Barbara Stollhans

deutsche Schauspielerin und Sprecherin From Wikipedia, the free encyclopedia

Barbara Stollhans (* 9. Dezember 1968 in Verl[1]) ist eine deutsche Schauspielerin in Film, Theater und Fernsehen, Sprecherin und Hörspielsprecherin.

Leben und Ausbildung

Barbara Stollhans wurde am 9. Dezember 1968 in Verl geboren. Sie studierte zunächst Philosophie und Soziologie[2] in Bielefeld[3] , bevor sie von 1998 bis 2001 ihre Schauspielausbildung an an der Schule für Schauspiel Hamburg[2] absolvierte. Nach mehreren Jahren in festen Ensembleverträgen arbeitet und wohnt sie seit 2009 als freischaffende Schauspielerin[3] in Frankfurt am Main[1].

Karriere

Theater

Ihre Theaterarbeit begann 2016 am Stadttheater Gießen[3], wo sie in Hauptsache Arbeit unter der Regie von Hermann Schein die Rolle der Frau übernahm. 2017 folgten mehrere weitere Produktionen am selben Haus: In Die drei Schwestern spielte sie die Natascha (Regie: Thomas Goritzki), in Don Karlos die Elisabeth (Regie: Titus Georgi) sowie in Das Maß der Dinge die Evelyn (Regie: Ina-Anett Keppel)[1].

Im Jahr 2018 war sie erneut in mehreren Inszenierungen am Stadttheater Gießen zu sehen. Sie verkörperte die Titelrolle in Fräulein Julie (Regie: Katja Fillmann), spielte die Ben-Hur-Figur in Ben Hur (Regie: Simone Sterr) und übernahm die Rolle der Christine in Zur Schönen Aussicht (Regie: Axel Richter). Ebenfalls 2018 stand sie in Die Dreigroschenoper als Polly auf der Bühne, ebenfalls unter der Regie von Axel Richter[1].

2019 setzte sie ihre Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Gießen fort. Sie spielte die Beatrice in Der Diener Zweier Herren (Regie: Matthias Kniesbeck), die Ella in Unschuld (Regie: Astrid Jacob), die Sonja in Drei Mal Leben (Regie: Ragna Kirck) sowie die Susanne in Das Letzte Feuer (Regie: Titus Georgi)[1].

Im Jahr 2020 wechselte sie an das Staatstheater Darmstadt[3], wo sie in Kinder der Sonne als Melanja unter der Regie von Michael Helle auftrat. Ebenfalls 2020 war sie dort in Frau Müller muß weg als Frau Müller zu sehen (Regie: Judith Kuhnerth)[1].

Film und Fernsehen

Neben ihrer Theaterarbeit ist Barbara Stollhans seit den 2000er‑Jahren auch in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. 2009 wirkte sie in Die Liebe und Viktor mit, gefolgt von einer Rolle im Kinofilm Ein Atem (2015). 2017 trat sie in einer Episode der Fernsehserie Ein Fall für zwei auf. 2019 war sie zudem in einer Folge der ZDF‑Serie Der Staatsanwalt zu sehen[1].

2020 übernahm sie eine Rolle im Spielfilm Kosmetik des Bösen. Weitere Arbeiten umfassen den Film Mutter, Mutter, Kind – let’s do this differently (2022)[1].

Es folgten mehrere Einsätze in der Krimireihe Tatort, darunter Tatort: Der Turm (2018), Tatort: Das Monster von Kassel (2019)[4], Tatort: Das geheime Leben unserer Kinder (2023) sowie Tatort: Sashimi Spezial (2026)[1].

Sprecherin

Barbara Stollhans ist zudem als Sprecherin für Hörfunk‑, Messe‑ und Industrieproduktionen tätig. Sie arbeitete unter anderem für den Hessischen Rundfunk, den NDR, die Frankfurter Buchmesse, ARTE, das ZDF, den Aufbau Verlag Berlin sowie für verschiedene Werbe‑ und Imageproduktionen[1].

Zu ihren dokumentarischen Arbeiten zählt die Produktion Das Gedächtnis unseres Planeten[5] (2015) für den Hessischen Rundfunk, in der sie als Sprecherin unter der Regie von Petra Haffter[5] mitwirkte. 2021 las sie das Hörstück Fluch der Neuen Welt: Die Geschichte der Wikinger in Amerika[6] (2021). Im Jahr 2022 folgte die Lesung Der rasende Tod – Wie die Pest über Europa herfiel[7]. Es folgte der Podcast Backup[2] u. a. mit Marleen Lohse, William Cohn und Nico Sablik als Hörspiel von ZDF Digital für die Luftansa Group[2] produziert wurde.

Theater (Auswahl)

Stadttheater Giessen

Staatstheater Darmstadt

  • 2020: Kinder der Sonne, als Melanja (Regie: Michael Helle)
  • 2020: Frau Müller muß weg, als Frau Müller (Regie: Judith Kuhnerth)

Die Komödianten Kiel

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele und Features (Auswahl)

  • 2011: Per Petterson: Ich verfluche den Fluss der Zeit – Bearbeitung und Regie: Götz Fritsch (Hörspielbearbeitung – Deutschlandradio Kultur/HR)
  • 2011: Heidi Knetsch, Stefan Richwien: Container-Paule (Mutter) – Regie: Robert Schoen (Original-Hörspiel, Kinderhörspiel – HR/BR)
  • 2012: Lívia Páldi: ARD Radiofestival 2012, dOCUMENTA (13): To be corrected – wird korrigiert – Regie: Andrea Getto (Originalhörspiel – HR/dOCUMENTA (13))
  • 2014: Elias Canetti: Die Befristeten. Konzert-Hörspiel nach Elias Canetti (Frau 43 und eine Dame) – Regie: Oliver Sturm (Hörspielbearbeitung – HR)
  • 2014: Daniela Meisel: Opa Ottos Wunderwagen (Mutter) – Bearbeitung und Regie: Robert Schoen (Hörspielbearbeitung, Kinderhörspiel – HR/NDR)
  • 2016: FALKNER: Manifest 50 / DU DARFST MICH TÖTEN, WENN DU MICH LIEBST (Der seelenlose Chor) – Regie: FALKNER (Originalhörspiel – HR)
  • 2016: Christiane Hildebrand: Isegrimm in Hessen – Der Wolf kehrt zurück – Regie: Marlene Breuer (Feature – HR)
  • 2017: Thomas Mann: Tonio Kröger (3 Teile) – Regie: Leonhard Koppelmann (Hörspielbearbeitung – HR)
  • 2018: Christiane Hildebrand: Wege der Integration – Chance und Probleme im ländlichen Raum am Beispiel des Lahn-Dill-Kreises – Regie: Marlene Breuer (Feature – HR)
  • 2019: Janna Graham: Sled Runners – Über Schlittenhunde – Regie: Janna Graham (Feature – SWR/DLR)
  • 2020: Beate Krol: Gesund durch Lesen? – Was Bücher für Körper und Seele tun – Regie: Felicitas Ott (Feature – SWR)
  • 2020: Hans-Joachim Simm: Was darf ich sagen? – Zur Geschichte der Meinung und Meinungsfreiheit – Regie: Maidon Bader (Feature – HR)
  • 2023: Conrad Lay: Neues Schwergewicht Polen. Der Krieg, die ukrainischen Flüchtlinge und die EU – Regie: Jan Buck Feature – HR)

Quellen: ARD-Hörspieldatenbank und HörDat, die Hörspieldatenbank

Einzelnachweise

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