Bahnstrecke Katowice Ligota–Gliwice

Eisenbahnstrecke in Schlesien (Polen) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bahnstrecke Katowice Ligota–Gliwice ist eine nur noch im Güterverkehr betriebene Eisenbahnverbindung in Polen. Sie zweigt in Katowice-Ligota von der Bahnstrecke Katowice–Zwardoń ab und führt durch das oberschlesische Industriegebiet nach Gliwice (Gleiwitz), wo sie in die Bahnstrecke Katowice–Legnica einmündet.

Weitere Informationen Katowice Ligota–Gliwice 1944: Kattowitz-Idaweiche–Gleiwitz Hbf ...
Katowice Ligota–Gliwice
1944: Kattowitz-Idaweiche–Gleiwitz Hbf
Streckennummer:141
Streckenlänge:25,564 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:3 kV =
Streckengeschwindigkeit:80 km/h
Zweigleisigkeit:Katowice Ligota–Gliwice
Strecke
von Zwardoń
Abzweig geradeaus und von links
von Nędza
Abzweig geradeaus und von rechts
von Tychy (über Katowice Murcki)
Bahnhof
0,000 Katowice Ligota früher [Kattowitz-]Idaweiche 281 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Katowice
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
von podg Kokociniec
Abzweig geradeaus und von rechts
von Katowice Muchowiec
Blockstelle
1,999 podg Panewnik (seit 1953) 284 m
Strecke von linksAbzweig ehemals geradeaus und nach rechts
Kreuzung geradeaus oben (Querstrecke außer Betrieb)Kreuzung geradeaus oben (Strecken außer Betrieb)Strecke von rechts (außer Betrieb)
Oberschlesische Sandbahn
StreckeAbzweig geradeaus und von links (Strecke außer Betrieb)Strecke nach rechts (außer Betrieb)
StreckeAbzweig geradeaus und nach links (Strecke außer Betrieb)
zur KWK Wujek Ruch Śląsk (Strecken 896 und 897)
Kreuzung geradeaus unten (Querstrecke außer Betrieb)Strecke nach rechts (außer Betrieb)
nach Szyb IV KWK Śląsk (Sandbahn)
Strecke nach linksStrecke von rechts
Strecke mit Straßenbrücke
Autostrada A4
Blockstelle
5,025 podg Radoszowy (seit 1924) 282 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach podg Gottwald
Abzweig geradeaus und von rechts
von Chorzów Batory
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
Anschluss von KWK Nowy Wirek
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
6,925 Ruda Kochłowice früher Kochlowitz 277 m
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
nach podg Ruda Orzegów
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
10,386 Ruda Wirek früher Neudorf (Oberschles) 256 m
StreckeBetriebs-/Güterbahnhof Streckenanfang
3,700 KWK Halemba
StreckeAbzweig geradeaus und von links
vom Kraftwerk Halemba
Abzweig geradeaus, von links und von rechtsStrecke nach rechts
Anschluss KWK Bielszowice
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
13,396 Ruda Bielszowice früher Bielschowitz 239 m
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
16,681 Zabrze Makoszowy früher Makoschau 237 m
Abzweig geradeaus und nach links
nach Leszczyny
Abzweig geradeaus und ehemals nach links
Trasse nach Egersfeld (Leszczyny) bis 1922
Grenze
Staatsgrenze PolenDeutsches Reich (1922–1939)
Abzweig geradeaus und von links
von podg Mizerow
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
Anschluss KWK Makoszowy
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
Oberschlesische Sandbahn
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
17,960 Zabrze Makoszowy Kopalnia früher Delbrückschächte 238 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach podg Maciejów Północny
Abzweig geradeaus und nach links
nach Gliwice Sośnica Towarowa
Kreuzung geradeaus oben (Querstrecke außer Betrieb)
Oberschlesische Schmalspurbahn Poręba Wąsk.–Gliwice Wąsk.
Kreuzung geradeaus oben (Querstrecke außer Betrieb)
Oberschlesische Schmalspurbahn Nowy Karb–Gliwice Wąsk.
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
21,250 Gliwice Sośnica früher Sosnitza / Gleiwitz Ost 232 m
Abzweig geradeaus und von links
von KWK Sośnica
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Gliwice
Strecke mit Straßenbrücke
Autostrada A1
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
22,71 Gliwice Lokomotywownia (ab 1955) 230 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
23,97 Gliwice ZNTK (ab 1956) 230 m
Abzweig geradeaus und von rechts
von Katowice, KWK Sośnica und Zabrze Biskupice
Bahnhof
25,564 Gliwice früher Gleiwitz Stsbf / Gleiwitz Hbf 221 m
Strecke
nach Legnica

