niedersachsen
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Das Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck ist eines von zehn Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Verden. Es hat seinen Sitz in Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen.
Zuständig ist das Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck für den Landkreis Osterholz. Ihm ist das Landgericht Verden übergeordnet. Zuständiges Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht Celle.
Seit 2005 ist das Amtsgericht Walsrode für die Führung des Handels-, des Genossenschafts- und des Vereinsregisters im Landgerichtsbezirk Verden ausschließlich zuständig. Das Partnerschaftsregister wird seit dem 1. August 2005 zentral bei dem Amtsgericht Hannover geführt. Für Insolvenzverfahren ist das Amtsgericht Verden (Aller) zuständig.
Geschichte
Das Amtsgericht Osterholz war ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Osterholz.
Nach der Revolution von 1848 wurden im Königreich Hannover die Rechtsprechung von der Verwaltung getrennt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft.[1] Das Amtsgericht wurde daraufhin mit der Verordnung vom 7. August 1852 die Bildung der Amtsgerichte und unteren Verwaltungsbehörden betreffend als königlich hannoversches Amtsgericht gegründet. Es umfasste das Amt Osterholz.[2] Das Amtsgericht war dem Obergericht Verden untergeordnet.[3]
Das Amtsgericht Ottersberg wurde 1859 aufgehoben und sein Gerichtsbezirk teilweise dem des Amtsgerichtes Osterholz zugeordnet.[4]
Mit der Annexion Hannovers durch Preußen wurde es zu einem preußischen Amtsgericht in der Provinz Hannover.[5]
Sein Gerichtsbezirk umfasste ab der Neuordnung aufgrund der Reichsjustizgesetze 1879 weiterhin das Amt Osterholz. Es war nun dem Landgericht Verden nachgeordnet.[6] Am Gericht bestanden 1880 zwei Richterstellen. Das Amtsgericht war damit ein mittelgroßes Amtsgericht im Landgerichtsbezirk. Gerichtstage wurden in Ottersberg gehalten.[7]
Im Jahre 1927 erfolgte der Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Osterholz und Scharmbeck zur Gemeinde Osterholz-Scharmbeck. Entsprechend änderte sich der Name des Amtsgerichtes auf Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck.
Durch das Erste Gesetz zur Aufhebung kleiner Amtsgerichte vom 13. Juli 1971 wurde das Amtsgericht Lilienthal zum 1. Januar 1972 aufgehoben. Sein bisheriger Sprengel wurde dem Amtsgericht Osterholz zugeordnet.
Das Amtsgericht Hagen im Bremischen wurde mit dem Dritten Gesetz zur Aufhebung kleiner Amtsgerichte vom 20. Februar 1974 zum 1. Mai 1976 aufgelöst. Sein Sprengel wurde auf die Amtsgerichte Langen und Osterholz aufgeteilt.
Der Gerichtsbezirk umfasst heute das Gebiet der Gemeinden Axstedt, Grasberg, Hambergen, Holste, Lilienthal, Lübberstedt, Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude, Schwanewede, Vollersode und Worpswede.[8]
Gebäude
Das Amtsgericht befindet sich in den denkmalgeschützten zweigeschossigen historisierenden und verklinkerten Gebäuden (siehe auch Liste der Baudenkmale in Osterholz-Scharmbeck):
- Klosterplatz 1 von 1858 mit Walmdach und symmetrischen Fassaden mit mittigem vorgezogenem Giebelrisalit,[9]
- seit 1973 im ehemaligen Kreishaus Rübhofstraße 4 von 1908.[10]