Archangelskoje (Kaliningrad)

verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad From Wikipedia, the free encyclopedia

Archangelskoje (russisch Архангельское, deutsch Kurschen, litauisch Kuršiai) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Schnelle Fakten Geographische Lage ...
Untergegangener Ort
Archangelskoje
Kurschen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Krasnosnamensk
Zeitzone UTC+2
Geographische Lage
Koordinaten 54° 51′ N, 22° 33′ O
Archangelskoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Archangelskoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Archangelskoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Archangelskoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad
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Die Ortsstelle befindet sich an dem Bach Polewoi (dt. Renneckebach), einem Nebenfluss der Inster, drei Kilometer nordwestlich der Siedlung Prawdino (Grumbkowkeiten/Grumbkowsfelde).

Geschichte

Die Gemeinde Kurschen auf einem Messtischblatt von 1938

Kurschen wurde erstmals 1633 als Dorf genannt. Um 1780 wurde der Ort als königliches Bauerndorf bezeichnet.[1] 1874 wurde die Landgemeinde Kurschen dem neu gebildeten Amtsbezirk Grumbkowkeiten im Kreis Pillkallen zugeordnet.[2]

In Folge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt er die russische Bezeichnung Archangelskoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Prawdinski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet. Archangelskoje wurde vor 1988 aus dem Ortsregister gestrichen.[3]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1867[4]149
1871[4]119
1885[5]123
1905[6]121
1910[7]105
1933[8]133
1939[9]106
1984[10]~ 10
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Schule

Die Schule in Kurschen wurde 1847 eingerichtet. Zum Schulbezirk gehörten auch die Landgemeinde Kallnischkehnen und das Gut Kurschehlen. Nach der Aufsiedelung von Kurschehlen wurde 1927 eine zweite Lehrkraft eingestellt.

Lehrkräfte
Weitere Informationen Name, Zeitraum ...
Name Zeitraum Bemerkungen
Carl Ferdinand Marold 1847–1866
Lenkeit 1866–1872
Ludwig Ribbat 1873–1894
Ernst Wittkowsky 1894–1926 War von 1915 bis 1918 in russischer Gefangenschaft. In dieser Zeit halfen Lehrer von benachbarten Schulen aus.
Erich Gottschewski 1927–1929 Seit 1927 gab es eine zweite Lehrkraft, bis 1930: Franz Gorlo
Emil Feyerherd 1930–1936 Zweite Lehrkräfte: 1930–1932: Rainer, 1932–1936: Pahlke
Kurt Mertins 1936–1939 Wurde 1939 zur Wehrmacht eingezogen, im Krieg verwundet, später Rektor an einer Volksschule in Memel. Zweite Lehrkraft: Hohmann
Liselotte Lackner 1.10.1939–1.8.1940 Besitzerfrau als Laienlehrkraft
Annemarie Mertins 1.9.1940–1.10.1942 Lehrerfrau
Frl. Langenscheid Okt. 1942–Feb. 1943 vom Reichsarbeitsdienst
Gertraude Kahn 7.4.1943–16.7.1944 Lehramtsanwärterin
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Kirche

Kurschen gehörte zum evangelischen Kirchspiel Pillkallen.

Einzelnachweise

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