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Anette Michels

deutsche Kunsthistorikerin (1954- ) From Wikipedia, the free encyclopedia

Anette Michels (* 14. März 1954 in Essen) ist eine deutsche Kunsthistorikerin.[1]

Leben und Wirken

Nach ihrer Reifeprüfung 1973 in Bochum studierte Anette Michels Kunstgeschichte, Volkskunde und Erziehungswissenschaft, von 1973 bis 1975 an der Universität Münster und von 1975 bis 1985 an der Universität Bonn. 1981 hielt sie sich zu einem Forschungsaufenthalt in Wien auf. Ihre Promotion erfolgte 1985 bei Justus Müller Hofstede an der Universität Bonn.[2] Zunächst war sie am Museum Ludwig (Köln) und am Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig tätig. Von 1987 bis 2020, also 33 Jahre, war Michels Kustodin der Graphischen Sammlung am Kunsthistorischen Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen. Verbunden war damit die Lehrtätigkeit als Akademische Oberrätin am Kunsthistorischen Institut und die Betreuung der Gemäldesammlung der Tübinger Universität. Außerdem leitete sie als Vorstandsmitglied die Geschäftsstelle der "Tübinger Kunstgeschichtlichen Gesellschaft e.V." und wirkte bei zahlreichen Ausstellungen als Kuratorin mit.[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Philosophie und Herrscherlob als Bild. Anfänge und Entwicklung des süddeutschen Thesenblattes im Werk des Augsburger Kupferstechers Wolfgang Kilian (1581ª1663) (= Kunstgeschichte, Bd. 10). Lit-Verlag, Münster 1987, ISBN 3-88660-301-6 (= Dissertation Universität Bonn).
  • (Mitautorin): Joachim Jacoby (Bearb.): Die deutschen Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die englischen und skandinavischen Werke. Kritisches Verzeichnis mit Abbildungen aller Gemälde. Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Braunschweig 1989, ISBN 3-922279-15-5.
  • Autonome Zeichnungen im Werk von Otto Dix. Zwei unbekannte Arbeiten im Zusammenhang einiger Portrait- und Aktstudien der frühen dreißiger Jahre. In: Stefan Kummer (Hrsg.): Studien zur Künstlerzeichnung. Klaus Schwager zum 65. Geburtstag. Hatje, Stuttgart 1990, S. 292–307, ISBN 3-7757-0306-3.
  • (Hrsg.): Erzählkunst der Graphik (= Kataloge des Hällisch-Fränkischen Museums Schwäbisch Hall, Bd. 7). Thorbecke, Sigmaringen 1993.
  • (Red. u. Mitautorin): 20 Jahre Tübinger Kunstgeschichtliche Gesellschaft e.V. Eine Dokumentation. Thorbecke, Sigmaringen 1993.
  • Zur Geschichte der Graphischen Sammlung des Kunsthistorischen Instituts der Universität Tübingen. In: Anette Michels, Regina Prange: „Erfreuen und belehren“. 100 Jahre Graphische Sammlung am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen (= Aus den Kunstsammlungen der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Bd. 2). Thorbecke, Sigmaringen 1996, ISBN 3-7995-7861-7, S. 11–32.
  • Lucas Kilian fecit. Gezeichnete und gestochene Bilder des Augsburger Kupferstechers Lucas Kilian (1579–1637). In: John Roger Paas (Hrsg.): Augsburg, die Bilderfabrik Europas. Essays zur Augsburger Druckgraphik der frühen Neuzeit (= Schwäbische Geschichtsquellen und Forschungen, Bd. 21). Wißner, Augsburg 2001, S. 41–54, ISBN 3-89639-280-8.
  • (mit Volker Harms, Gottfried Korff u. a.): Achtunddreissig Dinge. Schätze aus den Natur- und Kulturwissenschaftlichen Sammlungen der Universität Tübingen. Tübingen 2006.
  • (Hrsg. u. Mitautorin, mit Anke Te Heesen): Auf – zu. Der Schrank in den Wissenschaften. Akademie-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-05-004359-3.
  • (Hrsg.): Felix Hollenberg / Handbuch für Malerradierer. Das Radieren, die Ätzkunst, der Kupferdruck. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2008, ISBN 978-3-422-02148-8.
  • (Hrsg.): Wissenschaftlerleben mit Kunst. Druckgraphik der Sammlung Heide und Wolfgang Voelter (= Schriften des Museums der Universität Tübingen, MUT, Bd. 2014), ISBN 978-3-9816616-2-0.
  • Die Sammlung Max Kade. In: Inke Beckmann/Lilian Groß (Hrsg.): Kunstschätze aus Hohenlohe. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 2015, ISBN 978-3-88294-470-9, S. 140–161.
  • (Hrsg. u. Mitautorin, mit Stephen Brakensiek u. Anne-Katrin Sors): CopyRight. Adam von Bartsch. Kunst, Kommerz, Kennerschaft. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2016, ISBN 3-7319-0367-9.
  • (Hrsg., mit Celia Haller-Klingler): Kehrseite(n). Von Meisterwerken, Sammlern und Marken. Die Graphiksammler Ernst Riecker (1845–1918) und Otto Freiherr von Breitschwert (1829–1910). Graphik-Kabinett Backnang 2018, ISBN 978-3-9818264-0-1.
  • (Hrsg.): Harald Naegeli - Utopie der Zeichnung. Bestandskatalog der Schenkung Harald Naegeli an die Graphische Sammlung am Kunsthistorischen Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen (= Schriften des Museums der Universität Tübingen, MUT, Bd. 19). Tübingen 2019, ISBN 978-3-9821339-0-4.
  • Da capo ad (in-)finitum. Das Tübinger Kunstgebäude in der Universität 1945–1949. In: Evamarie Blattner/Wiebke Ratzeburg (Hrsg.): Neuanfang?! Kunst- und Kulturpolitik der 1950er Jahre in Tübingen (= Tübinger Kataloge, Bd. 110). Stadtmuseum Tübingen 2019, ISBN 978-3-941818-42-2, S. 66–77.

Einzelnachweise

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