Antrifttal

hessische Gemeinde im Vogelsbergkreis From Wikipedia, the free encyclopedia

Antrifttal ist eine Gemeinde im mittelhessischen Vogelsbergkreis.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Antrifttal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Antrifttal hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 47′ N,  12′ O
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Vogelsbergkreis
Höhe: 298 m ü. NHN
Fläche: 26,59 km²
Einwohner: 1754 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36326
Vorwahlen: 06631, 06635 und 06692Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: VB
Gemeindeschlüssel: 06 5 35 002
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Weihersweg 24
36326 Antrifttal
Website: www.antrifttal.de
Bürgermeister: Dietmar Krist (CDU)
Lage der Gemeinde Antrifttal im Vogelsbergkreis
Karte
Karte
Schließen

Geografie

Geografische Lage

Antrifttal liegt im Tal des Flusses Antrift, einem Zufluss der Schwalm, zwischen Vogelsberg im Süden und dem Knüllgebirge im Nordosten.

Das Gemeindegebiet von 26,59 km² wird zu 54 % (14,3 km²) landwirtschaftlich genutzt.

Nachbargemeinden

Antrifttal grenzt im Norden an die Gemeinde Willingshausen (Schwalm-Eder-Kreis), im Osten und Süden an die Stadt Alsfeld, im Westen an die Stadt Kirtorf sowie im Nordwesten an die Stadt Neustadt (Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Antrifttal gehören die folgenden Ortsteile:

Geschichte

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen schlossen sich am 31. Dezember 1971 die fünf Gemeinden Bernsburg, Ohmes, Ruhlkirchen, Seibelsdorf und Vockenrod zusammen und bilden seither die Gemeinde Antrifttal.[2]

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5][6]

Weitere Informationen Parteien und Wählergemeinschaften ...
Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2021
     
Insgesamt 15 Sitze
  • FWR: 4
  • BLO: 4
  • WGB: 2
  • FWS: 2
  • WGV: 3
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
FWR Freie Wähler Ruhlkirchen 29,4 4 30,1 5 37,2 5 30,2 5 27,4 4
BLO Bürgerliste Ohmes 24,4 4 27,5 4 26,3 4 26,6 4 27,2 4
WGB Wählergemeinschaft Bernsburg 15,7 2 15,0 2 13,9 2 15,0 2 18,6 3
FWS Freie Wähler Seibelsdorf 12,6 2 12,9 2 11,3 2 12,6 2 11,7 2
WGV Wählergemeinschaft Vockenrod 17,9 3 14,5 2 11,3 2 15,6 2 15,1 2
Gesamt 100 15 100 15 100 15 100 15 100 15
Wahlbeteiligung in % 68,3 69,3 67,4 67,0 69,8
Schließen

Bürgermeister

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Antrifttal neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und vier weitere Beigeordnete angehören.[7] Bürgermeister ist seit dem 1. Februar 2014 der parteiunabhängig angetretene Dietmar Krist.[8] Er wurde als Nachfolger von Johannes Averdung, der nach vier Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte, am 22. September 2013 im ersten Wahlgang ohne Gegenkandidaten bei 83,3 Prozent Wahlbeteiligung mit 87,3 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgten zwei Wiederwahlen, zuletzt ohne Gegenkandidaten im September 2025.[9]

Amtszeiten der Bürgermeister[10]
  • 2014–2032 Dietmar Krist[8]
  • 1990–2014 Johannes Averdung
  • 1972–1990 August Pfeffer
Weitere Informationen Jahr, Wahlbeteili- gung in % ...
Ergebnisse der Bürgermeister-Direktwahlen[10]
Jahr Wahlbeteili-
gung in %
Kandidaten Partei Stimmen
in %
2025 51,0 Dietmar Krist 74,2
2019 80,9 Dietmar Krist 60,2
Martin Schlitt 22,4
Sebastian Schwarzburg 17,5
2013 83,3 Dietmar Krist 87,3
2007 52,9 Johannes Averdung 87,1
2001 57,3 Johannes Averdung 68,8
1995 67,4 Johannes Averdung 94,5
Schließen

Gemeindepartnerschaften

Rosora in Italien ist die Partnergemeinde von Antrifttal.

Außerdem unterhält der Ortsteil Seibelsdorf eine freundschaftliche Partnerschaft mit Seibelsdorf bei Marktrodach in Oberfranken.

Wappen und Flagge

Banner­flagge

Wappen

Blasonierung: „In rotem Schild zwei aufrechtstehende abgekehrte silberne Streitäxte.“[11]

Das Wappen wurde der Gemeinde Antrifttal am 15. Juni 1973 durch den Hessischen Innenminister genehmigt. Gestaltet wurde es durch den Darmstädter Heraldiker Georg Massoth.

Das Wappen wurde, von der früheren Gemeinde Ruhlkirchen übernommen, die es bereits seit 1951 führte. Es basiert auf dem Siegel des Ritters Gerhard von Ruhlkirchen.[12]

Flagge

Die Flagge wurde der Gemeinde am 7. März 1980 genehmigt und wird wie folgt beschrieben:

„Auf weißer Flaggenbahn zwischen zwei roten Randstreifen in der oberen Hälfte aufgelegt das Gemeindewappen.“[13]

Wirtschaft

Im Jahr 2013 wurde in der Gemarkung des Ortsteils Ruhlkirchen ein Windpark errichtet, bestehend aus vier Windkraftanlagen des Typs Nordex N117/2400, die als Schwachwindkraftanlagen speziell für Binnenlandstandorte konstruiert wurden. Die Anlagen verfügen jeweils über eine Nennleistung von 2,4 MW, einen Rotordurchmesser von 117 Metern und eine Nabenhöhe von 140 Metern, die Gesamthöhe beträgt knapp 198 Meter. Der Windpark wurde Anfang November 2013 in Betrieb genommen und soll pro Jahr Strom für etwa 6600 Drei-Personen-Haushalte liefern.[14]

Sehenswürdigkeiten

  • Fachwerkhäuser und die mittelalterliche evangelische Kirche in Bernsburg
  • Reste einer Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert.
  • Pfarrkirche St. Michael in Ruhlkirchen
  • Hofgut des Deutschherrenordens mit seiner Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, der Scharchstein bei Ohmes[15]
  • Naherholungsgebiet der Antrifttalsperre
  • Ausgedehnte Laub- und Nadelwälder und sanfte Erhebungen mit Wiesen und Feldern prägen das Bild der zwischen Vogelsberg und Knüllgebirge gelegenen Mittelgebirgslandschaft.

Bildung

In Ortsteil Ruhlkirchen befindet sich eine Grundschule und ein Kindergarten.

Persönlichkeiten

  • Alfred Klostermann (1900–1945), hessischer Landtagsabgeordneter und deutscher Reichstagsabgeordneter (NSDAP), Landrat in Gießen, Groß-Gerau, Schrimm und Alzey, Lehrer in Vockenrod.
  • Heinrich Rohr (1902–1997), katholischer Kirchenmusiker und Komponist, Lehrer in Ruhlkirchen.
  • Eduard Zinßer (1875–1933), geboren in Seibelsdorf, Professor, Studienrat, katholischer Priester der Gemeinde St. Paul in Offenbach, Geistlicher Rat, Diözesanpräses der Katholischen Gesellenvereine im Bistum Mainz, nationalsozialistisches Gewaltopfer.

Siehe auch

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI