Andris Kulbergs
lettischer Politiker
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Andris Kulbergs (* 26. Mai 1979 in Riga, Lettische SSR, Sowjetunion) ist ein lettischer Politiker des grün-konservativen Bündnisses Apvienotais saraksts. Er ist seit Mai 2026 Ministerpräsident von Lettland.

Leben
Kulbergs erlangte einen Universitätsabschluss in International Business. Nach seinem Abschluss arbeitete er beim Telekommunikationsunternehmen Lattelekom, wo er für internationale Beziehungen und Marketingprogramme verantwortlich war. Anschließend wechselte er zur Auto Group Baltic und leitete später die lettische Niederlassung der Inchcape-Unternehmensgruppe.
Bei der Parlamentswahl in Lettland 2022 wurde Kulbergs für das politische Bündnis Apvienotais saraksts (deutsch Vereinte Liste) in die Saeima gewählt. Das Bündnis besteht aus der lettischen Grünen Partei (LZP), dem lettischen Verband der Regionen (LRA), der Liepāja-Partei (LP) sowie der Vereinigung „Apvienotais Latvijas saraksts“ (Vereinigte Liste Lettlands), die von dem Liepāja-Bauunternehmer Uldis Pīlēns angeführt und auch von Kulbergs vertreten wird. Auch bei der Europawahl 2024 kandidierte Kulbergs, verfehlte jedoch den Einzug ins Europäische Parlament, in dem sein Bündnis der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer angehört.
Nach dem Rücktritt von Ministerpräsidentin Evika Siliņa am 14. Mai 2026 wurde Kulbergs von Staatspräsident Edgars Rinkēvičs mit der Regierungsbildung beauftragt.[1] Er einigte sich daraufhin mit der liberal-konservativen Vienotība, der rechtskonservativen Nacionālā apvienība und der Agrarpartei Zaļo un Zemnieku savienība auf eine Koalition mit seiner Partei. Am 28. Mai 2026 wurde Kulbergs mit 66 von 100 Stimmen von der Saeima zum Ministerpräsidenten gewählt. Er führt seither das Kabinett Kulbergs.[2] Als Prioritäten seiner Regierung nannte er die Überprüfung des Staatshaushalts, die innere und äußere Sicherheit sowie die Vorbereitung der Parlamentswahl im Oktober 2026.[3][4]