Anton Erhard Martinelli
österreichischer Architekt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Anton Erhard Martinelli (* 1684 in Wien; † 15. September 1747 ebenda) war ein österreichischer Hofarchitekt.

Leben
Bereits sein Vater Francesco Martinelli arbeitete in Wien als Architekt. Anton Erhard Martinelli lernte beim Maurermeister Christian Öttl, wurde 1711 Meister und heiratete Maria Josepha. Ihre Kinder wurden im Stephansdom getauft, beginnend am 13. März 1714 mit Maria Anna Isabella waren die Taufpaten mehrmals Maria Isabella Alfieri und ihr Mann Hieronymus Alfieri, Hofstuckateur und Maria Anna Allio und ihr Mann Donato Felice d’Allio, kaisl. Ingenieur. Ab 1730 erfolgte die Ernennung zum Hofmaurermeister mit 247 Gulden Jahresbezug. Später nahm Martinelli auch Architekturaufträge an und wurde schließlich Hofarchitekt mit Nennung im Hofschematismus. Er war ein vom Adel geschätzter Baumeister. Vor allem für die Familie Esterházy wurde er oft tätig.
Am 4. Oktober 1743 war er in der Schottenkirche mit Frau Maria Josepha Taufpate für den Enkel Franz Joseph Anton. Maria Josepha starb im selben Jahr.[1]
Sein Testament vom 1. Juli 1748 befindet sich im Wiener Stadt- und Landesarchiv.
Werke
(1730–1732)

- Mitarbeit an der Wiener Karlskirche
- Mitarbeit am Palais Schwarzenberg
- Mitarbeit am Schloss Frain an der Thaya, Tschechien (ab 1723)
- Mitarbeit am Schloss Frauenberg, Tschechien
- Schloss Zrinski in Čakovec, Kroatien
- Kathedrale von Blaj, Siebenbürgen
- Kloster der Ursulinen in Wien, mit Sankt Ursula (Wien)
- Palais Thinnfeld in Graz
- 1714–1724: Ehemalige Schlosskapelle und heutige Pfarrkirche Breitenfurt bei Wien-St. Johann Nepomuk
- 1723: Sankt-Jakobs-Kirche in Hřivice, Tschechien
- 1724: Schlosskapelle in Postoloprty, Tschechien
- 1727–1730: Rathaus in Budweis
- 1727–1735: Invalidenhaus in Budapest[2]
- 1730–1732: Schloss Neuwartenburg in Timelkam
- 1732: Pfarrkirche Tribuswinkel (hl. Wolfgang)[A 1]
- Umbauten an Schloss Valtice (Feldsberg)[3]
Der kaiserliche Steinbruch
Vor allem tragende Architekturteile wurden aus härtestem Kaiserstein gearbeitet, so ist eine intensive Zusammenarbeit mit Kaisersteinbrucher Meistern dokumentiert.[4][5]
- Eine Auswahl:
Weblinks
Anmerkungen
- In der Literatur oftmals fälschlicherweise mit dem Namen „Anton Marinelli“ angegeben. So bspw. beim Dehio, NÖ, Teil 2, S. 2387.