Asa Griggs Candler

US-amerikanischer Unternehmer und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Asa Griggs Candler (* 30. Dezember 1851 in Villa Rica, Georgia; † 12. März 1929 in Atlanta, Georgia) war ein US-amerikanischer Geschäftsmann, der hauptsächlich durch den Verkauf von Coca-Cola Erfolg hatte. Er war auch Bürgermeister von Atlanta.

Asa Candler 1923

Leben

Candler war ein Sohn von Samuel Charles Candler (1809–1873) und seiner Frau Martha Bernetta Beall (1819–1897). Er wuchs in einer großen Familie auf einem Bauernhof auf. Das Leben war dort vom christlichen Glauben, der Disziplin, der Arbeit und dem Unternehmertum seiner Eltern geprägt. Seine Geschwister waren Milton Anthony Candler (1837–1909), Ezekiel Samuel Candler Senior (1838–1915), Noble Daniel Candler (1841–1887), Julia Florence Candler Harris (1842–1926), Sarah Justina Candler Willard (1845–1921), William Beall Candler (1847–1928), Elizabeth Frances Candler Dobbs (1849–1922), Samuel Charles Candler Junior (1855–1911), Warren Akin Candler Senior (1857–1941) und John Slaughter Candler (1861–1941).[1]

Er studierte Medizin und begann seine Karriere als Inhaber einer Apotheke. Dort stellte er erfolgreich patentierte Medikamente her. Im Jahr 1887 kaufte er das Coca-Cola-Rezept von dessen Erfinder John Stith Pemberton für 2300 Dollar. Der Erfolg von Coca-Cola brachte ihm ein Vermögen ein. 1892 gründete er die Coca-Cola Company. Ein Jahr später ließ Candler Coca-Cola als Marke schützen und vermarktete sein Produkt schon 1895 in den gesamten USA und seit 1896 auch im benachbarten Ausland. Er verstand es für die damalige Zeit hervorragend, nationale Werbekampagnen und Promotions zu lancieren, aus dem Produkt Coca-Cola eine Marke zu kreieren und Partnerschaften mit Verkäufern und Vertreiberfirmen einzugehen.[2]

Candler war wesentlich daran beteiligt, dass das Wohnviertel Druid Hills neighborhood außerhalb von Atlanta entstand, er baute die Central Bank und Trust Company in der Stadt auf. Für seine Coca-Cola Company ließ er 1906 das Candler Building errichten, das damals das höchste Gebäude der Stadt war.

Candler war Mitglied der Bischöflichen Methodistenkirche des Südens (BMKS), einer Vorläuferin der Evangelisch-methodistischen Kirche. Sein jüngerer Bruder Warren Akin Candler (1857–1941) war Bischof in dieser Kirche.[3] Candler spendete dieser Kirche eine Million Dollar, und 1914 knapp zwei Millionen für ein Grundstück für das methodistische Emory College, damit diese von Oxford nach Atlanta umziehen und zur Emory University werden konnte.[4][5] Er stand mehr als dreißig Jahre dem Kuratorium von Emory vor.[6] Die Candler School of Theology trägt seinen Namen. Auch für das spätere Emory-Krankenhaus (englisch Emory Healthcare) spendete Candler Millionen, für alle Projekte insgesamt etwa 8 Millionen Dollars.[7]

Ende 1916 zog sich Candler aus der Firma zurück und wurde zum 41. Bürgermeister von Atlanta gewählt, das Amt übte er von 1917 bis 1919 aus.[8] Im Januar übergab Asa Candler die Führung des Geschäfts an seinen Sohn Howard. Zu Weihnachten des Jahres vermachte Asa Candler seinen Verwandten 90 % der stimmberechtigten Aktien bis auf sieben Stück. Jedoch schon 1919 verkaufte Howard Candler hinter dem Rücken des Vaters die Coca-Cola Company an ein Konsortium um Ernest Woodruff und Eugene Stetson für 25 Mio. Dollar weiter.

Candler erlitt 1926 einen Schlaganfall und starb am 12. März 1929 im Alter von 77 Jahren in Atlanta. Er wurde auf dem städtischen Westview Cemetery beigesetzt, sein Grab befindet sich in der Sektion 4-A.[9]

Nach ihm ist das Candler Field auf dem Flughafen Atlanta benannt.

Familie

Candler heiratete 1878 Lucy Elizabeth Howard (1859–1919), sie hatten fünf Kinder: Charles Howard Candler Senior (1878–1957), Asa Griggs Candler Junior (1880–1953)[10], Lucy Beall Candler Leide (1883–1962), Walter Turner Candler (1885–1967) und William Candler (1890–1936).[11] Seine Frau Lucy starb im Jahr 1919[12], und er verheiratete sich 1923 nochmals mit May Little (1885–1959).[13]

Literatur

  • Kathryn W. Kemp: God’s Capitalist. Asa Candler of Coca-Cola. Mercer University Press, Macon (Georgia), 2002, ISBN 0-86554-782-3.
  • Kathryn W. Kemp: Asa Candler. In: The New Georgia Encyclopedia. 27. Juni 2023; (englisch).
  • Sara H. Butler: Fortune & Folly: The Weird and Wonderful Life of the South’s Most Eccentric Millionaire (Es geht um Asa Griggs Candler Junior, den zweiten, exzentrischen Sohn von Candler).[14]
Commons: Asa Griggs Candler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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