Asterix in Amerika

Asterix-Film von Gerhard Hahn (1994) From Wikipedia, the free encyclopedia

Asterix in Amerika ist ein deutscher Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1994, der auf dem Comic Die große Überfahrt aus der Asterix-Reihe basiert.

TitelAsterix in Amerika
OriginaltitelAsterix Conquers America
OriginalspracheEnglisch[1]
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Asterix in Amerika
Originaltitel Asterix Conquers America
Produktionsland Deutschland, Frankreich, Spanien, Vereinigte Staaten, Großbritannien, Kanada, Dänemark, Japan
Originalsprache Englisch[1]
Erscheinungsjahr 1994
Länge 85 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Gerhard Hahn
Drehbuch Thomas Platt,
Rhett Rooster[3]
Produktion Gerhard Hahn,
Christa Kistner
Jürgen Wohlrabe
Musik Harold Faltermeyer
Kamera Thorsten Falke,
Barry Newton
Schnitt Ulrich Steinvorth,
Ringo Waldenburger
Synchronisation
Chronologie
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Handlung

Julius Caesar schmiedet den Plan, den Druiden Miraculix zu entführen, der mit seinem Zaubertrank die einzige Chance für das Überleben des Asterix-Dorfes darstellt. Caesar lässt ihn durch Lucullus mit einem Schiff tief hinein in den Atlantik bringen und dort mit einem Katapult wegschleudern, um ihn „über die Scheibe in das Nichts“ zu werfen. Asterix und Obelix folgen den Römern und stellen fest, dass die Erde keine Scheibe ist, sondern dass noch ein Land existiert.

Sie landen bei ihrer Suche nach Miraculix bei Indianern, die den Druiden festhalten. Nach anfänglichem Streit freunden sich beide Seiten an. Den weiteren Handlungsverlauf bestimmt hierbei die Konkurrenz zwischen dem Druiden und dem indianischen Schamanen, der dem Gallier seine Künste neidet. Nach einer Entführung Miraculix’ und dessen Befreiung durch seine Freunde kehren die Gallier in ihr Dorf zurück. Dieses wurde inzwischen von den Römern überfallen und die Gallier in die nächstgelegene Garnison verschleppt.

Vom Barden Troubadix, den die Römer wegen seiner nervenden Laute im Dorf gelassen haben, erfahren Asterix, Obelix und Miraculix von dem Überfall. Nachdem Miraculix neuen Zaubertrank gebraut hat, begeben sich Asterix und Obelix ins Lager, verkleiden sich als Legionäre und verabreichen den anderen Dorfbewohnern den Zaubertrank. Als die Gallier dann gegen die Römer kämpfen, entkommt Caesar in einem Fass, wohingegen Lucullus von Caesars Panther gefressen wird. Die Geschichte endet mit einem freudigen Fest.

Hintergrund

Der Film wurde von 1991 bis 1994 unter der Regie von Gerhard Hahn in Deutschland produziert, nachdem alle vorherigen Asterix-Filme in Frankreich entstanden waren. Die beiden Hauptfiguren, Asterix und Obelix, werden in der deutschsprachigen Version von Peer Augustinski und Ottfried Fischer gesprochen. Bei der 2003 erschienenen DVD ist zudem eine Tonspur mit Erkan und Stefan als Synchronsprecher von Asterix und Obelix enthalten.

Produktionstechnisch verwendet Asterix in Amerika traditionelle Cel-Animation, wobei für komplexe Szenen extra eine der letzten neu gebauten Multiplan-Kameras verwendet wurde. Daneben enthält der Film auch Kombinationen von auf Papier animierten (2D-)Figuren mit computergenerierten 3D-Objekten (Schiffe, Wellen). Die Rendering-Software mental ray wurde in diesem Film zum ersten Mal in größerem Umfang eingesetzt und sorgte für eine nahtlose Integration der gezeichneten und errechneten Bildelemente.

