Bahnhof Nürnberg-Stein

Haltestelle in der kreisfreien Stadt Nürnberg, Mittelfranken, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bahnhof Nürnberg-Stein liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim und befindet sich im Westen Nürnbergs zwischen den Nürnberger Stadtteilen Gebersdorf mit Businesspark Südwestpark im Norden sowie im Süden Röthenbach bei Schweinau. Die namensgebende Stadt Stein, ehemals Stein bei Nürnberg, gehört zum Landkreis Fürth.

Schnelle Fakten Nürnberg-Stein, Daten ...
Nürnberg-Stein
Bahnsteige mit Empfangsgebäude (Zustand vor Sanierung, 2008)
Bahnsteige mit Empfangsgebäude (Zustand vor Sanierung, 2008)
Bahnsteige mit Empfangsgebäude (Zustand vor Sanierung, 2008)
Daten
Betriebsstellenart Bahnhof
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung NNST
IBNR 8004486
Preisklasse 5[1]
Eröffnung 15. Mai 1875
Webadresse Stationssteckbrief der BEG
Profil auf bahnhof.de Nürnberg-Stein-1022818
Lage
Stadt/Gemeinde Nürnberg
Ort/Ortsteil Röthenbach bei Schweinau
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 25′ 32″ N, 11° 1′ 5″ O
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Nürnberg-Stein
Bahnhöfe in Bayern
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Als Relikt der 1986 abgebauten Bibertbahn verfügte der Bahnhof vor dem Umbau 2009–2010 über fünf Bahnsteiggleise, seitdem nur noch über drei, mit Überholgleis. 2011 wurden nur die Gleise 2/3 für den Personenverkehr genutzt, spätestens seit 2017 sind es die Gleise 2 und 5. Der nicht mehr genutzte, aber noch vorhandene Hausbahnsteig (Gleis 1) war 165 m lang und 38 cm hoch, der Bahnsteig 2 (Gleise 2 und 3) ist 140 m lang und 76 cm hoch, der ehemalige Bahnsteig 3 (Gleise 5 und 6) war 197 m lang und 38 cm hoch. Der Bahnsteig wurde ebenfalls auf 76 cm erhöht und zu einem Seitenbahnsteig (Gleis 5) umgebaut.

Der Bahnhof wird in erste Linie von der S-Bahn-Linie S4 (Nürnberg – Dombühl) bedient. Zwei Frühverbindungen der Regionalbahnlinie RE 90 (Stuttgart – Schwäbisch Hall-Hessental – Nürnberg) von Arverio Baden-Württemberg (ehem. Go-Ahead) halten, andere RE90 fahren durch, ebenso Intercities.

Für Pendler stehen 9 PKW- und 30 Fahrradstellplätze zur Verfügung.[3]

Geschichte

Eröffnet wurde der Bahnhof sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr am 15. Mai 1875 durch die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen zusammen mit dem Abschnitt Nürnberg – Ansbach der späteren Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim. Sein ursprünglicher Name Stein (b. Nürnberg) wurde zum Sommerfahrplan 1939 in Nürnberg-Stein geändert.[4] Zum Knotenbahnhof wurde er mit der Inbetriebnahme der vom Bahnhof abzweigenden Gleisverbindung zur Ringbahn am 1. Oktober 1898 und der Eröffnung der Bibertbahn nach Dietenhofen am 22. Mai 1914. Bereits 1913 wurde das Großkraftwerk Franken I eröffnet, das von Anfang an einen Gleisanschluss besaß. Dadurch stieg das Güteraufkommen in den folgenden Jahren stark an und erreichte 1964 mit 621.000 Tonnen Kohle seinen Höchststand, ehe es nach Umstellung des Kraftwerks auf Gas- und Ölfeuerung wieder zu sinken begann. Am 26. September 1986 erfolgte die endgültige Einstellung des Personenverkehrs auf der Bibertbahn, deren Trasse im Jahr 2007 bis auf die Bahnhofsausfahrt fast vollständig demontiert wurde. Im Jahr 1993 wurde der Bahnsteigtunnel zum neu entstandenen Südwestpark hin geöffnet.[5] Eine Aufwertung erhielt der Bahnhof mit der Ende 2010 in Betrieb gegangenen S-Bahn nach Ansbach, wofür der Bahnsteig 2 ab dem Jahr 2009 barrierefrei umgebaut[6][7], und zusammen mit der Beendigung der Streckenbauarbeiten am 14. September 2010 wieder in Betrieb genommen wurde. Mit Eröffnung der S-Bahn-Linie war die Umbenennung des Bahnhofs in Nürnberg-Südwestpark vorgesehen, die jedoch aus Kostengründen nicht umgesetzt wurde.[8][9]

Im Rahmen des Sofortprogramms Seehafenhinterlandverkehr wurde 2014 durch Maßnahmen im Wert von sechs Millionen Euro die Durchfahrgeschwindigkeit an Gleis 5 auf 120 km/h angehoben.[10][11]

Verbindungsübersicht

Weitere Informationen Linie, Strecke ...
Linie Strecke Taktfrequenz
S4 Nürnberg Hbf Nürnberg-Schweinau Nürnberg-Stein Unterasbach Oberasbach Anwanden Roßtal – Roßtal Wegbrücke Raitersaich Heilsbronn Petersaurach Nord Wicklesgreuth Sachsen (b Ansbach) Ansbach Leutershausen-Wiedersbach Dombühl Schnelldorf Crailsheim
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025
22/38 min
17/25 min (zur HVZ)
120 min (Ansbach–Crailsheim)
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Bilder

Erwähnenswertes

Neben dem Bahnhof steht der Salonwagen DB VT 10 551i. Dies war ein für den Leichtmetall-Triebzug VT 10 551 nachträglich bestellter und von Wegmann in Kassel gebauter Salonwagen. Er wurde nach seiner Außerdienststellung von den Nürnberger Eisenbahnfreunden gekauft, auf ein Gleisjoch gestellt und wird als Clubheim genutzt.

Siehe auch

Einzelnachweise

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