Andreas Barthelmess

deutscher Startup-Gründer, Speaker und Publizist From Wikipedia, the free encyclopedia

Andreas Barthelmess (* 1979 in Regensburg) ist ein deutscher Publizist, Ökonom und Unternehmer. Er lebt in Berlin.[1]

Leben

Barthelmess wuchs in Regensburg auf und studierte Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft in Hamburg, Paris und München.

Im Jahr 2004 war Barthelmess einer der Initiatoren des jungen Think Tank 30 unter dem Dach des Club of Rome Deutschland.[2]

Als Geschäftsführer und Manager war er für verschiedenen Tech-Unternehmen und Start-ups tätig.[3][4][5] Heute ist er Publizist, Unternehmer und Investor.

Publikationen

Im Jahr 2006 schlug Barthelmess zusammen mit Philipp Hübl in einem Beitrag im Der Spiegel eine Neugliederung des Bundesgebiets vor, die nur noch sechs Bundesländer vorsieht.[6]

Als Publizist veröffentlicht Andreas Barthelmess regelmäßig Gastbeiträge, unter anderem für FAZ, Die Zeit, Die Welt, Handelsblatt, Neue Zürcher Zeitung, Der Spiegel, Deutschlandfunk Kultur, Cicero, Der Stern, Die Tageszeitung und WirtschaftsWoche.

Über sein im Jahr 2020 erschienenes Buch Die große Zerstörung schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): „Besonders erhellend [ist das Buch], sobald er die Mechanismen der Plattformökonomie und des Überwachungskapitalismus freilegt, wenn er also über Netzwerk- und Skaleneffekte schreibt.“[7] Der Ökonom Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident vom ifo Institut in München, behauptet: „Wer den Zeitgeist verstehen will und wissen will, wohin Wirtschaft und Gesellschaft steuern, muss dieses packende Buch lesen!“.[8] Die Rheinpfalz kommentiert: „21 Jahre nach Florian Illies’ einschneidendem Werk ‚Generation Golf‘ liefert Barthelmess’ Buch ein empathisches und kontroverses Update zur digitalen Kultur.“[9]

Im Buch Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik, bezieht sich Jürgen Habermas auf „eine anschauliche Darstellung“ in Barthelmess' Buch. Habermas schreibt: „Ich versuche daher, eine Hypothese zu erklären und als solche zu plausibilisieren. Wie erwähnt, öffnet das Netz virtuelle Räume, in denen sich die Nutzer auf eine neue Weise zu Autoren ermächtigen können. Mit den sozialen Medien entstehen frei zugängliche öffentliche Räume...“[10] Hier verweist er auf Barthelmess’ Kapitel 7 Polarisierung, Social Media und Welt ohne Gatekeeper.

Ansatz

Barthelmess’ Publikationen folgen der Annahme, dass technischer Fortschritt der Ausgangspunkt gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Entwicklung ist. Kultur, Politik und Ökonomie erscheinen dabei als Epiphänomene einer auto-evolutionären technologischen Dynamik.[11] In seinem Buch beschreibt Barthelmess die Disruption als Signatur unserer Gegenwart. Sie sei „das Phänomen unserer Zeit“ und wirke „immer und überall und in allen Lebensbereichen“ – von Politik und Ökonomie bis zu Kunst, Ernährung und Beziehungen.

Buch

  • Die große Zerstörung: Was der digitale Bruch mit unserem Leben macht, 2020, Berlin: Dudenverlag (Duden), ISBN 978-3411747337

Artikel (Auswahl)

  • Digitale Zukunft – Wir Bildungsbürger mit Höhenangst in Der Spiegel vom 27. September 2020
  • Digitale Medien spalten – So können wir ihre Macht bremsen in FOCUS vom 3. März 2021
  • Twitter, Facebook und Co. – Im toten Winkel der Wokeness in Die Welt vom 21. Oktober 2021
  • Kritik von Philosoph Jürgen Habermas – Social Media essen Diskurs auf (zusammen mit Stefan Börnchen) in Die Tageszeitung vom 19. November 2022
  • Trump hat erfasst, was Sozialdemokraten immer noch nicht verstanden haben in Neue Zürcher Zeitung vom 3. Juli 2025

Gespräche & Interviews (Auswahl)

  • Die große Zerstörung der Digitalisierung, in rbb24 Radio vom 27. Mai 2020[12]
  • Die große Zerstörung, Gespräch mit Tilmann P. Gangloff in „M – Menschen Machen Medien“ ver.di, Bundesvorstand vom 19. Juni 2020[13]
  • Andreas Barthelmess warnt vor einem Zyklus der Zerstörung, Interview für Die Rheinpfalz vom 27. Juni 2020[14]
  • Andreas Barthelmess zur FDP (auf YouTube), Gespräch mit Ulla Fiebig in Bericht aus Berlin, ARD vom 6. Mai 2020[15]
  • Die Macht der Social-Media-Konzerne in Aspekte, ZDF vom 29. April 2022[16]

Videos

Podcasts (Auswahl)

Einzelnachweise

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