Anthonie Coxcie
flämischer Maler
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Leben

Coxcie gehörte zu einer Künstlerfamilie mit langer Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Seine Eltern waren der Landschaftsmaler Jan Coxie (1629–1670), ein Urenkel von Michiel Coxcie (1499–1592), und Jeanne Biset. Anthonie erhielt Unterricht bei seinem Vater und seinem Onkel, dem Maler Charles Emmanuel Bisel (1633–1707). Anthonie begann seine Laufbahn um das Jahr 1691 in Mechelen. 1699 übersiedelte er nach Amsterdam, wo er 1703 das Bürgerrecht erhielt. Dort war Wybrand de Geest d. J. sein Schüler. 1705 wurde er von Friedrich I. nach Berlin berufen und als königlicher Hofmaler angestellt, mit der Bedingung, nur für den König von Preußen zu malen. Nach dem Tod seines Gönners im Jahr 1713 verließ er Berlin und ging er nach Mainz, wo er sich 1716 noch aufhielt. Von dort aus ging er nach Mailand und blieb dort bis zu seinem Tod.
Werk
Er war spezialisiert auf Stillleben, Genreszenen, Porträts und Historienbilder. Er malte im Stil von Anthony van Dyck. Meisterwerke aus der frühen Zeit in Flandern sind das große Gruppenporträt der Familie Faydherbe (1793) und das Familienporträt von Simon und Anne van Haecht sowie ihren Söhnen und Tochter (1694). In der Amsterdamer Zeit entstanden hauptsächlich Porträts von bedeutenden Persönlichkeiten. In Berlin malte er Deckenfresken im Berliner Schloss, im Schloss Charlottenburg und anderen Schlössern Friedrichs I., die die Taten des Königs verherrlichten. 1708 entstanden Fresken in der Kapelle von Schloss Charlottenburg.
Literatur
- Coxie, Anthonie. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 8: Coutan–Delattre. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. 22 (Textarchiv – Internet Archive).
- Friedrich Karl Gottlob Hirsching: Historisch literarisches Handbuch berühmter und denkwürdigen Personen, welche in dem 18. Jahrhunderte gestorben sind. Band 1. Schwarzenberg & Schumann, Leipzig 1794, S. 313. (Volltext in der Google-Buchsuche).
- Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon. Band 3. Schwarzenberg & Schumann, Leipzig 1835, S. 289. (Volltext in der Google-Buchsuche).
Weblinks
Anmerkungen
- Namensvarianten sind: Anthonie Coxie, Anthony Coxie, Antonie Coxie, Jan Anthony Coxie, Jan Antonie Coxie, Jean Antoine de Coxie, Johann Anton Coxcie. Oft wird er mit Peter Coxcie oder Cockx gleichgesetzt, der um 1700 als Kupferstecher in Antwerpen ausgebildet wurde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Coxcie, Anthonie |
| ALTERNATIVNAMEN | Coxie, Anthonie; Coxie, Anthony; Coxie, Antoni; Coxie, Jan Antonie; Coxie, Jan Antoine de; Coxcie, Johann Anton |
| KURZBESCHREIBUNG | flämischer Maler |
| GEBURTSDATUM | um 1660 |
| GEBURTSORT | Mechelen |
| STERBEDATUM | um 1720 |
| STERBEORT | Mailand |