Arnold Scharkowski
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Arnold Scharkowski (* 8. Januar 1927 in Danzig; † 2016) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Scharkowski, Sohn eines Kaufmanns, war von April bis Dezember 1943 Luftwaffenhelfer. Am 3. April 1944 trat er als Offizierbewerber beim Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon (Offizierbewerber) der Luftwaffe in Oschatz in die Wehrmacht ein und absolvierte von Mai bis Juli 1944 den Grundlehrgang für Fallschirmjäger in Oschatz. Von August 1944 bis April 1945 war er bei der Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11 an der Westfront und in Mitteldeutschland (Sankt Andreasberg im Harz) eingesetzt. Am 30. Januar 1945 wurde er zum Fahnenjunker-Unteroffizier befördert und war von April bis Dezember 1945 in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten.[1][2]
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Scharkowski von 1946 bis 1947 Hilfsarbeiter bei der Stadtverwaltung Gladenbach, von 1947 bis 1949 Praktikant beim Unternehmen G. Funkenberg in Gladenbach, von 1949 bis August 1951 Hilfsmeister bei der Stadtverwaltung Gladenbach, besuchte von September 1951 bis Februar 1953 die Textilfachschule Lauterbach, war von 1953 bis 1954 Textiltechniker bei H. L. Dienst in Gladenbach, von Juli 1954 bis Oktober 1954 technischer Leiter bei der Gegenbacher Weberei und absolvierte von November 1954 bis Juli 1956 die Ausbildung zum Polizeibeamten der Bereitschaftspolizei an der Polizeischule Münster, wo er zum Polizeiwachtmeister auf Probe zugelassen wurde.[1][2]
Am 2. Juli 1956 trat Scharkowski als Fähnrich beim Panzerjägerlehrbataillon in Bremen in die Bundeswehr ein, besuchte von Oktober 1956 bis Februar 1957 die Heeresoffizierschule I in Hannover und wurde am 28. Februar 1957 zum Leutnant ernannt. Danach war er bis September 1962 Zugführer, Kompaniechef, und Offizier für Planung, Ausbildung und Organisation (S 3) im Panzerjägerbataillon 5 in Handorf (heute zu Münster), welches in jener Zeit zum Panzerbataillon 194 umgegliedert wurde. Von Oktober 1962 bis März 1966 war er Kompaniechef der Versuchskompanie Kampfpanzer Leopard 1, stellvertretender Bataillonskommandeur und Kompaniechef der Stabs- und Versorgungskompanie des Panzerlehrbataillons 93 in Munster. Danach war er von April 1966 bis September 1967 Taktiklehrer an der Kampftruppenschule II in Munster, von Oktober 1967 bis September 1970 Bataillonskommandeur des Panzerlehrbataillons 93 in Munster, von Oktober 1970 bis September 1973 Taktiklehrer und Hörsaalleiter an der Kampftruppenschule II/III in Munster, von Oktober 1973 bis Januar 1976 Leiter des deutschen Verbindungsstabes (Truppenübungsplatzkommandantur) in Shilo in Kanada, ab Januar 1976 Panzerstabsoffizier[1][2] und ab April 1976 Leiter des Spezialstabs Auswertung, Truppenversuch, Vorschriften an der Kampftruppenschule II in Munster.[3.1]
Am 17. März 1984 wurde Scharkowksi Brigadekommandeur der Panzerbrigade 33 in Celle[3.2][4] und im April 1984 zum Brigadegeneral ernannt.[1][2] Am 27. März 1987 wurde das Kommando an seinen Nachfolger Hubert Gosch übergeben und Scharkowski mit Ablauf des Monates in den Ruhestand versetzt.[5]
Scharkowski war verheiratet und evangelisch.[2]
Auszeichnungen
- Flak-Kampfabzeichen (1943)[1]
- Eisernes Kreuz II. Klasse (1944)[1]
- Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1987)[1][6]
Siehe auch
Literatur
- Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 441.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 1130.