Andrea de Meuron
Schweizer Politikerin
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Andrea de Meuron (* 2. Oktober 1973 in Thun; heimatberechtigt in Bern) ist eine Schweizer Politikerin (Grüne bzw. GFL Bern).

Leben
Andrea de Meuron machte eine Ausbildung zur eidgenössisch diplomierten Metallographin und eine CAS-Weiterbildung im Bereich Nachhaltige Mobilität und Raumplanung an der Universität Bern. Sie arbeitete von 1992 bis 1993 als Fachspezialistin Luftschadstoffemissionsmessungen beim Amt für Umweltschutz und Lebensmittelkontrolle der Stadt Bern und von 1993 bis 1996 als Projektleiterin bei Rolex SA in Biel/Bienne. Von 1996 bis 2009 arbeitete de Meuron als Projektleiterin im Gebiet der Schadensfallanalytik und Prozessoptimierung bei der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa in Dübendorf und Thun und von 2006 bis 2015 war sie Geschäftsleiterin der Regionalgruppe Thun-Oberland des Verkehrs-Club der Schweiz VCS. Ab 2009 arbeitete sie als Bereichsleiterin Mobilität und Gesundheit bei der rundum mobil GmbH Thun, wo sie von 2012 bis 2023 Gesellschafterin und bis 2020 Mitglied der Geschäftsleitung war.[1]
De Meuron lebt in Partnerschaft und hat zwei Kinder. Sie wohnt in Thun.[2]
Politik
De Meuron war von 2007 bis Ende 2018 Mitglied des Stadtrates (Legislative) von Thun, wo sie von 2007 bis 2010 der Sachkommission Sicherheit und von 2010 bis 2018 der Sachkommission Stadtentwicklung angehörte, welcher sie von 2010 bis 2011 als Präsidentin vorstand. Von 2012 bis 2017 war sie Fraktionspräsidentin der Grünen Thun.[3] 2014 wurde sie in den Grossen Rat des Kantons Bern gewählt, wo sie seit 2015 Mitglied der Gesundheits- und Sozialkommission ist. Von 2016 bis 2022 war sie Mitglied des Büros des Grossen Rates. Von 2017 bis 2022 war de Meuron Fraktionspräsidentin der Grünen.[4] Sie war von 2005 bis 2018 im Vorstand der Grünen Thun und von 2009 bis 2016 Präsidentin der Grünen Region Thun. Sie war von 2007 bis 2012 Stiftungsrätin der Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern und von 2009 bis 2013 Mitglied der kantonalen Fachkommission für Gleichstellung. Von 2007 bis 2013 war de Meuron Vorstandsmitglied des VCS Sektion Bern und von 2015 bis 2018 Präsidentin des VCS Thun-Oberland.[5]
De Meuron wurde 2018 in den Gemeinderat (Exekutive) von Thun gewählt, wo sie die neu geschaffene Direktion Finanzen, Ressourcen und Umwelt übernahm. Ihr unterstehen die Finanzverwaltung, das Personalamt, die Informatikdienste, das Bauinspektorat sowie die Fachstelle Umwelt, Energie und Mobilität.[6] 2022 kandidierte sie bei den Thuner Stadtpräsidiumswahlen, ohne gewählt zu werden.[7] 2026 kandidiert sie, bei der Ersatzwahl für Raphael Lanz, erneut.[7][8] Im ersten Wahlgang vom 14. Juni 2026 verpassten alle Kandidatinnen das absolute Mehr, der zweite Wahlgang erfolgte am 5. Juli 2026. De Meuron wurde wieder nicht gewählt. Gewählt wurde Eveline Salzmann.[9]
Zudem rückte sie 2026 für die in die Kantonsregierung gewählte Aline Trede in den Nationalrat nach und trat indes aus dem Grossen Rat zurück,[10] wobei Thomas Hiltpold für sie nachrückte.[11]