In Deutschland sahen den Film 1.602.000 Kinobesucher.[4]

Musik

Neben dem Score komponierte Faltermeyer die Lieder We Are One People von Aswad, Say Goodbye von Bonnie Tyler, Always von Wild Kit sowie Dance, Dance, Dance (Under the Moon) von Right Said Fred. Ein weiteres im Film verwendetes Lied ist Ging Gang Gooley, ein altes Pfadfinderlied, das von Eric Rapton & B.O.D.G. neuinterpretiert wurde.[5]

Kritiken

Das Lexikon des internationalen Films urteilte: „Tricktechnisch ansehnliches, jedoch zu betuliches siebtes Asterix-Abenteuer, das in der Geschichte keinerlei Überraschungen bietet. Weder für Kinder noch für erwachsene Zuschauer sonderlich witzig.“[6]

Prisma beschreibt Asterix in Amerika als einen „aufwändigen, hervorragend animierten aber kaum lustigen Zeichentrickfilm“.[7]

Synchronisation

Anders als die meisten Asterix-Trickfilme wurde Asterix in Amerika ursprünglich auf Englisch veröffentlicht. Die französische Fassung entstand bei Alphabet Productions bei Boulogne-Billancourt nahe Paris unter der Dialogregie von Philippe Videcoq. Die deutsche Synchronisation wurde bei Neue Tonfilm Film- und Synchronproduktion GmbH in München, unter der Dialogregie von Pierre Peters-Arnolds, produziert.

Die spätere „schwörerdeutsche“ Fassung wurde für die Neuveröffentlichung des Films auf DVD bei der Film- & Fernseh-Synchron GmbH in München erstellt, wofür das Komikerduo Erkan und Stefan Dialogbuch und -regie führten und zugleich auch die beiden Hauptfiguren vertonten.

Weitere Informationen Rolle, Originalsprecher (1994) ...
Rolle Originalsprecher (1994)[8] Französische Fassung (1995) Synchronsprecher
Deutsche Fassung (Kino, 1994)[9] Schwörerdeutsche Fassung (DVD, 2003)[10]
Erzähler John Rye Pierre Tchernia Harald Juhnke Edi van Beek
Asterix Craig Charles Roger Carel Peer Augustinski Erkan Maria Moosleitner
Obelix Howard Lew Lewis Pierre Tornade Ottfried Fischer Stefan Lust
Miraculix / Magicdrinkmix Geoffrey Bayldon Henri Labussière Ralf Wolter Osman Ragheb
Troubadix / Scheißremix Brian Greene Michel Tugot-Doris Jochen Busse Frank Schaff
Majestix Jim Carter François Chaix Jürgen Scheller
Ha-Tschi Jennifer Blanc-Biehn Kristiane Backer
Medizinmann / Medizinmännern Rupert Degas Thomas Piper Manfred Erdmann
Lucullus Christopher Biggins Jean-Luc Galmiche Michael Habeck
Legionär #1 Rupert Degas Thomas Albus
Senator #1 Jim Carter Jean-Philippe Bouton Alexander Allerson Andreas Borcherding
Senator #2 Rupert Degas Michel Prud'homme Michael Gahr Thomas Albus
Zenturio Gaius Ausgus Jonathan Kydd Yves Pignot Andreas Mannkopff Hartmut Neugebauer
Kapitän Rotbart Jim Carter Joël Zaffarano Walter Reichelt
Julius Cäsar Henry McGee Robert Party Thomas Reiner Joachim Höppner
Legionär #2 Jim Carter Michael Rüth
Automatix Joël Zaffarano Oliver Stritzel
Gallier Rupert Degas Peter Thom
Verleihnix Jonathan Kydd Jean Dautremay Peter Zilles Thomas Albus
Senator #3 Jim Carter François Jaubert Manfred Erdmann
Gutemine Julie Gibbs Claude Chantal
Falbala Vanessa Feltz Nathalie Spitzer
Indianerhäuptling Rupert Degas
Geoffrey Bayldon
Sylvain Lemarié
Gutemines Neffe Julia Brahms
Baba Jim Carter Christian Pélissier
Pirat #1 Rupert Degas
Jim Carter
Thierry Buisson
Philippe Sollier
Pirat #2 Jim Carter Philippe Sollier
Papagei Jonathan Kydd
Galeerensklave #1 Rupert Degas
Galeerensklave #2 Jim Carter Michel Prud'homme
Methusalix Rupert Degas
Stupidus Jim Carter Olivier Jankovic
Corpulentus Sylvain Lemarié
Obdachloser Römer
Römer in Rom #1
Römer in Rom #2 Rupert Degas
Römische Dame in Rom Olivia d'Abo
Indianerkind
Koch Rupert Degas
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Einzelnachweise

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