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Bahnstrecke Morcenx–Bagnères-de-Bigorre

Bahnstrecke in Südwestfrankreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bahnstrecke Morcenx–Bagnères-de-Bigorre ist eine Eisenbahnstrecke im Südwesten Frankreichs der SNCF. Sie ist eine Zweigstrecke der Verbindung Bordeaux–Irun mit dem Kur- und Erholungsort Bagnères-de-Bigorre und verläuft in nordwest–südöstliche Richtung. Die Kilometrierung wird vom Bahnhof Bordeaux-Saint-Jean fortgesetzt. Auf der insgesamt 159 km langen Strecke werden im Abschnitt MorcenxMont-de-Marsan noch 38,5 km im Personenverkehr genutzt. Das Angebot findet ausschließlich mit Nahverkehrszügen statt, die Fahrtzeit beträgt zwischen 25 und 30 Minuten. Manche Züge werden von/nach Bordeaux weitergeführt.

Weitere Informationen Morcenx–Bagnères-de-Bigorre ...
Morcenx–Bagnères-de-Bigorre
Bahnhof Mont-de-Marsan, heute Endpunkt des Personenverkehrs
Bahnhof Mont-de-Marsan, heute Endpunkt des Personenverkehrs
Streckennummer (SNCF):652 000
Streckenlänge:158,9 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 7 (Morcenx–Tarbes)
15 (Tarbes–Bagnères-de-Bigorre) 
Bahnstrecke Bordeaux–Irun von Bordeaux
Bahnhof
108,5 Morcenx 74 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
Bahnstrecke Bordeaux–Irun nach Irun
ehemaliger Bahnhof
112,9 Arjuzanx 62 m
Bahnhof
117,6 Arengosse 60 m
Bahnhof
124,8 Ygos 71 m
Bahnhof
133,8 Saint-Martin-d’Oney 52 m
Brücke über Wasserlauf
141,0 Midouze (78 m)
Abzweig geradeaus und von rechts
Bahnstrecke Dax–Mont-de-Marsan von Dax
Strecke mit Straßenbrücke
~145,8 D 624 (ehem. RN 124)
StreckeStrecke nach halbrechts und von links
Bahnstrecke Luxey–Mont-de-Marsan (LM) von Luxey
Bahnhof Streckenende und Streckenende
147,0 Mont-de-Marsan 63 m
Abzweig geradeaus und nach links
Bahnstrecke Marmande–Mont-de-Marsan nach Marmande
und Bahnstrecke Nérac–Mont-de-Marsan nach Nérac
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
161,3 Grenade-sur-l’Adour 57 m
ehemaliger Bahnhof
170,4 Cazères-sur-l’Adour 74 m
Strecke mit Straßenbrücke
~173,8 Autoroute A 65
Bahnübergang
~174,6 D 934 (ehem. RN 134)
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
179,3 Aire-sur-l’Adour 81 m
Grenze
~179,7 Département Landes / Gers
Bahnübergang
~179,9 D 931 (ehem. RN 124)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
180,1 Barcelonne-du-Gers 82 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
181,0 Saint-Germé 103 m
Brücke über Wasserlauf
192,6 Adour (58 m)
ehemaliger Bahnhof
194,6 Riscle 115 m
Abzweig geradeaus und nach links
Bahnstrecke Port-Sainte-Marie–Riscle nach Port-Ste-Marie
Bahnübergang
~201,5 D 935 (ehem. RN 135)
Grenze
~202,0 Département Gers / Hautes-Pyrénées
ehemaliger Bahnhof
203,5 Castelnau-Rivière-Basse 137 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
208,8 Hères 148 m
ehemaliger Bahnhof
212,6 Caussade-Rivière 158 m
Bahnübergang
~214,4 D 935 (ehem. RN 135)
Strecke mit Straßenbrücke
~217,0 D 935 (ehem. RN 135)
Brücke über Wasserlauf
219,0 Echez (15 m)
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
219,5 Maubourguet 181 m
Strecke mit Straßenbrücke
~220,6 D 835 (ehem. RN 135)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
223,3 Nouilhan 195 m
Strecke mit Straßenbrücke
~227,6 D 935 (ehem. RN 135)
Abzweig geradeaus und ehemals von links
~227,9 Bahnstrecke Bon-Encontre–Vic-en-Bigorre von Auch
ehemaliger Bahnhof
228,2 Vic-en-Bigorre 217 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
232,7 Pujo 238 m
ehemaliger Bahnhof
235,9 Andrest 255 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
239,1 Bazet–Oursbelille 270 m
Abzweig geradeaus und von rechts
245,1 Bahnstrecke Toulouse–Bayonne von Bayonne
Bahnhof
245,7 Tarbes 304 m
Brücke
~246,1 D 935 (ehem. RN 135)
Brücke über Wasserlauf
246,8 Adour (61 m)
ehemaliger Bahnhof
247,8 Séméac–Marcadieu 315 m
Brücke
~247,9 Apaisement de la circulation (ehem. RN 21 u. RN 117)
ehemaliger Bahnhof
249,2 Ampèrevielle
Abzweig geradeaus und nach links
Bahnstrecke Toulouse–Bayonne nach Toulouse-M.
Strecke mit Straßenbrücke
Autoroute A 64
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
251,2 Soues 345 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
252,9 Salles-Adour 363 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
254,9 Bernac-Debat 384 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
257,5 Vielle-Adour 414 m
ehemaliger Bahnhof
259,5 Montgaillard 438 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
262,2 Ordizan 471 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
264,7 Pouzac 507 m
Brücke über Wasserlauf
267,2 Adour (50 m)
ehemaliger Bahnhof
267,4 Bagnères-de-Bigorre 542 m
ehemaliger Betriebs-/Güterbahnhof Streckenende
CAF France
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Im 98,6 km langen, weiteren Streckenverlauf findet nur noch Güterverkehr statt, hier wurde ab Ende 2020 eine Sanierung beschlossen,[1] nachdem der Unterhalt dieses Abschnitts seit 2014 zunächst eingestellt worden war.[2]

