Annelie Wallin

Schwedische Künstlerin, Bildhauerin und Filmemacherin (* 1962) From Wikipedia, the free encyclopedia

Annelie Wallin (* 16. Mai 1962) ist eine schwedische Künstlerin, Bildhauerin und Filmemacherin.

Annelie Wallin
Annelie Wallin in ihrem Kunstwerk Sonnenblumenfeld in Huvudsta (2012)

Leben

Annelie Wallin studierte von 1984 bis 1985 an der Nyckelviksskolan in Stockholm, von 1985 bis 1987 an der Konstskolan Idun Lovén und von 1989 bis 1994 an der Königlichen Kunsthochschule in Stockholm.

Wallin machte sich in den 1990er Jahren als Künstlerin mit einer Reihe beachteter Installationen einen Namen, in denen sie monumentale Skulpturen von Alltagsgegenständen wie Tischen und Schränken baute.[1][2][3][4] Fragen der Identität waren ein zentrales Thema in ihrer frühen Kunst. Dabei untersuchte sie traditionelle Materialien wie Diabas und Bronze ebenso wie vergänglichere Materialien wie Joghurt, Kaffee und Wachs.[5][6][7][8][9]

Ab den 2010er Jahren wurde ihre Kunst aktivistisch, wobei ihr langjähriges ökologisches Engagement in ihre Kunst einfloss.[10][11] In ihrem späteren Werk ist die Natur buchstäblich in den Galerieraum eingedrungen und zu einem zentralen Material geworden. So arbeitet sie mit Schimmelpilzen, deren Wachstum sie in ihre Werke einbindet.[12]

Ein wichtiger Teil ihrer Kunst ist die Kunst im öffentlichen Raum. Dabei mischt sie unterschiedliche Materialien, von klassischen Skulpturen aus Stein, Bronze und Beton, wie in ihrem öffentlichen Kunstwerk Mötesplats („Meeting place“, 2011–2012) für die Stadt Solna,[13] bis hin zu technisch komplexeren Lichtskulpturen wie Ikaros Vingar[14] im Idrottshuset in Jönköping und Strömmar im Quartier Åsikten1 in Uppsala.[15] Sie führte außerdem eine Reihe von Kunstaktionen in Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit durch, darunter Solrosfält i Huvudsta[16] (2012) und Dela trädgård[17] in Anderstorp (zusammen mit Malin Lobell, 2014–2016).[18] Ihre Arbeiten sind zudem in einer Reihe öffentlicher Institutionen vertreten, und sie hat umfangreich in Schweden und international ausgestellt.[19][20]

Wallin produzierte 2025 den Kurzfilm Growing Tree. Darin sieht man sie Papier mit blauer Farbe bemalen, wodurch ein darunterliegender Film sichtbar wird. Dort breiten sich grüne Pilze wie Äste eines Baumes aus. Der Film wurde im Rahmen der Distributors Collection bei den Kurzfilmtagen Oberhausen 2026 gezeigt.[21][22][23]

Wallin ist mit dem Bauingenieur Bo Bergman verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Söhne. Sie war außerdem in der künstlerbetriebenen Galerie ID:I aktiv.[24]

Einzelnachweise

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