Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade (Wehrmacht)

Brigaden der deutschen Wehrmacht From Wikipedia, the free encyclopedia

Anfang 1944 wurden aus unterschiedlichen Regiments- und Bataillonseinheiten der Luftwaffe sogenannte Sturmgeschütz-Brigaden, später Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigaden, aufgestellt und waren im Zweiten Weltkrieg Brigaden der deutschen Wehrmacht. Zum Einsatz in den Brigaden kamen u. a. Sturmgeschütze.

Die Aufstellung von zwei Sturmgeschütz-Brigaden mit je drei Batterien war für das Frühjahr 1944 geplant gewesen. Hierfür begann im Januar 1944 die Ausbildung der Geschützbesatzungen, wobei es hierfür einmal in Burg bei Magdeburg auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow und auch in Neisse in Oberschlesien Schulungen durchgeführt wurden.[1]

Sturmgeschütz-Brigade 1/Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11/Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 111

Im Januar 1944 wurde aus vier Batterien die Sturmgeschütz-Abteilung 1 der Luftwaffe für das I. Fallschirm-Korps aufgestellt. Einsatzraum war mit dem Korps in Italien. In dieser Brigade wurden auch italienische Sturmgeschütze M42 mit 75/34 851 (i) eingesetzt. Im April des gleichen Jahres erfolgte die Umbenennung in Sturmgeschütz-Brigade 1. Bereits im Juni 1944 wurde die Sturmgeschütz-Brigade 1 zur Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11. Kommandeur wurde Hauptmann Schäber.[1] Später übernahm Oberstleutnant/Oberst Georg Hollunder (* 1891) bis Kriegsende die Brigade.[2]

Am 28. März 1945 wurde die Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11 in Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 111 umbenannt. Die Brigade befand sich zu dieser Zeit nicht beim Korps in Italien, sondern in Deutschland am Mittelrhein beim Luftgau XIV.

Sturmgeschütz-Brigade 2/Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 12/Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 121

Im Januar 1944 wurde aus vier Batterien die Sturmgeschütz-Abteilung 2 der Luftwaffe für das II. Fallschirm-Korps aufgestellt. Einsatzraum war mit dem Korps an der Westfront. In dieser Brigade wurden auch italienische Sturmgeschütze M42 mit 75/34 851 (i) eingesetzt. Im März des gleichen Jahres erfolgte die Umbenennung in Sturmgeschütz-Brigade 2. Bereits im Juni 1944 wurde die Sturmgeschütz-Brigade 2 zur Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 12. Kommandeur wurde Hauptmann/Major Günter Gersteuer.[1] Am 28. April 1945 wurde Gersteuer für die Führung der Brigade mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Am 28. März 1945 wurde die Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 12 in Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 121 umbenannt, welche am Niederrhein agierte.

Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade Schmitz/Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 21/Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 210

Am 19. Januar 1945 wurde aus der Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade Schmitz mit vier Batterien die Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 21 aufgestellt. Sie war vermutlich der 1. Fallschirm-Armee unterstellt, wurde aber über den Luftgau VII versorgt, sodass die Brigade vermutlich in Italien war.

Am 28. März 1945 wurde die Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 21 in Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 210 umbenannt. Sie war der 1. Fallschirm-Armee unterstellt, aber wahrscheinlich nicht in Deutschland, sondern in Italien eingesetzt.

Bekannte Personen (Auswahl)

  • Arnold Scharkowski (1927–2016), von August 1944 bis April 1945 in der Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11

Siehe auch

Literatur

  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 2. Die Landstreitkräfte 1–5. Biblio-Verlag, Osnabrück 1965, S. 66, 138.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 4. Die Landstreitkräfte 15–30. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Osnabrück 1976, S. 170.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 6. Die Landstreitkräfte 71–130. Biblio-Verlag, Osnabrück 1972, S. 237, 290.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 8. Biblio-Verlag, Osnabrück 1976, S. 45.

Einzelnachweise

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