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Andreas Paul

deutscher Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) From Wikipedia, the free encyclopedia

Andreas Michael Paul (* 10. Oktober 1978 in Düsseldorf) ist ein deutscher Politiker (AfD). Er ist seit November 2017 Parteimitglied und Ratsherr in Oldenburg (Oldb).[1] Seit 2025 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Werdegang

Nach eigenen Angaben trat Paul 1997 in die Bundeswehr ein und diente zuletzt als Personaloffizier. Er ist ausgebildeter Bürokaufmann.[2] Des Weiteren ist er staatlich geprüfter Betriebswirt.[3][4]

Politische Laufbahn

2017 und 2021 kandidierte Paul während der Bundestagswahl als Direktkandidat im Wahlkreis 27.[5][6] 2021 kandidierte Paul während der Kommunalwahl in Oldenburg und zog nach deren Mandatsverzicht anstelle der gewählten Kandidatin Lidia Bernhardt als einziges AfD-Mitglied in den Stadtrat ein.[7] Während der Bundestagswahl 2025 trat Paul als Direktkandidat im Wahlkreis 27 an, diesmal jedoch auch als Listenkandidat in Niedersachsen. Er zog über die Landesliste in den 21. Deutschen Bundestag ein.[2]

Im deutschen Bundestag innerhalb der AfD-Bundestagsfraktion nimmt er die Funktion als stellvertretender verteidigungspolitischer Sprecher ein.[8]

Des Weiteren ist er Mitglied im Verteidigungsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sowie im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Zusätzlich ist er stellvertretendes Mitglied der parlamentarischen Versammlung der NATO.[9][10]

Seit 2017 ist er Kreisverbandsvorsitzender der AfD in der Stadt Oldenburg.[11][12]

Im Zuge der Aufdeckung von Fällen der Vetternwirtschaft in der AfD Anfang 2026 kritisierte ein damals aus Bundestagsmitteln bezahlter ehemaliger Mitarbeiter, dass Paul ihn verbotenerweise für kommunalpolitische Arbeit eingesetzt habe. Der ehemalige Mitarbeiter warf Paul weiterhin vor, ihn angewiesen zu haben, mehrere Social-Media-Profile unter falschen Namen anzulegen, um durch Interaktion die Reichweite von Pauls Social‑Media‑Postings zu erhöhen. Paul war zudem einer der Administratoren einer „Allianz-Hauptquartier“ betitelten WhatsApp-Gruppe, die laut NDR als „Partei in der Partei“ Strukturen zur persönlichen Bereicherung aufgebaut haben soll.[13][14] Die AfD-Bundestagsabgeordnete Martina Uhr machte gemeinsam mit anderen die Veruntreuung von Geldern und Günstlingswirtschaft um den niedersächsischen Landesvorsitzenden und Vertrauten von Paul Ansgar Schledde publik. Paul legte ihr daraufhin ein vorgefertigtes Dokument zur Unterschrift vor, laut dem Uhr ihr Mandat niederlege. Da Uhr nicht unterschrieb, stellte Paul das Ultimatum, dass die Landesgruppe ihren Fraktionsausschluss beantragen würde, sollte sie ihr Mandat nicht innerhalb eines Tages niederlegen.[15]

Einzelnachweise

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