Geschichte

Streckenverlauf
Alter Bahnhof von Tarbes (vor 1900)

Der Bau dieser Strecke wurde durch den aus Nîmes stammenden Bankier Ernest André (1803–1864) initiiert.[3] Sie gehörte einer Personengesellschaft, die wenige Monate später im November 1852 in der Compagnie des chemins de fer du Midi (Midi) aufging.[4] Doch schon am 24. August 1852 wurde die Konzession für den Bau und den Betrieb erteilt. Die heute viel wichtigere, doppelspurig-ausgebaute und elektrifizierte Bahnstrecke Toulouse–Bayonne wurde von der Midi erst vier Jahre später gebaut. Der Knoten für diese beiden Strecken war in Tarbes. Am 1. August 1857 wird in einem weiteren kaiserlichen Dekret der Abschnitt zwischen Mont-de-Marsan und Tarbes für öffentlich wichtig erklärt und der Weiterbau bis zum Badeort Bagnères-de-Bigorre genehmigt.[5]

Ziel war es, Tarbes und die Hautes-Pyrénées über zwei Hauptverkehrsadern zu bedienen, die eine von Agen mit der Bahnstrecke Bon-Encontre–Vic-en-Bigorre über Auch und Mirande, die andere mit dieser Strecke über Mont-de-Marsan und Morcenx. Erst im Jahr 1856 fiel die Entscheidung, dass diese beiden Linien nördlich von Tarbes in der Ortschaft Vic-en-Bigorre zusammentreffen würden. Gleichzeitig mit dieser Entscheidung wurden sämtliche Arbeiten, die für diese Verbindung erforderlich waren, vom Staat übernommen.

Bereits 1858 waren die Arbeiten, die vorwiegend im Tal der Adour erfolgten, so weit fortgeschritten, dass die Verantwortung der Strecke auf die Gesellschaft Midi zurückgegeben werden konnte. Im Sommer 1859 wurde die Strecke in zwei Etappen eröffnet, zunächst im August von Mont-de-Marsan bis Riscle und im September von Riscle bis Tarbes. Tarbes erhielt dadurch seine erste Eisenbahnverbindung mit dem Rest des Landes.

Die Fahrzeit betrug 1924 im Abschnitt Morcenx–Tarbes zweieinhalb Stunden im Expresszug und vier Stunden im Personenzug.[6]

Trasse

Für den Bau dieser Strecke waren kaum Kunstbauwerke erforderlich, da der Großteil der Strecke auf leicht hügeligem Gelände erfolgte. Nach etwa 40 km erreicht die Strecke bei Grenade-sur-l’Adour das Flussufer der Adour, der sie bis zum Ende folgt und nur zweimal kreuzt. Der Teil Morcenx–Tarbes war zwar für Doppelgleisigkeit vorbereitet, wurde aber nie auf zwei Gleise aufgerüstet.[7]

Während der Abschnitt bis Tarbes nur geringe Steigungen und Gefälle aufweist, geht die Strecke Tarbes–Bagnères-de-Bigorre stetig bergauf. Nach dem Abzweig der Strecke nach Toulouse ist die Steigung fast durchgängig im zweistelligen Promillebereich; selbst an Haltepunkten wird diese nicht immer durch waagerechte Passagen unterbrochen.

Einzelnachweise

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