Quellen: [1][2][3][4]
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Geschichte

Stellwerk RWr am Haltepunkt Ruda Wirek an der Woiwodschaftsstraße 925

Von Gleiwitz bis Bielschowitz wurde die Strecke 1. Februar 1904, zwischen Bielschowitz und Idaweiche am 1. Oktober 1904 von den Preußischen Staatseisenbahnen eröffnet. Mit der Teilung Oberschlesiens entlang der sogenannten Sforza-Linie 1921 infolge des Ersten Weltkriegs, des Versailler Vertrages und der Volksabstimmung in Oberschlesien verlief bei Makoschau die deutsch-polnische Grenze, wobei der Bahnhof Makoschau bereits in Polen lag. Der Westteil der Strecke gehörte zur Deutschen Reichsbahn, der östliche zu den Polnischen Staatseisenbahnen. Die Staatsgrenze verschwand 1939 mit der deutschen Besetzung Polens im Zweiten Weltkrieg wieder, nach der die Strecke komplett zur Reichsbahn gehörte und 1942 zweigleisig ausgebaut wurde. 1945 wurde die Strecke nun komplett polnisch, das zweite Gleis zwischen Bielschowitz und Gleiwitz jedoch demontiert und 1965 wiedereröffnet.

Der elektrische Betrieb zwischen der Abzweigstelle Panewnik und der Abzweigstelle Radoszowy ist seit dem 30. Mai 1970 möglich, der auf der restlichen Strecke seit dem 8. September 1977. Der Personenverkehr wurde zum 1. Juni 1997 eingestellt. Seit 2024 verkehrt die Linie Gliwice–Rybnik der Koleje Śląskie auf der Strecke zwischen Zabrze Makoszowy Kopalnia und Gliwice; jedoch ohne Halt abgesehen von Gliwice.

Streckenbeschreibung

Bahnhof Ruda Bielszowice (2011)

Die Strecke beginnt im Bahnhof Katowice Ligota (Idaweiche/Kattowitz-Idaweiche) an der Bahnstrecke Katowice–Zwardoń, der auch Beginn der Strecken nach Nędza und Tychy über Katowice Murcki ist. Sie verläuft zunächst nordwärts zur Abzweigstelle Panewnik (km 1,999), an der die Bahnstrecke Dąbrowa Górnicza Towarowa–Panewnik endet und ein Anschlussgleis zu zwei Kohlenbergwerken beginnt, dann nordwestwärts zum Bahnhof Ruda Kochłowice (Kochlowitz; km 7,020), der Endpunkt der Bahnstrecke Chorzów Batory–Ruda Kochłowice ist und Beginn der Bahnstrecke Ruda Kochłowice–Ruda Orzegów und eines Anschlusses zum Kohlenbergwerk „Nowy Wirek“ war, dann westwärts über den Bahnhof Ruda Bielszowice (Bielschowitz; km 13,396), an dem neben einigen Anschlussgleisen eine sogar elektrifizierte Strecke zum Kohlenbergwerk „Halemba“ abzweigt, zum Bahnhof Zabrze Makoszowy (Makoschau; km 16,681), der Beginn der Bahnstrecke Zabrze–Leszczyny ist. Nun verläuft die Strecke nordwestwärts über die Bahnhöfe Zabrze Makoszowy Kopalnia (Delbrückschächte; km 17,960), wo sie der Oberschlesischen Sandbahn begegnet und ein Anschluss zum örtlichen Kohlenbergwerk besteht, und Gliwice Sośnica (Sosnitza/Gleiwitz Ost; km 21,250) zum Bahnhof Gliwice (Gleiwitz Staatsbahnhof/Gleiwitz Hauptbahnhof) an der Bahnstrecke Katowice–Legnica, der auch Endpunkt der Bahnstrecke Zabrze Biskupice–Gliwice ist.

Literatur

  • Ryszard Stankiewicz und Marcin Stiasny: Atlas Linii Kolejowych Polski 2014. Eurosprinter, Rybnik 2014, ISBN 978-83-63652-12-8, S. R20–21

Einzelnachweise

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